Hier sehen Sie die Auf- und Abfahrten der B27

Der Blick von oben zeigt die beiden mit Gras und Gestrüpp bewachsenen Flächen neben der Bundesstraße B27 (Foto: swt / Metz)

Startschuss für bislang größten Solarpark in Tübingen

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In Tübingen wird in den sogenannten „Lustnauer Ohren“, den Flächen in der Mitte der kreisförmigen Auf- und Abfahrten zur viel befahrenen B27, die erste Solarfreiflächenanlage der Stadt errichtet. Das Projekt trägt den Namen Solarpark Lustnau. Tübingen ist damit seinem Ziel, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden, ein ganzes Stück nähergekommen. Eine Inbetriebnahme der Solaranlage ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Bau der Solaranlage nicht ohne Herausforderungen

Von Anfang an war das Projekt allerdings vor Hürden gestellt. Beispielsweise musste eine Ausnahme vom Anbauverbot nach dem Fernstraßengesetz eingeholt werden, damit die Fläche, welche von Straßen eingeschlossen ist, bebaut werden darf. Die Universitätsstadt Tübingen und die Bundesstraßenverwaltung zeigten sich glücklicherweise kooperationsbereit und stellten die Flächen für den Bau der Solaranlage zur Verfügung. Eine andere Herausforderung wird der Bau der Anlage ohne Einschränkungen im Straßenverkehr sein. Denn es werden Leitungen unterhalb der Straße verlegt werden müssen.

Die Stadtwerke Tübingen äußern sich trotzdem optimistisch. Im ersten Arbeitsschritt muss die Fläche, auf der die Anlage entstehen soll, gerodet werden. Die Stadtwerke versuchen dabei, so viele Bäume wir möglich zu erhalten. Als Kompensation für die gefällten Bäume wird der Auwald am Neckar nahe des Wasserkraftwerks erweitert und um weitere Bäume ergänzt.

Photovoltaik ist Beitrag zur Klimaneutralität Tübingens

Mit einer Modulfläche von insgesamt 5.400 m2 und einer installierten Leistung von mehr als einem Megawatt schafft es der Solarpark Lustnau in Zukunft über 500 durchschnittliche Privathaushalte mit nachhaltig produziertem Strom zu versorgen. Insgesamt beläuft sich der erwartete Stromertrag auf 1.157 MWh.

Zwar kommt Tübingen seinem Klimaneutralitätsziel damit ein ganzes Stück näher, allerdings müsste die Stadt, um bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden, zehn solcher Anlagen bauen. Dennoch ist es ein großer Schritt in die richtige Richtung, und das ganz ohne EEG-Förderung. Der Solarpark in Tübingen soll sich selbst tragen, indem der erzeugte Strom ins Netz eingespeist und an die Ökostrom-Kunden verkauft wird.

Die Anfangsinvestition beläuft sich auf 800.000 €. Die Anlage entsteht in einer Kooperation der Stadtwerke, der BayWa r.e. und der Universitätsstadt Tübingen.

Steckbrief
Projektnummer:
2971
Objekt:
Solarfreiflächenanlage
Ort:
Tübingen
Beteiligte Unternehmen:
Stadtwerke Tübingen, BayWa r.e.
Größe/ Fläche Photovoltaik-Anlage:
5.400,00 m2
Produzierte kWh elektrisch pro Jahr:
1.157.000,00 kWh
Eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr:
725,44
Baujahr:
2022
Quelle:
Pressemitteilung Stadtwerke Tübingen


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Steckbrief
Projektnummer:
2971
Objekt:
Solarfreiflächenanlage
Ort:
Tübingen
Beteiligte Unternehmen:
Stadtwerke Tübingen, BayWa r.e.
Größe/ Fläche Photovoltaik-Anlage:
5.400,00 m2
Produzierte kWh elektrisch pro Jahr:
1.157.000,00 kWh
Eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr:
725,44
Baujahr:
2022
Quelle:
Pressemitteilung Stadtwerke Tübingen
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