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Ökostrom-Erzeugung in Deutschland

Wieviel Ökostrom wird in Deutschland erzeugt? Was sagt der Begriff "Ökostrom" aus? Lohnt sich ein Wechsel zu einem Ökostromanbieter?

Ökostrom gewinnt bereits seit der Einführung des Stromeinspeisegesetzes 1990 an Bedeutung und wurde mit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ein bedeutender Bestandteil der deutschen Stromerzeugung.

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Wieviel Ökostrom wird in Deutschland erzeugt?

Ökostrom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie haben in 2011 bereits 20% des gesamten deutschen Stromverbrauchs sichergestellt. Im Jahr 2014 betrug die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland bereits 26,2 Prozent der Brutto-Stromerzeugung.

Die wichtigste regenerative Energiequelle zur Stromerzeugung ist mit einem Anteil von 10 Prozent die Windenergie: Sie lieferte 2014 mehr als 52 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil der Biomasse lag bei sieben Prozent, der von Photovoltaik bei 5,7 und der von Wasserkraft bei 3,3 Prozent.

Bis 2020 soll der Ökostrom-Anteil nach den Zielen der Bundesregierung auf mindestens 35% steigen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hält sogar einen Ökostrom-Anteil von annähernd 50% im Jahre 2020 für erreichbar.

Anteil Ökostrom
Entwicklung der installierten Leistung zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 1990 - 2011 (Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien)

Was sagt der Begriff "Ökostrom" aus?

Ökostrom ist jedoch nicht gleich Ökostrom. Denn der Begriff "Ökostrom" ist ein nicht geschützter Begriff. Allgemein versteht man hierunter Strom, der auf ökologisch vertretbare, also möglichst nachhaltige, klima- und umweltfreundliche Weise aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wurde.

Teilweise wird der Begriff Ökostrom aber auch im Zusammenhang mit Stromerzeugungssarten verwendet, die zwar nicht auf erneuerbaren Energien basieren, aber Alternativen zur fossilen und atomaren Stromerzeugung wie z.B. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (gasbetriebene Blockheizkraftwerke oder Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke) bieten.

Echter Ökostrom stammt direkt aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Biomasse oder Windkraft und Ökostrom-Anbieter investieren in den weiteren Ausbau dieser Energiequellen. Orientierung bieten hier Gütesiegel und Ökostrom Tests, auf die beim Ökostrom-Wechsel geachtet werden sollte.

Da die Ökostrom-Erzeuger die elektrische Energie allerdings in das allgemeine Stromnetz einspeisen, wird der Ökostrom Teil des allgemeinen Energiemixes. Kunden erhalten daher physikalisch nie "echten" Ökostrom, sondern immer nur einen Mix verschiedener Stromarten.

Produktion von Ökostrom nach Bundesländern

Den höchsten Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung weist Mecklenburg-Vorpommern auf, das 2014 einen Wert von über 63 Prozent erreichen konnte. Die Ökostromproduktion übersteigt dabei sogar den eigenen Verbrauch, Mecklenburg-Vorpommern kann somit seinen eigenen Verbrauch rechnerisch komplett durch regenerative Quellen decken und wurde durch die Energiewende damit zum Stromexportland.

Thüringen und Sachsen-Anhalt komplettieren das Treppchen mit Ökostrom-Anteilen von 55 bzw. 48 Prozent, danach folgen Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Während Thüringen und Rheinland-Pfalz zur Deckung des eigenen Strombedarfs zwar noch auf Importe aus anderen Ländern angewiesen sind, produzieren Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein als klassische Stromexportländer auch in der Energiewende Ökostrom über den eigenen Bedarf hinaus.

Die Windenergie macht in den meisten Ländern den größten Anteil der Ökostromproduktion aus. Aber auch Solarstrom, Bioenergie und Wasserkraft verzeichnen wichtige Anteile – beispielsweise spielt im zweitplatzierten Thüringen die Bioenergie die größte Rolle bei der Ökostromerzeugung, Bayern und Baden-Württemberg werden bislang stark von Wasserkraft und Photovoltaik geprägt.

Verteilung der Ökostrom-Erzeugung in den deutschen Bundesländern 2014 (Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien e.V.)
Verteilung der Ökostrom-Erzeugung in den deutschen Bundesländern 2014 (Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien e.V.)

Lohnt sich ein Wechsel zu einem Ökostromanbieter?

Auch in der Bevölkerung wird Ökostrom immer beliebter. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ist für viele selbstverständlich, wenngleich noch ein Großteil der Deutschen zögert, auf Ökostrom umzusteigen. Dabei ist der Wechsel zu Ökostrom nur mit geringen Mehrkosten verbunden. Laut Wuppertal Institut muss bei einem Wechsel zu Ökostrom pro Durchschnittshaushalt nur mit 25 Euro Mehrkosten pro Jahr gerechnet werden.

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"Ökostrom-Erzeugung in Deutschland" wurde am 03.08.2016 das letzte Mal aktualisiert.