Hier sehen Sie eine Luftaufnahme des Oberstufenzentrums in Hilden

Das alte Oberstufenzentrum des Helmholtz-Gymnasiums in Hilden wurde durch einen Neubau, den Brüninghoff realisierte, ersetzt (Foto: Brüninghoff)

Neues Oberstufenzentrum für Helmholtz-Gymnasium in Hilden

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Eine lernfördernde Atmosphäre, in der sich sowohl Schüler als auch Lehrer wohlfühlen war das Ziel des Helmholtz-Gymnasium in Hilden. Als die Sanierung des alten Oberstufenzentrums anstand wurde schnell klar, dass dieses nicht mehr sanierungswürdig war. Ein Neubau musste her.

Beauftragt wurden dafür die bgs architekten. Umgesetzt wurde das Ganze von dem Projektbauspezialisten Brüninghoff mit dem Standort Heiden. Nur 14 Monate hat die Bauzeit des 2.300 m2 großen Gebäudes gedauert. Ende August 2021 wurde es fertiggestellt. Auch, weil beim Bau hauptsächlich Holz verwendet wurde.

Das neue Erscheinungsbild der Schule

Aber zunächst etwas über den Grundriss des Gebäudes. Die bgs Architekten haben sich für eine Quaderform mit Innenhof entschieden, welcher zum einen als Pausenhof genutzt wird, zum anderen dafür sorgt, dass ausreichend Sonnenlicht durch die großen Fenster fällt und so eine angenehme Lernatmosphäre erzeugt.

Für Frischluft sorgt eine dezentrale Lüftungsanlage. Auch für wohlige Temperaturen ist gesorgt: Wärmerückgewinnung und Erdwärme sorgen für stets angenehme Temperaturen. Das begrünte Flach-Dach wirkt dabei unterstützend. Fensterbänder und Haupteingang erhielten Lärchenholzschalung um sich von sonst verputzter Außenhülle abzuheben.

Über zwei Zugänge gelangt man ins Innere des Oberstufenzentrums. Dort finden 17 Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer, zwei Büroräume, ein Aufenthalts- und Differenzierungsraum sowie Räume für Berufsorientierung und Jugendförderung platz. Im Erdgeschoss befindet sich außerdem ein zentraler Sanitärbereich. Um in das Obergeschoss zu gelangen, gibt es neben der Treppe noch einen barrierefreien Aufzug.

Hauptsächlich aus Holz

Nicht nur um dem Anspruch an Nachhaltigkeit gerecht zu werden, sondern auch um die Bauzeit mögliche kurz zu halten hat man sich für Holz als den hauptsächlichen Baustoff entschieden. Das Gebäude wurde in Holzrahmenbau mit Brettsperrholzdecken errichtet. Der Vorteil hierbei ist ein großer Vorfertigungsgrad.

In der Montagehalle von Brüninghoff konnte die Holzelemente zusammengebaut werden und dann fertig zur Baustelle geliefert werden. Lediglich der Schutz vor Witterungseinflüssen und beim Transport sind zu beachten. Ganz ohne Beton ging es aber nicht. In Teilbereichen wie beispielsweise der Pausenhalle wurde auf Stahlbetonstützen mit Betondecken zurückgegriffen, um die große Spannweite überbrücken zu können. Die Außen- und Innenwände sind aber aus Holz gefertigt.

Die tragenden Grundelemente sind ein 240mm (Außenwand) bzw. 160mm (Innenwand) starkes Ständerwerk mit einer 15mm starken Grobspanplatte, welche anschließend mit 12,5mm dicken Gipskartonelementen beplankt wurden. Die mittlere Geschossdecke besteht aus einer 240mm starken Brettsperrholz-Decke mit einer Splittschüttung von 60mm. Darauf wurde eine 44mm dicke Trittschalldämmung verlegt, dann folgt ein 80mm starker Estrich.

In den Klassenräumen wurde darauf ein Bodenbelag aus Kautschuk gelegt, welcher besonders schallreduzierend und robust ist. In den Fluren und den Treppenhäusern hingegen ein Betonwerkstein. Dieser ist ebenfalls belastbar und darüber hinaus besonders einfach zu reinigen. Um dennoch die Geräuschkulisse zu dämmen, wurden schallabsorbierende Elemente aus Holzwolle and den Wänden und Decken montiert.

Holzbauweise und Brandschutz

Eine der größten Gefahren von einer Bauweise aus Holz ist natürlich das Feuer. Gerade ein Schulgebäude muss ausreichende Brandschutzvorkehrungen aufweisen, um im Ernstfall das Schlimmste zu verhindern. Um eine Genehmigung für einen Holzbau zu bekommen, muss die Feuerwiderstandsdauer tragender und raumabschließender Stoffe nachgewiesen werden. So auch in Hilden.

Außerdem darf die Übertragung von Feuer und Rauch nicht über die Trennung von Brand- und Rauchabschnitten hinaus, insbesondere Stockwerken, möglich sein. In Hilden erfüllen alle tragenden Elemente die Feuerwiderstandsklasse F30 (fh) und im Brandfall werden alle notwendigen Fluchtwege gesichert.

Steckbrief
Projektnummer:
3192
Objekt:
Oberstufenzentrum Helmholtz Gymnasium
Ort:
Hilden
Beteiligte Unternehmen:
bgs architekten (Planung); Projektbauspezialist Brüninghoff (Umsetzung)
Baujahr:
2021
Quelle:
Pressemitteilung Brünninghof


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Baujahr:
2021
Quelle:
Pressemitteilung Brünninghof
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