So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot

Blick auf das Einfamilienhaus von Familie Gros in einer ruhigen Wohngegend mit viel Natur in der Nähe von Wetzlar

Das Zuhause von Familie Gros in einer ruhigen Wohngegend mit viel Natur in der Nähe von Wetzlar wurde bereits 2011 modernisiert. Nach dem Kauf im Jahr 2022 sanierte die Familie die bestehende Heizung mit einer Luftwärmepumpen-Hybridlösung von Buderus. (Bild: Buderus)

Hybrid-Wärmepumpe mit Öl-Brennwertkessel – effizient trotz hohem Vorlauf

2022 kauften Frederic und Esther Gros ein 1972 erbautes Wohnhaus in der Nähe von Wetzlar. Während die Gebäudehülle bereits von den Vorbesitzern 2011 umfassend modernisiert und dabei das Dach neu gedeckt, die Gebäudehülle komplett gedämmt und die Fenster ersetzt wurde, fehlte nun noch ein neues, effizientes und nachhaltigeres Heizsystem.

Frederic Gros, der selbst Entwicklungsingenieur für bodenstehende Heizkessel bei Buderus ist, setzte dazu auf ein Wärmepumpen-Hybridsystem bestehend aus einer Luft/Wasser-Wärmepumpe und einem Ölbrennwertkessel.

Der Grund für die bivalente Lösung waren die hohen Heiztemperaturen im Winter: „Das vorhandene Heizkörpersystem wollten wir weiterhin nutzen. Deshalb haben wir uns im ersten Winter die Heizungsanlage angesehen und festgestellt, dass die Vorlauftemperaturen aufgrund der kleinen Heizflächen relativ hoch sein müssen.“

Wärmepumpe deckt Grundlast, die Ölheizung die Spitzenlast

Das Wärmepumpen-Hybridsystem besteht bei Familie Gros aus einer Buderus Wärmepumpen-Außeneinheit WLW MB A H mit 7 kW und dem Öl-Brennwertkessel Logano plus KB195i-BZ mit 19 kW Leistung.

Der Öl-Brennwertkessel erzeugt dabei die Spitzenlast und sorgt für die erforderliche Vorlauftemperatur von bis zu 80 °C für die Heizkörper bei sehr niedrigen Außentemperaturen. Die Wärmepumpe deckt hingegen die Grundlast und läuft daher über den Großteil des Jahres im optimalen Temperaturbereich.

Funktionsfähig ist die Wärmepumpe aber trotzdem auch noch im tiefsten Winter, sie erreicht bei minus 10 °C Außentemperatur eine Vorlauftemperatur von 65 °C.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Wärmepumpen-Außeneinheit arbeitet mit dem klimafreundlichen, natürlichen Kältemittel R290. Das besitzt ein sehr niedriges Treibhauspotenzial (GWP) von 3 – im Vergleich dazu hat eine Wärmepumpe mit dem herkömmlichen Kältemittel R410A ein fast 700-mal höheres GWP.

Solarthermieanlage entlastet Wärmepumpe und Brennwertkessel

Vervollständigt wird das System durch eine Buderus Solarthermieanlage mit drei Kollektoren, die an Tagen mit genügend Sonnenschein Wärme für Warmwasser bereitstellt.

Durch die zusätzliche Wärmeenergie werden Wärmepumpe und Brennwertkessel entlastet – das erhöht die Lebensdauer des Heizsystems und senkt zugleich den Brennstoffverbrauch. Und im Sommer lässt sich das Heizsystem ausschalten.

Hybridmanager steuert bivalent parallelle Regelung

Über eine Hybrid-Hydraulikgruppe mit Hybridmanager spielen die beiden Wärmeerzeuger effizient zusammen. Technisch weist die Anlage diesbezüglich eine Besonderheit auf, wie Frederic Gros erklärt: „Unser Heizsystem arbeitet bivalent parallel, das heißt, die Wärmepumpe hebt entweder die Rücklauftemperatur des Heizkessels an oder sie läuft allein.“

Das heißt, die Wärmepumpe erwärmt das Heizwasser, das aus den Heizkörpern zurück in den Heizkessel fließt – das erhöht die Effizienz des Brennwertkessels. Oder sie arbeitet komplett eigenständig. Dann wird kein Brennstoff verbraucht und es entstehen keine CO2-Emissionen, wenn Ökostrom für den Wärmepumpenbetrieb verwendet wird.

Der Hybridmanager HM200 integriert die Wärmepumpen-Außeneinheit in das Regelsystem des Heizsystems. Er entscheidet abhängig von der eingestellten Regelungsstrategie, ob die Wärmepumpe und/oder der Öl-Brennwertkessel die Wärme bereitstellen soll.

Das Regelsystem sperrt oder gibt den konventionellen Wärmeerzeuger dann dafür frei – je nachdem, welche Prioritäten die Hauseigentümer setzen. Dabei lassen sich über eine Systembedieneinheit verschiedene Regelungsstrategien einstellen.

Wärmepumpenanlage musste in kleinen Kellerraum passen

Ein bivalenter Warmwasserspeicher Logalux SMH390 mit zwei Glattrohr-Wärmetauschern nimmt die Wärme von Wärmepumpe, Brennwertkessel und Solarthermieanlage auf. Er bietet mit 343 Liter Fassungsvermögen und effizienter Wärmeübertragung einen hohen Warmwasserkomfort. Zudem entkoppelt der Speicher die Zeiten der Wärmeerzeugung und des -verbrauchs voneinander, was die Gesamteffizienz der Anlage erhöht.

Das Wärmepumpen-Hybridsystem ist für eine Erweiterung mit zusätzlichen Komponenten vorbereitet, so lässt sich auch nachträglich jederzeit eine Photovoltaikanlage integrieren.

„Als wir uns über ein neues Heizsystem informiert haben, ging es auch um den Platzbedarf der Geräte“, erklärt Esther Gros. „Die neue Anlage durfte nicht mehr Stellfläche brauchen als die bisherige, weil wir nur einen recht kleinen Kellerraum zur Verfügung haben.“

Mit dem kompakten Wärmepumpen-Hybridsystem allerdings kein Problem: Wie schon der bisherige Speicher steht nur der bivalente Warmwasserspeicher in einem Nebenraum. Alle weiteren Komponenten wie der bodenstehende Brennwertkessel, der Hybridmanager, die Hybridhydraulikgruppe und die Solarstation Logasol KS befinden sich im Kellerraum und die Wärmepumpe ohnehin im Freien.

Luftwärmepumpe ist leiser als ein Kühlschrank

Nach den ersten Monaten in Betrieb ist Familie Gros mit der Wärmepumpen-Hybridlösung rundum zufrieden. „Das Hybridsystem bietet einen ebenso guten Warmwasserkomfort wie eine reine Brennwertheizung und ist dabei nachhaltiger. Wir sparen erheblich beim Ölverbrauch, dadurch konnten wir unsere Energiekosten senken“, freut sich Frederic Gros.

Im Betrieb bleiben die modernen Wärmeerzeuger unauffällig, weil Heizkessel und Wärmepumpe sehr leise arbeiten – genau richtig für die ruhige Wohngegend. Insbesondere die Wärmepumpe ist kaum wahrzunehmen: Der Schalldruckpegel der WLW MB A H beträgt in drei Metern Entfernung bei freier Aufstellung (mindestens drei Meter Abstand zur Wand) nachts nur 30 dB. Zum Vergleich: Das Betriebsgeräusch eines Kühlschranks entspricht rund 40 dB.

Die Investition in die neue Heiztechnik macht sich für die Familie aus einem weiteren Grund bezahlt: Das Wärmepumpen-Hybridsystem erfüllt schon jetzt die 65 %-Anforderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) an erneuerbare Energien. Damit ist es absolut zukunftssicher. Um spätestens 2045 klimaneutral zu heizen, beispielsweise ausschließlich per Wärmepumpe und Solarthermie, sind nur noch überschaubare Maßnahmen erforderlich, etwa ein Tausch einzelner Heizkörper.

Wärmepumpe-Projekt von Buderus

Buderus

Steckbrief
Projektnummer:
3854
Objekt:
Einfamilienhaus Bj. 1972
Ort:
Wetzlar
Hersteller:
Buderus 7 kW Luft/Wasser-Wärmepumpe WLW MB A H, 19 kW Öl-Brennwertkessel Logano plus KB195i-BZ und Solarthermieanlage
Thermisch Heizleistung:
7,00 kW
Baujahr:
2023


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Projektnummer:
3854
Objekt:
Einfamilienhaus Bj. 1972
Ort:
Wetzlar
Hersteller:
Buderus 7 kW Luft/Wasser-Wärmepumpe WLW MB A H, 19 kW Öl-Brennwertkessel Logano plus KB195i-BZ und Solarthermieanlage
Thermisch Heizleistung:
7,00 kW
Baujahr:
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