Letzte Aktualisierung: 15.03.2011

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Atomkraftwerke müssen vom Netz

"Nach den Atomkatastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima muss die Bundesregierung endlich aufwachen. Atomkraft ist keine Lösung, sie schafft nur unlösbare Probleme und führt in die Katastrophe", sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der Umweltverband forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut auf, die acht ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke in Deutschland sofort vom Netz zu nehmen und die übrigbleibenden Reaktoren dann schrittweise ebenfalls stillzulegen.

Neben dem neueren "Pannen-Meiler" Krümmel bei Hamburg handele es sich um die Reaktoren Biblis A und B, Phillipsburg 1, Neckarwestheim 1, Isar 1 sowie die AKW Unterweser und Brunsbüttel. Vor allem die älteren deutschen Atomkraftwerke hätten unlösbare Sicherheitsrisiken. Konstruktionsmängel und jahrelang ausgebliebene Nachrüstungen führten zu täglich steigenden Gefahren. Veraltete Reaktorgebäude und Sicherheitsbehälter, nicht dem Stand der Technik entsprechende Reaktordruckbehälter und Lagerbecken könnten nicht nachgerüstet werden.

Das Aussetzen der schwarz-gelben Beschlüsse zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland reiche nicht aus. "Wer nach den schweren Störfällen in Japan nicht endlich einsieht, dass Laufzeitverlängerungen für die gefährlichen Atomkraftwerke ihre Risiken verschärfen, der ignoriert die physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Abschalten statt Aussetzen oder Aussitzen, das muss endlich Leitmotiv für das Handeln von Bundeskanzlerin Angela Merkel werden", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Deutschland könne und müsse die acht gefährlichsten AKWs sofort und endgültig vom Netz nehmen. Die Behauptung von der Atomkraft als "notwendiger Brückentechnologie" hin zu erneuerbaren Energien erweise sich mit den Störfällen in Japan erneut als gefährliche "Krücken-Behauptung".

Am Samstag, den 26. März, soll es bundesweit in mehreren Städten - darunter in Berlin und Hamburg - erneut Großdemonstrationen geben. Für den 9. April ist ein weiterer dezentraler Aktionstag gegen die Atomenergie geplant. Am Ostermontag, dem 25. April, wird es anlässlich des 25. Jahrestags der Tschernobyl-Katastrophe an 13 Atomkraftwerken und Atommüll-Standorten Großdemonstrationen geben.

Quelle: BUND

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