So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot
Heizwerk Bergedorf-West - Perspektive in Richtung Wohnkomplex. (Visualisierung: Hamburger Energiewerke)
Ab 2025 wird die Energiezentrale in Hamburgs Stadtteil Bergedorf durch die Hamburger Energiewerke betrieben. Dadurch erhält das SAGA-Quartier Bergedorf-West, welches rund 2.600 Wohnungen umfassen wird, eine CO2-reduzierte Wärmeversorgung mittels elektrischer Wärmepumpen.
Mit dem Bau der neuen Großwärmepumpe am Standort des Heizwerks Bergedorf-West entsteht in Hamburg bis Ende 2026 eine weitere, moderne Wärmeerzeugung, eine der größten dieser Art in einem Hamburger Wohnquartier. Erste Arbeiten begannen im Herbst 2025.
Das technische Konzept sieht eine Wärmeversorgung aus mindestens 70 % Erneuerbaren Energien vor. Während die Wärme gegenwärtig von drei Gaskesseln und in den Sommermonaten zusätzlich von zwei gasbetriebenen Blockheizkraftwerken der benachbarten Erzeugungsanlage Allermöhe geliefert wird, beinhaltet die neue Anlage gleich mehrere Erzeugungstechnologien.
Um den Energiebedarf der Quartiersbewohner zu decken, wird künftig der Großteil der erneuerbaren Umweltwärme durch Luftkühler aus der Luft entnommen. Durch den Einsatz elektrischer Wärmepumpen lässt sich das Temperaturniveau der Außenluft auf das des angebundenen Nahwärmenetzes auf etwa 70° C anheben.
In Bergedorf-West errichten die Hamburger Energiewerke eine neue Luft-Wärmepumpe mit vier Megawatt thermischer Leistung. Sie nutzt lokale Umweltwärme und verdrängt auf diese Weise fossile Energieträger in der Wärmeerzeugung.
Für die Kundinnen und Kunden der Hamburger Energiewerke heißt das: Ihre Wärme erfüllt schon heute die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes bezüglich des Anteils erneuerbarer Energien ab 2030. Die Hamburger Energiewerke planen, bauen und betreiben die neue Anlage – Warmwasser und Heizwärme fließen zuverlässig weiter.
Die neue Luft-Wärmepumpe wird in einem neuen Technikgebäude errichtet, das direkt an das heutige Anlagengelände des Heizwerks angrenzt. Die dazugehörigen Luftkühler werden platzsparend auf den Dächern von neu errichteten Garagen installiert.
Die neue Wärmepumpen-Anlage senkt den Ausstoß an CO2-Emissionen um jährlich rund 2.000 Tonnen. Ein umfassendes Schallschutzkonzept reduziert die Lärmemissionen gegenüber dem bisherigen Heizwerk-Betrieb.
Die Luft-Wärmepumpe gewinnt mittels der Luftkühler Wärme aus der Umgebungsluft – sogar bei niedrigen Temperaturen. Ein Ventilator saugt die Umgebungsluft an und leitet sie zu einem Verdampfer, in dem ein flüssiges Kältemittel zirkuliert. Dieses nimmt die Wärme auf und wird dadurch gasförmig.
Ein Verdichter komprimiert das Gas mittels elektrischer Energie, wodurch sich die Temperatur erhöht. Das so erhitzte Kältemittel gibt seine Wärme an einen Verflüssiger weiter. Dieser gibt die Wärme an den Heizkreislauf ab.
Das Kältemittel kühlt ab und wird wieder flüssig. Anschließend verliert es durch ein Expansionsventil seinen Druck und der Kreislauf beginnt erneut.
Die Wärmepumpe nutzt die in der Umgebungsluft gespeicherte Energie besonders effizient: Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt sie bis zu 3,2 Kilowattstunden Wärme.
Die HEnW gewährleisten die Wärmeversorgung bei Verbrauchsspitzen an besonders kalten Tagen oder bei Ausfallzeiten der Wärmepumpe durch den Einsatz von Gaskesseln.
| Leistung der Wärmepumpe: | 4 Megawatt thermisch (MWth) |
| Vollbenutzungsstunden: | zirka 5.000 |
| CO₂-Einsparung: | ca. 2.000 Tonnen jährlich |
| Versorgungsleistung: | 2.600 Wohneinheiten und zirka 200 Gewerbeeinheiten |
| Netzlänge: | 3,8 Kilometer |
| Geplanter Baubeginn: | Herbst 2025 |
| Geplante Inbetriebnahme: | Ende 2026 |
Als weitere Umweltwärmequelle dient oberflächennahe Geothermie. Hierbei wird das thermische Potenzial des Erdreichs mittels Erdwärmesonden aus ca. 50 Metern Tiefe angewandt. Um die Energiegewinne zur Gebäudeversorgung nutzen zu können, passt auch hier eine Wärmepumpe das Temperaturniveau an.
Dank dem Wechsel auf Erneuerbare Energien können künftig bis zu 2,7 MW grüne Wärme erzeugt werden. Der übrige Wärmebedarf wird durch die modernisierten Blockheizkraftwerke Allermöhe und die Gaskesselanlage gedeckt.
Mit der neuen Wärmeversorgung wird das Quartier gleichzeitig auch ökologisch aufgewertet: Die Hamburger Energiewerke pflanzen 42 neue Bäume, entsiegeln Flächen und legen Gründächer und blühende Gehölze an. Am Ladenbeker Furtweg entstehen neue Aufenthaltsflächen mit Sitzgelegenheiten.
Durch die klimafreundliche Umgestaltung der Quartiersversorgung, unter Berücksichtigung von CO2-freiem, zertifiziertem Ökostrom, können jährlich bis zu 4.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
| Steckbrief | |
|---|---|
| Projektnummer: 3115 |
|
| Objekt: Energiezentrale in Wohnquartier |
|
| Ort: Hamburg-Bergedorf |
|
| Beteiligte Unternehmen: Hamburger Energiewerke, SAGA Unternehmensgruppe |
|
| Thermisch Heizleistung: 4.000,00 kW |
|
| Produzierte kWh thermisch pro Jahr: 2.700,00 kWh |
|
| Eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr: 2.000,00 |
|
| Baujahr: 2025 |
| Steckbrief | |
|---|---|
| Projektnummer: 3115 |
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| Objekt: Energiezentrale in Wohnquartier |
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| Ort: Hamburg-Bergedorf |
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| Beteiligte Unternehmen: Hamburger Energiewerke, SAGA Unternehmensgruppe |
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| Thermisch Heizleistung: 4.000,00 kW |
|
| Produzierte kWh thermisch pro Jahr: 2.700,00 kWh |
|
| Eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr: 2.000,00 |
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| Baujahr: 2025 |