Letzte Aktualisierung: 29.09.2022

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BNetzA warnt vor Gasmangel: "Dringende Bitte: Gas sparen!"

Bisher dachten die meisten, wir hätten ein Gaspreisproblem, das die Bundesregierung mit einem Gaspreisdeckel schon lösen wird. Nicht zuletzt durch die Sabotage der Nord Stream-Pipelines zeigt sich jetzt: Deutschland hat auch ein Gasmengenproblem. Wenn wir nicht mehr Gas einsparen, wird uns am Ende des Winters das Gas ausgehen, warnt die Bundesnetzagentur.

Porträt von Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, warnt: „Ohne erhebliche Einsparungen auch im privaten Bereich wird es schwer, eine Gasmangellage im Winter zu vermeiden. Dringende Bitte: Gas sparen!“ (Quelle: Bundesnetzagentur)

Die gesamte Speichermenge aller deutschen Gasspeicher entspricht etwa 245 Terawattstunden Energie und laut Bundesnetzagentur (BNetzA) zufolge dem bundesweiten Gasbedarf von Januar und Februar der Vorjahre. Die deutschen Gasspeicher sind nicht dazu gedacht, den gesamten Verbrauch abzudecken. Sie dienen vielmehr als eine Art Puffer, um Schwankungen beim Gasverbrauch auszugleichen.

Ob wir sicher durch die kommenden Monate kommen, hängt neben den Füllständen der Gasspeicher daher von mehreren Faktoren ab. Auf einige haben wir keinen Einfluss, beispielsweise auf die Außentemperatur, die Länge des Winters oder auf die Menge des nachfließenden Gases – und die ist tendenziell eher zu wenig. So liegen die Gasimporte aus Russland aktuell weiterhin bei null. Und durch die vermeintliche Sprengung der Nord Stream-Pipelines wird dies auf absehbare Zeit auch so bleiben.

Auf eine bedeutsame Maßnahme können wir alle jedoch einwirken. Und das ist der persönliche Energieverbrauch. Daher mahnt auch der BNetzA-Präsident Klaus Müller ausdrücklich die Bedeutung eines sparsamen Gasverbrauchs an: "Wir brauchen nachhaltige Sparanstrengungen. Dringende Bitte: Gas sparen!"

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Gasverbrauch der Haushalte steigt im Moment zu stark an

Während sich der Gasverbrauch von Haushalten und Gewerbe bis Mitte September zum Teil deutlich unter den durchschnittlichen Verbräuchen der Vorjahre bewegte, lag er in der vergangenen Woche mit 483 GWh/Woche deutlich über dem durchschnittlichen Wert der Jahre 2018 bis 2021 (422 GWh/Woche; +14,5 Prozent).

"Der Gasverbrauch von Haushalten und Gewerbe in der letzten Woche lag deutlich über dem durchschnittlichen Verbrauch der Vorjahre. Die Zahlen dieser Woche sind damit sehr ernüchternd. Ohne erhebliche Einsparungen auch im privaten Bereich wird es schwer, eine Gasmangellage im Winter zu vermeiden.

Zwar war die letzte Woche kälter als die Vorjahreswochen und die Verbräuche sind immer Momentaufnahmen und können sich schnell ändern, Einsparungen müssen auch bei weiter sinkenden Temperaturen stattfinden und das ist kein Selbstläufer", sagte heute Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

"Wir können angesichts der gut gefüllten Speicher unter drei Voraussetzungen gut über den Winter kommen:

  • Erstens müssen die angestoßenen Projekte zur Erhöhung der Gasimporte realisiert werden.
  • Zweitens muss die Gasversorgung in unseren Nachbarländern ebenfalls stabil bleiben.
  • Und drittens muss Gas eingespart werden, auch wenn es zum Winter hin noch kälter wird. Da wird es auf jeden Einzelnen ankommen."

Deutschland muss mindestens 20 Prozent Gas einsparen

Die Bundesnetzagentur geht im Moment davon aus, dass zur Vermeidung einer Gasmangellage ein Rückgang des Verbrauchs um mindestens 20 Prozent erforderlich ist.

Die privaten Haushalte und kleineren Gewerbekunden sind in Deutschland für rund 40 Prozent des Gasverbrauchs verantwortlich. Die privaten Verbraucher trugen bisher wenig zum sinkenden Gasverbrauch bei. Das liegt jedoch daran, dass Gas hier vorwiegend zum Heizen verwendet wird. Wie viel Gas tatsächlich eingespart wird, wird sich daher erst in der gerade beginnenden Heizperiode zeigen.

Die großen Industriekunden benötigen rund 60 Prozent des Gases. Der Verbrauch dieser großen Verbraucher sank im August um 22 Prozent und lag auch in der letzten Woche deutlich unter dem durchschnittlichen Verbrauch der Vorjahre (1170 GWh/Woche gegenüber durchschnittlich 1679 GWh/Woche in den Jahren 2018 bis 2021).

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