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Natürliche Wärmedämmung mit Holzfaserdämmstoffen

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Natürliche Wärmedämmung mit Holzfaserdämmstoffen - hier: Holzfaserdämmplatten im Sägewerk (Foto: A. Zielke / Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V.)

Gut ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Privathaushalte; etwa die Hälfte dieses Anteils dient dem Beheizen von Wohnräumen. Fachleute sind sich darin einig, dass sich mit konsequent gedämmten Dachflächen und Fassaden im Verbund mit Energiesparfenstern und einer effizienteren Anlagentechnik der private Heizenergiebedarf mindestens um die Hälfte reduzieren lässt, ohne Komforteinbußen hinnehmen zu müssen. Holzfaserdämmstoffe und Wärmedämmverbundsysteme auf Holzfaserbasis sind dabei eine Dämmungslösung, die ganz auf natürliche Rohstoffe setzt.

Die heute bekannten Holzfaserdämmstoffe sind aus den Holzweichfaserplatten bzw. porösen Holzfaserplatten hervorgegangen, die bereits vor 75 Jahren erstmals industriell hergestellt wurden. In der mittlerweile zurückgezogenen DIN 68700 wurden sie schon vor rund 50 Jahren genormt und zählen damit zu den "bewährten und gebräuchlichen" Baustoffen. Von der Herstellung über die Verwendung bis zur Entsorgung wird die positive ökologische Bilanz von Holzfaserdämmstoffen vor allem dadurch bestimmt, dass ein nachwachsender Rohstoff aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verwendet wird. Die meisten am Markt befindlichen Produkte verfügen heute über eine anerkannte bauökologische Zertifizierung. Dadurch wird die besonders hohe Qualität in Bezug auf Gesundheit, Umwelt und Funktion über den gesamten Produktzyklus bescheinigt. Hinsichtlich der Entsorgung können Restmengen und Dämmplatten aus Abbruch oder Rückbau beispielsweise von holzverarbeitenden Betrieben, die über Feuerungsanlagen mit mind. 50 kW Nennwärmeleistung verfügen, verbrannt werden. Zerkleinerte Materialreste von nicht für spezielle Einsatzzwecke hydrophobierten Holzfaserdämmplatten können sogar kompostiert werden.

Ein Großteil verbrennungstechnisch erzeugter Raumwärme entweicht durch unsachgemäßes Lüften, unzureichend oder gar nicht gedämmte Außenwände sowie durch eine nicht mehr zeitgemäße Verglasung der Fensterflächen. Hinzu kommen vielfach veraltete und falsch eingestellte Heizungsanlagen verursachen. Mangelhaft gedämmte Dachflächen und Kellerdecken sowie -wände zeichnen für die übrigen Verluste verantwortlich. An vielen Stellen der Gebäudehülle können Holzfaserdämmstoffe als Wärmedämmung helfen, Heizkosten einzusparen. Dazu werden diese in Gefachen von Wand-, Dach- und Deckenkonstruktionen, für Auf- und Unterdeckungen, für Innendämmungen, als Wärmedämmung eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS), für Trittschalldämmungen und weitere Anwendungen benutzt. Holzfaser-WDVS wurden seit Anfang der 90er Jahre zunächst für den Einsatz im Holzrahmenbau entwickelt. Anders als konventionelle WDVS benötigen Holzfaser-WDVS aufgrund ihrer höheren Steifigkeit keine außenseitige Beplankung der Holzrahmenbauelemente als Träger kostengünstig und ermöglichen zugleich die Ausführung diffusionsoffener Bauteile. Holzfaser- WDVS mit Dicken über 100 mm finden seit einigen Jahren Verwendung bei Gebäuden in Massivholzbauweise.

Weitere Informationen zu Holzfaserdämmstoffen finden sich in der Informationsbroschüre "Holzfaserdämmstoffe - Eigenschaften - Anforderungen - Anwendungen" des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe e.V. Hier werden auf 36 Seiten neben der Produktion und Kennzeichnung der Produkte die wesentlichen Aspekte des Wärme- und sommerlichen Hitzeschutzes sowie des Schall- und Feuchte- und Brandschutzes mit Holzfaserdämmstoffen beschrieben. Zudem wird die Anwendung der verschiedenen Holzfaserdämmstofftypen in Dach-, Wand- und Deckenkonstruktionen beispielhaft beschrieben und umfangreiche bauphysikalische Daten bereit gestellt. Die Informationsbroschüre "Holzfaserdämmstoffe - Eigenschaften - Anforderungen - Anwendungen" steht » hier zum Download zur Verfügung.

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"Natürliche Wärmedämmung mit Holzfaserdämmstoffen" wurde am 17.01.2012 verfasst