So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot

Von Öl über Gas zur nachhaltigen Wärmepumpentechnik: Der dreiflügelige 5-geschosser rechts vorn steht fast schon exemplarisch dafür, wie sich die Heiztechnik in den vergangenen mehr als 60 Jahren verändert hat. (Foto: © Vaillant)

Wohnblock von 1968 setzt auf Luftwärmepumpen-Kaskade statt Fernwärme

In Bad Schwartau stand 2024 eine Wohnungseigentümergemeinschaft eines fünfgeschossigen Mehrfamilienhauses vor der Entscheidung: Welche Wärmeversorgung soll es in Zukunft sein? Der atmosphärische 150-kW-Gaskessel musste ausgetauscht werden.

Auf der Suche nach einer langfristig wirtschaftlichen Lösung, auch in Hinblick auf die perspektivische Entwicklung der Verbrauchskosten für CO2-bepreistes Gas, rechneten die Verantwortlichen unterschiedliche Anlagenvarianten durch.

Die Wahl fiel auf eine Kaskade mit drei Luft/Wasser-Wärmepumpen vom Typ aroTHERM plus mit je 10 kW Leistung sowie zur Absicherung der Warmwasserbereitung einen Spitzenlastkessel vom Typ ecoTEC plus mit 63 kW.

Eigentümergemeinschaft entschied sich frühzeitig für unabhängige Heizwärme-Versorgung

Das Gebäude liegt in einer Siedlung, die ursprünglich über ein Nahwärmekonzept versorgt wurde. Die große, ölbefeuerte Heizzentrale lag im 5-Geschosser selbst. Von dort aus wurden rund 70 Wohneinheiten in der Nachbarschaft mitversorgt.

„In der kalten Jahreszeit stand manchmal alle drei Wochen der Tankwagen mit einer neuen Öllieferung in unserer Straße!“, erinnern sich die Bewohner. Nach Auflösung des Nahwärmenetzes vor rund 30 Jahren hat das Haus auf Gas umgestellt.

„Die meisten anderen Hauseigentümer in der Nachbarschaft haben sich damals anders entschieden und an Fernwärme anschließen lassen“, erinnert sich Walter Neundorf. „Unsere Eigentümergemeinschaft aber wollte schon immer unabhängig sein.“

Wie richtig diese Entscheidung war, zeigten laut Neundorf die Energiepreise: „Während wir nur 7,3 Cent pro Kilowattstunde Gas bezahlen mussten, wurden für die Fernwärme in den Häusern nebenan schon 15 bis 16 Cent aufgerufen.“ Ähnlich zukunftssicher sollte deswegen auch der jetzt notwendige Heizungstausch sein.

Vollwärmeschutz, aber ohne Dachsanierung und ohne Fenstertausch

Das 1.393 m2 (Gebäudenutzfläche (AN)) große Gebäude in der Ludwig-Jahn-Straße stammt aus den späten 1960er-Jahren und ist Teil einer städtebaulich gemischten Siedlung mit Reihenhäusern, Schulstandorten und Geschosswohnungsbau.

Der 5-Geschosser gliedert sich in drei Flügel mit insgesamt 20 Wohneinheiten. Mit seiner ursprünglichen Ölheizzentrale war das Gebäude jahrzehntelang infrastruktureller Mittelpunkt der Nachbarschaft.

Vor rund 15 Jahren hat das Gebäude einen Vollwärmeschutz bekommen. Aber ohne Dachsanierung und ohne Fenstertausch. „Technisch“, sagt Fachhandwerker Henrik Behnke von Behnke Haustechnik aus Ahrensbök, der die Heizungsumstellung begleitete, „wurde die nun realisierte Umrüstung der Heizungsanlage von Gas auf eine Wärmepumpenlösung insofern etwas erleichtert.“

Das Verteilnetz wurde bei der aktuellen Sanierung komplett modernisiert. Dabei wurde neben den technischen Anforderungen auch der optische Anspruch berücksichtigt: „Eine schöne Heiztechnik braucht eben auch einen entsprechenden Rahmen“, so Verwalter Frank Sigmund.

Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichen Jahresarbeitszahl von 4,0

Die installierte Wärmepumpenkaskade besteht aus drei aroTHERM plus Luft/Wasser-Wärmepumpen, ergänzt durch zwei Multifunktions-Pufferspeicher allSTOR plus mit 800 und 1.000 Litern Volumen, um die regenerativ erzeugte Wärme zu puffern.

Die Trinkwasserbereitung erfolgt über zwei Trinkwasserstationen vom Typ aguaFLOW exclusiv, die in Kombination mit vier neuen Zirkulationssträngen den Erhalt der Trinkwasserhygiene garantieren.

Da viele Heizkörper in den Wohnungen bereits durch kompaktere Modelle ersetzt worden waren, ließ sich die Vorlauftemperatur nicht ohne Weiteres absenken. Ein hydraulischer Abgleich sowie der Austausch von über 100 Ventilen sorgten jedoch für den nötigen Ausgleich im System. Heute reicht eine Spreizung von 55/48 °C – mit einer Jahresarbeitszahl von 4,0 nach dem ersten Winter.

Als Backup für Spitzenlastzeiten wurde ein Gas-Brennwertgerät vom Typ ecoTEC plus (63 kW Leistung) installiert. „Gebraucht wurde das bislang aber nicht“, hält Beiratsvorstand Neundorf nach. Vielleicht auch, weil der Warmwasserbedarf in dem Hochhaus mit lediglich einem Kubikmeter pro Tag außergewöhnlich gering ist.

Fachhandwerker Henrik Behnke erklärt: „Mit dem Gas-Brennwertgerät steht eine Reserve zur Verfügung, die Spitzenlasten abfangen kann, ohne die Leistungszahl der Wärmepumpen selbst zu beeinträchtigen.“

Kosten-Nutzen-Analyse: Wärmepumpenlösungen langfristig wesentlich günstiger

Walter Neundorf zieht nach einem halben Jahr Betriebszeit eine positive Bilanz der Wärmepumpen im Mehrfamilienhaus: „Die Investition in Höhe von rund 125.000 Euro, inklusive aller Umfeldmaßnahmen, abzüglich Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lag zwar deutlich über den Kosten für einen Fernwärmeanschluss.

Auf 20 Jahre Nutzungsdauer gerechnet ist die nachhaltige Wärmepumpenlösungen jedoch wesentlich günstiger. Zudem sind wir unabhängig von der Preispolitik zentraler Versorger. Wir können also langfristig verlässlicher kalkulieren, da wir nicht mit unvorhersehbaren Kostensprüngen für Energie rechnen müssen.“

Bereits zu Beginn war klar, dass die Entscheidung für erneuerbare Energien mit höheren Investitionen verbunden sein würde. „Dem gegenüber aber sahen wir die attraktiven Förderkonditionen, die uns die Entscheidung deutlich erleichtert haben“, so Neundorf.

Die Kombination aus 35 % Basisförderung und weiteren 30 % für selbst genutzten Wohnraum sorgte für erhebliche Entlastung – ebenso wie die enge Begleitung durch Handwerk und den Wärmepumpen-Hersteller Vaillant bei der Antragstellung.

Wärmepumpe-Projekt von Vaillant

Vaillant

Steckbrief
Projektnummer:
3856
Objekt:
Mehrfamilienhaus mit 20 Wohneinheiten
Ort:
Bad Schwartau
Beteiligte Unternehmen:
Behnke Haustechnik (Ahrensbök)
Hersteller:
3x Vaillant aroTHERM plus Luft/Wasser-Wärmepumpen (je 10 kW), Vaillant Gas-Brennwertgerät ecoTEC plus (63 kW) als Backup-System, 2x Zwei allSTOR plus Pufferspeicher (800 und 1.000 l), 2x Vaillant Trinkwasserstation aguaFLOW exclusiv Stationen
Thermisch Heizleistung:
30,00 kW
Baujahr:
2024


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Vaillant

Steckbrief
Projektnummer:
3856
Objekt:
Mehrfamilienhaus mit 20 Wohneinheiten
Ort:
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Beteiligte Unternehmen:
Behnke Haustechnik (Ahrensbök)
Hersteller:
3x Vaillant aroTHERM plus Luft/Wasser-Wärmepumpen (je 10 kW), Vaillant Gas-Brennwertgerät ecoTEC plus (63 kW) als Backup-System, 2x Zwei allSTOR plus Pufferspeicher (800 und 1.000 l), 2x Vaillant Trinkwasserstation aguaFLOW exclusiv Stationen
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30,00 kW
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