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Wärmepumpen nutzen die industrielle Abwärme (Grafik: badenova AG & Co. KG)

Wärmepumpen nutzen Molkerei-Abwärme für Haslach und Vauban

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Mit industrieller Abwärme aus der Produktion der Schwarzwaldmilch GmbH sollen Wärmepumpen zukünftig die Freiburger Stadtteile Haslach und Vauban beheizen. Mit einer effizienten Vernetzung ihrer bestehenden Heizkraftwerke schafft die badenova Wärmetochter badenovaWÄRMEPLUS so ein Wärmenetz der vierten Generation - den WÄRMEverbund Freiburg-Süd. Im Oktober 2021 fand der Spatenstich für die neue Heizzentrale statt.

Im Mittelpunkt des in Summe 36 Millionen Euro an Investitionen umfassenden Modellvorhabens steht der Aufbau einer neuen Energiezentrale auf dem Gelände der Schwarzwaldmilch GmbH und dort die Nutzung der industriellen Abwärme aus deren Produktion. Hierbei handelt es sich um Niedertemperatur-Abwärme aus dem Abwasser und der Kältetechnik der Schwarzwaldmilch, welche ansonsten ungenutzt bleiben würde.

Mit der neuen Heizzentrale wird die Möglichkeit geschaffen, bis zu 3,75 MW industrieller Abwärme in das Wärmeverbundnetz einzuspeisen sowie eine eigenständige Prozesskälte- sowie Prozessdampfversorgung aufzubauen. Dazu werden Anlagen zur Auskopplung industrieller Abwärme in die bestehende Eiswasseranlage der Schwarzwaldmilch (= Kälteerzeugung) sowie den Abwasserkreislauf des Unternehmens integriert.

Mittels technisch anspruchsvoller Wärmepumpen wird die WÄRMEPLUS diese Abwärme - die Rückkühlwärme des Kälteprozesses und die dem Abwasser entzogene Wärme - nutzbar machen und auf ein Temperaturniveau von 85 Grad Celsius anheben. Mit den dadurch zur Verfügung stehenden Mengen können bis zu 60 Prozent des ermittelten Bedarfs gedeckt werden.

Die Abwärme der Schwarzwaldmilch wird dann in das mit einer neuen Heizzentrale ausgestattete Staudinger-Wärmenetz für die Wärmeversorgung der Stadtteile Haslach und Vauban eingespeist. Da die Menge und Leistung deutlich über dem Bedarf dieses Netzes liegt, soll es in mehreren Schritten erweitert und mit Nachbarnetzen verknüpft werden.

Die Erweiterung erfolgt u.a. unter der Dreisam und der B31 hindurch in Richtung Stühlinger in das Metzgergrün Areal, wo über 1.000 Wohneinheiten angeschlossen werden. Der Verbund mit dem bestehenden Nahwärmenetz im Stadtteil Vauban sowie der Anschluss weiterer Abnehmer entlang der dadurch entstehenden Trasse erschließen weiteres Potenzial.

Weitere regenerative Erzeugungsleistung soll dann über den Zubau eines neuen Holzhackschnitzelkessel im Heizkraftwerk Vauban und mehrerer leistungsstarker Blockheizkraftwerke in Haslach und Vauban gesichert werden. Dahinter steckt der Gedanke, diese BHKW flexibel als sogenannte „Kurzläufer“ im Sinne der Sektorenkopplung für den Ausgleich von regenerativen Stromschwankungen einzusetzen.

Ein innovativer neuer Ansatz besteht auch in der Verknüpfung der Übergabestationen durch LORAWAN-Funktechnologie. Dadurch kommuniziert das Netz permanent mit den Kunden und kann deren Bedarfe optimieren und mit der Erzeugung und den Einspeiseleistungen synchronisieren.

Steckbrief
Projektnummer:
2624
Objekt:
Wärmenetz
Ort:
Freiburg im Breisgau
Beteiligte Unternehmen:
badenova
Thermisch Heizleistung:
375.000,00 kW
Baujahr:
2024


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