Hier sehen Sie das Museum-Brandhorst in München

Das Museum-Brandhorst in München nutzt Grundwasserwärme (Foto: Andreas Lechtape / Museum Brandhorst)

Museum Brandhorst: Grundwasser-Wärmepumpen sorgen für gutes Klima

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Das Museum Brandhorst im Kunstareal in der Maxvorstadt in München beherbergt die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst für moderne und zeitgenössische Kunst. Das Gebäude befindet sich nördlich im Anschluss an das Türkentor und die Pinakothek der Moderne. Im am 18. Mai 2009 eröffnete Museumsneubau werden durch Wärmepumpen, die Energienutzung des im Kunstareal bis zu 23 Grad Celsius angewärmten Grundwassers mittels Wärmetauschern und die Bauteilaktivierung Energie und CO2 eingespart.

Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Sauerbruch-Hutton, das den Auftrag nach einem europaweiten Wettbewerb erhalten hat. Unter Berücksichtigung der städtebaulichen Vorgaben wurde durch den Museumsneubau die ehemals vorhandene Blockrandbebauung des Areals wieder hergestellt. Das Gebäude ist linear strukturiert mit besonderer Betonung des Eingangsbereiches durch einen höhenmäßig akzentuierten Kopfbau. Der 3.200 m2 große Ausstellungsbereich verteilt sich auf drei Geschossebenen und bietet für die Exponate Räume mit unterschiedlichen Raumzuschnitten und Lichtbedingungen.

Durch den Einsatz von Grundwasserwärmepumpen im Winter zur Beheizung und im Sommer zur Kühlung können Heiz- und Kühlkosten reduziert werden. Dies führt zudem zu einer Senkung der hohen Grundwassertemperatur im Unterlauf und einer sehr guten Leistungsziffern der Wärmepumpen auf Grund der hohen Grundwassertemperaturen im Oberlauf und des günstigeren Temperaturniveaus durch die Bauteilaktivierung. Im Sommer ist kein Wärmebezug nötig, da im Entfeuchtungsfall die Nacherhitzung der Außenluft durch die Abwärmenutzung der Kältemaschinen gewährleistet werden kann. Dadurch ergibt sich eine geringere Belastung der Umwelt durch ungenutzte Abwärme.

So ergibt sich eine Betriebskosteneinsparung gegenüber konventionellem Museumsbau in Größenordnung von 10-20 % und damit verbundene CO2-Reduzierung von rund 300 Tonnen pro Jahr. Durch den Einsatz von Wärmepumpen kann der Wärmebedarf zu über 80 % aus regenerativer Grundwasserwärme gedeckt werden.

Steckbrief
Projektnummer:
2269
Objekt:
Museum für moderne und zeitgenössische Kunst
Ort:
München
Beteiligte Unternehmen:
Sauerbruch Hutton Generalplanungsgesellschaft mbH (Berlin), Adelheid Gräfin Schönborn (München), Ingenieurbüro für Bauwesen Herbert Fink (Berlin), Zibell Willner und Partner (Berlin), Arup Lighting (London), Ingenieurbüro Robert Ottitsch (München)
Baujahr:
2009


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Steckbrief
Projektnummer:
2269
Objekt:
Museum für moderne und zeitgenössische Kunst
Ort:
München
Beteiligte Unternehmen:
Sauerbruch Hutton Generalplanungsgesellschaft mbH (Berlin), Adelheid Gräfin Schönborn (München), Ingenieurbüro für Bauwesen Herbert Fink (Berlin), Zibell Willner und Partner (Berlin), Arup Lighting (London), Ingenieurbüro Robert Ottitsch (München)
Baujahr:
2009
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