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Sieger beim Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2020 in der Kategorie "Gewerbliche Bauten – Neubauten" (Foto: elobau)

Leutkirch: Unternehmen nutzt Solarenergie

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Gemeinsam mit den F64 Architekten entwickelte das Produktionsunternehmen elobau die 5.700 m2 umfassende Vergrößerung seines Werks II. Ebenso wie die letzten drei Neubauten von elobau ist auch dieses Gebäude ein Plusenergie-Gebäude, das mehr Energie erzeugt als es benötigt. Die Anfertigung mit Tragwerk aus Fichte und Baubuche wurde von Bundesministern Julia Klöckner beim Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2020 zum Sieger in der Kategorie „Gewerbliche Bauten – Neubauten“ erklärt. Im September 2021 folgte mit dem Bundespreis "UMWELT & BAUEN" eine weitere Auszeichnung. Das Gebäude wurde den unternehmenseigenen Grundsätzen von „Elobau goes green“ entsprechend als Plusenergiehaus in Holzbauweise konstruiert.

Sonne und Regen effektiv nutzen

Die für den Betrieb notwendige elektrische Energie gewähren Photovoltaikanlagen auf allen Dächern. Infrastrukturell wurde der Neubau an den Bestand angeknüpft. Die Erweiterung des Werks II verlief in zwei Bauabschnitten (BA 3 und BA 4) und umfasst knapp 5.700 m2. Nach Realisierung eines weiteren Bauabschnitts wird der Ausbau im Endzustand ca. 8.000 m2 Fläche implizieren.

Neben des Regenwasserrückhalts durch die Dachbegrünung erfolgt die Regenentwässerung mittels einer Retentionsmulde, die als wechselfeuchtes ⁠Biotop⁠ ausgestaltet wurde.

Vielseitiger Baukörper

Der Bauabschnitt BA 3 ist auf dem Grundstück neben dem Bestand errichtet und mittels eines Verbindungsgangs an diesen angefügt worden. Hierfür wurde die Gebäudekante vom Werk II aufgenommen. Der Bauabschnitt BA 4 verlängert nach einem Versatz die Erweiterung auf letztlich 75 Meter. Der Baukörper ist charakterisiert durch sieben Sägezahndächer, die einheitlich in einem Raster von ca. 12,5 Metern angeordnet sind.

Energie sparen durch natürliche Belichtung

Durch installierte Oberlichter mit nördlicher Ausrichtung wird das Tageslicht optimal genutzt und die naturbelassene Belichtung verbessert. Die Spannweite und daraus folgend der Stützenabstand beträgt gleichermaßen 12,5 Meter.

An der Nordseite begünstigen großzügige Fenster, dass möglichst viel Licht das Gebäude erreicht, ohne dabei die Mitarbeiter zu blenden und den Innenraum aufzuheizen. Für weitere Helligkeit kommen weiße, reflektierende Paneele auf dem Dach zum Einsatz, welche die Sonnenstrahlen an die Hallendecke tragen.

Das natürliche Licht wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter aus, sondern führt auch zu einer Reduktion der Nutzung von künstlichen Lichtquellen. Folglich wird weniger Energie benötigt.

Bei der Konstruktion des Tragwerks in Form von klar nachvollziehbar konzipierten Fachwerkträgern wurden Bauteile aus Buche mit klassischen Nadelholzprodukten vereint. Durch die Kombination mit den hell beschichteten Akustikpaneelen der Dachuntersicht ergeben sich helle, einladende Arbeitsräume.

Ein flexibles Trennwandsystems separiert den Bürobereich akustisch von den Produktionsbereichen. Die kleinteilig strukturierte Fassadenbekleidung mit Holzschindeln bildet einen interessanten Kontrast zur klaren Geometrie der Gesamtanlage.

Energiewende funktioniert auch in der Industrie

Das Unternehmen elobau mit Sitz in Leutkirch im Allgäu ist ein weltweit agierender Produzent von berührungsloser Sensortechnik, Füllstandsmessung und Bedienelementen für den Maschinen- und Anlagenbau sowie mobiler Arbeitsmaschinen. Mit mehr als 950 Mitarbeitern hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, umweltfreundliche Konventionen anzubieten.

Schlussendlich zeigt das Projekt, wie auch Industriegebäude in Holzbauweise realisiert werden können. Deartige Bauvorhaben verlangen nach einem Bauherren, der das Streben nach einem nachhaltigen Gewerbebetrieb auch bei der Planung, Erstellung und den laufenden Arbeitsprozessen in seinem Produktionsgebäude realisiert.

Steckbrief
Projektnummer:
2735
Objekt:
Produktionszentrum
Ort:
Leutkirch im Allgäu
Beteiligte Unternehmen:
F64 Architekten, grimelo GmbH & Co. KG, Baron Landschaftsarchitekt, Ingenieurbüro Ulrich, Helber + Ruf, Ingenieurbüro Pfähler & Rühl, Ingenieurbüro Sulzer, Transsolar
Größe/ Fläche Photovoltaik-Anlage:
3.040,00 m2
Quelle:
Das Unternehmen elobau


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Größe/ Fläche Photovoltaik-Anlage:
3.040,00 m2
Quelle:
Das Unternehmen elobau
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