Am 20. September 2021 machten sich Harald Gründel, Projektleiter der Avacon Natur (links), und Nachhaltigkeitsdezernent Markus Moßmann ein Bild von der Test-Erdwärmebohrung. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Am 20. September 2021 machten sich Harald Gründel, Projektleiter der Avacon Natur (links), und Nachhaltigkeitsdezernent Markus Moßmann ein Bild von der Test-Erdwärmebohrung. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Lüneburg: Erdwärme-Wärmepumpen für den Wienebütteler Weg

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Das Stadtquartier Am Wienebütteler Weg in Lüneburg soll mit erneuerbarer Wärme CO2-neutral versorgt werden. Dazu wird Erdwärme genutzt, die dann mit einer Wärmepumpe im Haus für wohlige Wärme zu günstigsten Heizkosten sorgt. Dazu wurden im September 2021 die Bohrungen gestartet.

Geothermie bezeichnet allgemein die Wärmegewinnung aus oberflächennahen oder tiefen Erdschichten und zählt damit zu den erneuerbaren Energien. Im Gegensatz zur Wind- und Sonnenenergie, die in der Öffentlichkeit häufig diskutiert werden, wird die regenerative Energieerzeugung aus dem Erdreich immer beliebter.

Auch das künftige Quartier Am Wienebütteler Weg in Lüneburg soll von solch einem smarten Erdwärmenetz profitieren, das die aktuell geplanten rund 360 Wohneinheiten größtenteils mit Erdwärme aus oberflächennahen Schichten versorgt. Ergänzend sollen auch weitere erneuerbare Energien wie beispielsweise Solarthermie und Photovoltaik hinzukommen.

Zentrale sowie dezentrale Wärmepumpen in den Gebäuden arbeiten Hand in Hand und sorgen für ein intelligentes Wärmenetz in Lüneburg, bei dem die Konsumenten ebenso Produzenten sein können. Die innerhalb des Quartiers zur Verfügung stehenden Energien werden somit effizient vor Ort genutzt.

Das wirkt sich auch positiv auf die Energiekosten aus, die sich am Strompreis orientieren und dank null Emissionen keinen zusätzlichen CO2-Preis beinhalten. Noch ein Vorteil: Im Gegensatz zu klassischen Wärmenetzen hat dieses Netz ein wesentlich niedrigeres Temperaturniveau und dadurch geringere Energieverluste. Außerdem können die Wohngebäude mittels kühlerer Erdtemperatur im Sommer gleichzeitig, z. B. über die Fußbodenheizung, gekühlt werden.

„Mit dem Quartier wollen wir als Stadt ein Zeichen setzen und zeigen, wie klimafreundliches Wohnen in Zukunft aussehen – und gleichzeitig sozial und wirtschaftlich sein – kann. Ein wichtiger Bestandteil des Bebauungsplans war folglich, die Verbrennung von festen Brennstoffen wie Kohle, Holz oder Briketts zur Reduzierung der Luftschadstoffe gänzlich auszuschließen und die höchstmögliche Quote an erneuerbaren Energien anzustreben“, betonte Oberbürgermeister Ulrich Mädge zum Start der Erdwärmebohrungen.

Wieviel Wärme im Bereich des geplanten Baugebiets genau aus dem Erdreich gewonnen werden kann, prüft Avacon nun mit Probemessungen. Nach etwa drei Wochen sind diese geothermischen Untersuchungen inklusive Auf- und Abbau auf dem Baugebiet Am Wienebütteler Weg abgeschlossen.

Der Energieversorger Avacon sieht darin einen weiteren wichtigen Schritt zur CO2-freien Energieversorgung in Lüneburg: „Klimafreundlicher geht es aktuell kaum, was die zentrale Wärmeversorgung eines Wohngebiets angeht – also genau das, was ein Zukunftsprojekt wie Wienebüttel braucht“, so Harald Gründel, Projektleiter der Avacon Natur.

Steckbrief
Projektnummer:
2758
Objekt:
Neubaugebiet
Ort:
Lüneburg
Beteiligte Unternehmen:
Avacon Natur
Baujahr:
2021
Quelle:
Hansestadt Lüneburg


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Quelle:
Hansestadt Lüneburg
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