So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot
Eine 25 Tonnen schwere Großwärmepumpe wird im Mai 2025 mithilfe eines Großkrans auf das Dach des Stadtzentrums Schenefeld gehoben. Die Anlage ist ein zentrales Element des neuen, klimafreundlichen Wärmekonzepts von HanseWerk Natur. (Foto: HanseWerk-Gruppe)
Am 26. November 2025 nahm HanseWerk Natur eine Großwärmepumpe auf dem Dach des Stadtzentrums Schenefeld in Betrieb. Die Anlage ist zentraler Bestandteil eines neuen, integrativen Wärmeerzeugungskonzepts und ersetzt schrittweise eine zuvor rein erdgasbasierte Wärmeversorgung.
Ziel des Projekts ist die Reduktion von CO₂-Emissionen, die Erhöhung der Versorgungssicherheit sowie die langfristige Dekarbonisierung der lokalen Wärmeversorgung vor den Toren Hamburgs.
Die neue Luftwärmepumpe erreicht eine thermische Leistung, die in etwa der von rund 100 kleinen Wärmepumpen für Einfamilienhäuser entspricht. Durch die Umstellung können jährlich rund 394 Tonnen CO2 eingespart werden.
Die installierte Großwärmepumpe nutzt Umgebungsluft als erneuerbare Energiequelle. Über einen thermodynamischen Prozess wird der Luft Wärme entzogen und auf ein für die Wärmeversorgung nutzbares Temperaturniveau angehoben.
Der Einsatz von Luft als Wärmequelle ist besonders sinnvoll, da sie lokal verfügbar ist, keine Brennstoffe benötigt und ganzjährig genutzt werden kann. Dadurch wird die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und globalen Energiemärkten deutlich reduziert.
Großwärmepumpen eignen sich insbesondere für den Einsatz in Nah- und Fernwärmenetzen, da sie hohe Wärmemengen effizient bereitstellen können und gut mit anderen Erzeugungstechnologien kombinierbar sind.
Die Wärmepumpe ist Teil eines hybriden Systems, das zusätzlich aus einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW) und einem Elektrokessel besteht.
Die Kombination dieser Technologien erlaubt einen wirtschaftlich und technisch optimierten Betrieb, da je nach Wärmebedarf, Strompreissituation und Anlagenverfügbarkeit die jeweils effizienteste Erzeugungseinheit eingesetzt werden kann.
Für die Errichtung der neuen Großwärmepumpe im Stadtzentrum Schenefeld im Mai 2025 war eine sorgfältige Logistik und technische Vorbereitung erforderlich, da es sich um eine besonders große und schwere Anlage handelt.
Die Wärmepumpe selbst wiegt 25 Tonnen und hat eine Abmessung von etwa 12 × 3 Metern. Damit zählt sie zu den größten luftbasierten Wärmepumpen, die HanseWerk Natur bislang betrieben hat.
Die Komponenten – darunter nicht nur die Wärmepumpe selbst, sondern auch zugehörige Rückkühler – wurden zunächst zur Baustelle transportiert. Aufgrund ihrer Größe und Masse erforderte dies eine logistisch koordinierte Anlieferung mit Spezialtransportern. In solchen Fällen muss der Transportweg im Vorfeld geprüft werden, um beispielsweise enge Straßen, Brückenlasten und zulässige Achslasten zu berücksichtigen.
Vor Ort wurde ein 220-Tonnen-Kran eingesetzt, um die schweren Komponenten auf das Dach des Einkaufszentrums zu heben. Dieser Kran war leistungsstark genug, um die 25-Tonnen-Wärmepumpe und zusätzliche Anlagen wie die Rückkühler sicher anzuheben und millimetergenau zu platzieren.
Der Hub mit dem großen Kran markierte einen Meilenstein in der Umbauphase der Energiezentrale, da mit der fixierten Position der Wärmepumpe der nächste Schritt der technischen Installation und der Anschlussarbeiten beginnen konnte.
Durch diese vorbereitenden Arbeiten konnten die Komponenten rechtzeitig vor der neuen Heizperiode im Herbst 2025 installiert werden, sodass ein planmäßiger Übergang vom alten erdgasbasierten System auf das neue, integrative Energiekonzept möglich wurde.
Das Stadtzentrum Schenefeld bezieht jährlich rund 4,7 GWh Wärme aus der Energiezentrale von HanseWerk Natur. Zusätzlich ist es an das Verbundnetz West angebunden, über das weitere Kunden im Hamburger Westen mit Nahwärme versorgt werden.
Aus der Anlage in Schenefeld können jährlich bis zu 5,4 GWh Wärme in das Verbundnetz West eingespeist werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass das Stadtzentrum Schenefeld bei Bedarf bis zu 0,2 GWh Wärme pro Jahr aus dem Verbundnetz bezieht.
Diese bidirektionale Anbindung erhöht die Versorgungssicherheit und ermöglicht einen effizienten Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch.
Das integrierte System aus Großwärmepumpe und Blockheizkraftwerk wird über das Bundesprogramm „Innovative KWK-Systeme“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Die Förderung unterstützt den Einsatz effizienter und klimafreundlicher Technologien in der Wärmeversorgung und erleichtert deren wirtschaftliche Umsetzung.
Schenefeld ist eines von mehr als 120 Wärmenetzen von HanseWerk Natur, die schrittweise dekarbonisiert werden. Großwärmepumpen spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie bestehende, erdgasbasierte Wärmeerzeugung ersetzen können und gleichzeitig regionale sowie erneuerbare Energiequellen nutzen. Das Projekt in Schenefeld dient somit als Referenz für zukünftige Umstellungen in weiteren Kommunen.
| Steckbrief | |
|---|---|
| Projektnummer: 3934 |
|
| Objekt: Einkaufszentrum |
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| Ort: Schenefeld |
|
| Beteiligte Unternehmen: HanseWerk |
|
| Eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr: 394,00 |
|
| Baujahr: 2025 |
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| Projektnummer: 3934 |
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| Objekt: Einkaufszentrum |
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| Ort: Schenefeld |
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| Beteiligte Unternehmen: HanseWerk |
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| Eingesparte Tonnen CO2 pro Jahr: 394,00 |
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| Baujahr: 2025 |