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Deutschland steigert Stromexportüberschüsse um 50 Prozent

Deutschland hat im vergangenen Jahr 2013 mehr Strom an seine europäischen Nachbarn exportiert als importiert und somit einen Exportüberschuss von über 50 Prozent im Vergleich zu 2012 verzeichnet. Der monetäre Exportüberschuss beträgt damit rund 1,2 Milliarden Euro.

Grafische Darstellung der exportierten und importieren elektrische Energie Deutschlands im Jahr 2013 (Grafik: Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.)

Grafische Darstellung der exportierten und importieren elektrische Energie Deutschlands im Jahr 2013 (Grafik: Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.)

Im Jahr 2013 wurden insgesamt 77,3 Terawattstunden (TWh) Strom von Deutschland in benachbarte Länder exportiert. Da im gleichen Zeitraum aber nur 43 TWh importiert wurden, ergibt sich ein Exportüberschuss von 34,3 TWh. Das entspricht einer Steigerung um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahresüberschuss von 22,5 TWh. Laut Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) entspricht dies nach dem jeweiligen Börsenpreis der EPEX Spot einem monetären Exportüberschuss von 1,2 Milliarden (Mrd.) Euro. Der Wert des Stromexportüberschusses steigt damit um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2012 (840 Mio. Euro).

Dänemark wird zum Importland deutschen Stroms

Laut FfE waren wie bereits im Vorjahr die meisten Handelsaktivitäten mit Österreich zu verzeichnen. Hier entstand ein Exportüberschuss von 16,5 TWh, ein leichter Rückgang zu den 17,8 TWh des Vorjahres. Im Gegensatz dazu stieg der Nettoexport in die Niederlande von 15,3 TWh auf 18,0 TWh. Bei der Handelsbilanz mit Frankreich ist ein geringfügiger Anstieg von 8,8 TWh auf 9,5 TWh festzustellen. Größere Veränderungen haben sich für Dänemark ergeben: Wurden im Vorjahr noch 6,5 TWh importiert, ergibt sich für 2013 ein positiver Exportsaldo von 2,6 TWh. Damit macht die Änderung des Exportsaldos von 9,1 TWh mit Dänemark mehr als 75 % der Änderung des gesamten Exportsaldos aus. Aus Tschechien (11,6 TWh) und Polen (1,6 TWh) wird jedoch weiterhin netto importiert. Die Handelsbilanzen mit Schweden (0,0 TWh) und der Schweiz (0,8 TWh) sind nahezu ausgeglichen.

Jederzeit wird Strom in Nachbarländer exportiert

Bei einer monatlichen Bilanzierung des Stromexportsaldos zeigt sich ein deutlicher Einbruch der Exportüberschüsse in den Sommermonaten. Besonders niedrig fällt hier in beiden Jahren das Exportsaldo des Monats Mai aus. Mit dieser Ausnahme ist in jedem Monat ein Anstieg des Exports im Vergleich zum Vorjahr zu sehen. Dies bedeutet, dass wie bereits im Vorjahr in jedem Monat netto exportiert wird. Eine tägliche Bilanzierung zeigt, dass die Exportüberschüsse tagsüber wesentlich höher sind als nachts, wobei das Maximum i.d.R. zu den Mittagsstunden erreicht wird. Der Tag-Nacht-Unterschied bei dem grenzüberschreitenden Leistungsaustausch ist dabei im Sommer wesentlich stärker ausgeprägt als im Winter, so die FfE.

Wert des Exportüberschusses steigt um 43 Prozent

Bewertet man den grenzüberschreitenden Handel mit dem jeweiligen Börsenpreis der EPEX Spot, ergibt sich laut FfE ein mittlerer Importpreis von 39,73 Euro pro Megawattstunde (€/MWh) sowie ein mittlerer Exportpreis von 37,87 €/MWh. Die Exporte haben somit einen Gesamtwert von 2,9 Mrd. Euro und die Importe einen Gesamtwert von 1,7 Mrd. Euro. Hieraus ergibt sich ein finanzieller Wert des Exportüberschusses von 1,2 Mrd. Euro in 2013. In 2012 ergibt die monetäre Betrachtung des Stromexportsaldos mit dem deutschen Börsenpreis einen Exportwert von rund 2,89 Mrd. Euro und einen Importwert von rund 2,05 Mrd. Euro importiert hat. Der Exportüberschuss hatte somit in 2012 einen Gegenwert von 840 Mio. Euro. Der Wert des Exportüberschusses ist in 2013 damit um 43 Prozent angewachsen.

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"Deutschland steigert Stromexportüberschüsse um 50 Prozent" wurde am 18.01.2014 verfasst