Letzte Aktualisierung: 31.12.2011

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Schwarzes Börsenjahr für grüne Aktien

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Schwarzes Börsenjahr für grüne Aktien (Foto: Kurt F. Domnik - pixelio)

Das Börsenjahr 2011 war für die Anleger grüner Aktien enttäuschend. Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World (Renewable Energy Industrial Index) notierte zum Jahresschluss mit 241,28 Punkten um 54,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr (529,63), so das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster. Bereits 2010 verlor der regenerative Aktienindex 29,3 Prozent.

Dabei startete der RENIXX im ersten Quartal vielversprechend: Seit Jahresbeginn stieg der Aktienindex um fast 15 Prozent. Zwei Drittel der im Index vertretenen regenerativen Einzelaktien hatten sich um mehr als 10 Prozent verteuert. Den höchsten Gewinn im ersten RENIXX-Quartal erzielte die SolarWorld-Aktie mit einem Zuwachs von 54 Prozent, gefolgt von Nordex (+ 40 Prozent), Meyer Burger (+ 38 Prozent), Vestas (+ 30 Prozent), SMA Solar (+27 Prozent) und Gamesa (+ 26 Prozent).

Diesen Höhenflug konnten die meisten Aktien jedoch nicht fortführen. Im Gegenteil: Von den deutschen Unternehmen verloren Nordex-Aktien 28,3 Prozent, SMA Solar 39,3 Prozent, SolarWorld 56,5 Prozent und Centrotherm 63,6 Prozent. Während die weltweiten Aktien der Industrieunternehmen zum Teil sehr hohe Verluste hinnehmen mussten, konnten sich zumindest die regenerativen Versorgungsunternehmen in 2011 besser behaupten. Die Titel der italienischen Enel Green Power (+ 2,7 Prozent) und des spanischen Regenerativversorgers EDP Renovaveis (+ 0,8 Prozent) legten gegen den Trend leicht zu.

Den guten Start ins Börsenjahr 2011 sah IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch bereits damals gefährdet: "Die nationalen und internationalen Auswirkungen des Reaktorunglücks in Japan sind für die Branche derzeit nicht absehbar. Es wird auch noch mindestens bis 2012 dauern, bis aus der jetzigen Stimmung pro erneuerbare Energien überhaupt konkretes operatives Geschäft werden kann", so Allnoch. Ein Indiz für diese Einschätzung bildete auch die Entwicklung der Geschäftsstimmung. Eine Firmenumfrage im März nach dem Unglück in Fukushima deutete bereits an, dass die Firmen trotz gestiegenem Geschäftsklimaindex noch sehr weit von einer Hochstimmung entfernt waren.

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