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Letzte Aktualisierung: 04.03.2019
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Wir sparen für Sie bis zu 37% - durch unseren Experten-Vergleich!Am Heizkraftwerk in Schwerin-Lankow entsteht Schwerins erste Tiefengeothermieanlage. Im Oktober 2018 startete die entscheidende Phase für die Einrichtung der Förderbohrung. Anfang Dezember 2018 vermeldeten die Bohr-Fachleute von der Baustelle, dass das Zielgebiet in einer Tiefe von 1237 Metern erreicht sei. Da Zwischenuntersuchungen nahe legten, dass die Temperaturen in 1300 Metern Tiefen höher und bohrtechnisch einfach erreichbar seien, wurde die Produktionsbohrung der Dublette bis in diese Tiefe fortgesetzt.
Im Dezember 2018, rund drei Jahre nach Projektbeginn, stoppte dann der Bohrer bei 1.296 Metern Tiefe, nachdem er den Sole führenden Postera-Aquifer (Rhät-Sandstein) durchstoßen hatte. Das Bohrloch wurde mit Rohrgestängen stabilisiert und das Gravelpack im Zielgebiet eingesetzt.
Die Ergebnisse der anschließenden Fündigkeitsuntersuchung konnten sich sehen lassen:
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Unsere Experten erstellen Dir in wenigen Minuten ein Wärmepumpen-Angebot nach Deinen Wünschen. Digital & kostenlos.Die Ergebnisse der ersten Pumpversuche sind damit sehr erfolgreich und liegen rund zehn Prozent über den Erwartungen. Somit sind die Projektverantwortlichen der Stadtwerke Schwerin ihrem Ziel, die Soletemperatur mit Wärmepumpen anzuheben und diese Wärme in das Schweriner Fernwärmenetz einzuspeisen, einen großen Schritt weitergekommen.
Das Projekt der Stadtwerke Schwerin geht jetzt in die nächste Phase, der Herstellung der Verpressbohrung. In der kommenden Zeit werden sich daher entscheidende Parameter für den wirtschaftlichen Erfolg des Schweriner Geothermieprojekts weiter konkretisieren:
Ein erfolgreicher hydrogeothermaler Dauerbetrieb kann für die gesamte Ostseeregion Mecklenburg-Vorpommerns von Bedeutung sein. Denn laut der "Solestudie", die bereits im Jahr 2005 von der Firma GTN Neubrandenburg erstellt wurde, sind Thermalsolespeicher in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns in unterschiedlichsten Tiefen vorhanden. Der jetzt erschlossene ca. 200 bis 210 Millionen Jahre alten Rhät-Sandstein kommt in weiten Teilen Nord-West-Mecklenburgs vor.
Eine erfolgreiche Wärmenutzung des Sandstein-Aquifers kann dann als Best-Practice-Beispiel für andere Regionen in M-V gelten. Die vielfältigen Projektrisiken, Bohr- als auch Betriebskosten können dann gezielt reduziert werden. Darauf aufbauend können dann weitere Anwendungen wie z. B. der Aufbau eines geothermischen Nahwärmenetzes (z. B. kalte Nahwärme mit dezentralen Wärmepumpen) ersonnen werden. Derlei weitergehende Projekte sind nur finanzierbar, wenn vorab Leistung und Kosten prognostiziert werden können.
Das Geothermie-Kraftwerk in Schwerin ist mitnichten das erste Tiefengeothermie-Projekt in Mecklenburg-Vorpommern: