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Erdwärme-Wärmepumpen sollen die neue enercity-Unternehmenszentrale in Hannover versorgen (Foto: haascookzemmrich STUDIO2050)

enercity Hannover: Erdwärme und Photovoltaik sorgen für klimafreundliche Versorgung

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Der Energiedienstleister enercity setzte beim Neubau der enercity Zentrale an der Glocksee in Hannover auf eine Kombination aus effizienter Erdwärmenutzung, kompakter Passivhausarchitektur, Photovoltaik sowie konsequenter Ökostromnutzung. Mit zwei Wärmepumpen wird der Neubau beheizt und gekühlt.

Der Passivhausstandard sorgt für einen minimalen Wärme- und Kältebedarf, während die oberflächennahe Geothermie mit Wärmepumpen und die Photovoltaik-Anlagen zur klimafreundlichen Energieversorgung des Bürogebäudes beitragen. Eine moderne Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge sorgt für umweltfreundliche Mobilität. Gründachkomponenten fördern ein besseres Raum- wie auch Stadtklima.

Erdwärme bildet Grundlage für „Leuchtturm der Energieeffizienz“

Am alten Stadtwerke-Standort Glocksee am Ihme-Ufer ließ Enercity seine Büro- und Werkstattgebäude abreißen und schaffte so Platz für den sechsgeschossigen Neubau, dessen Richtfest Anfang Dezember 2021 gefeiert wurde. Neben dem sichtbaren Tragwerk aus 12 500 m3 Beton und 2600 Tonnen Stahl bilden 29 Erdwärmesonden die Grundlage für den „Leuchtturm der Energieeffizienz“.

In dem tageslichtdurchfluteten Bürogebäude im Passivhausstandard mit rund 20.000 Quadratmetern Fläche und über 3.500 Quadratmetern dreifachverglasten Fenstern werden rund 650 enercity-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter die Energiewende vorantreiben.

80 Prozent der Wärme wird vor Ort gewonnen

Das Gebäudekonzept des futuristisch anmutenden Neubaus nach den Entwürfen des Stuttgarter Büros „haascookzemmrich Studio 2050“ setzt auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Rund 80 Prozent der Wärme wird vor Ort gewonnen und PV-Strom auf dem Dach erzeugt.

Eine zentrale Rolle spielt die oberflächennahe Geothermie mit 29 Erdsonden bis in eine Tiefe von 130 Metern. Die beiden Wärmepumpen des Gebäudes arbeiten mit aus dem Erdreich gewonnener Umweltwärme, die über ein gut 50 Kilometer langes Rohrleitungssystem in den Betondecken verteilt wird.

Der Clou: Im Sommer arbeiten die Wärmepumpen reversibel, das heißt, sie nutzen die Energie zum Temperaturausgleich und damit zur angenehmen Kühlung der Räumlichkeiten.

Auch bei der Lüftung des Gebäudes geht kaum Energie verloren: Hier sorgen hocheffiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung dafür, dass frische Luft in das Gebäude hineinkommt, die Wärme aber mit bis zu 90 Prozent aus der Abluft zurückgewonnen wird.

110 PV-Module erzeugen 38.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr

Eine Photovoltaikanlage mit 42 Kilowatt Spitzenleistung liefert auf dem teilbegrünten Dach erneuerbaren Strom. Insgesamt 110 PV-Module auf rund 200 m2 Fläche erzeugen rund 38.000 Kilowattstunden pro Jahr. Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Jahresbedarf an Strom von 15 Haushalten.

Bestandteil des Energie-Gebäude-Konzepts ist auch eine Ladeinfrastruktur für Gäste, Belegschaft und die enercity-eigene E-Fahrzeug-Flotte. Über 140 Ladepunkte sind in der neuen Unternehmenszentrale geplant, davon 27 für Gäste sowie sechs öffentliche Ladepunkte. Rund 60 E-Lademöglichkeiten für E-Bikes oder E-Roller werden entlang der Fahrradstellflächen eingerichtet.

Bauarbeiten sollen Ende 2022 abgeschlossen sein

Den Entwurf des Gebäudes hat das Energieunternehmen nach einem internationalen städtebaulichen Architekturwettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Planungsbüro haascookzemmrich STUDIO2050 entwickelt. Im Januar 2019 war ein EU-weites Ausschreibungsverfahren gestartet, das ein Investor suchte, der das Gebäude auf dem enercity-Grundstück errichtet.

Am Ausschreibungsverfahren haben sich sieben Unternehmen beteiligt. In einem mehrstufigen Verfahren wurde der Bieterkreis auf Basis wettbewerblicher Ergebnisse sukzessive reduziert. Als wirtschaftlichster Anbieter dieses mehrstufigen Auswahlverfahrens konnte sich hanova durchsetzen, die bis zu 90 Millionen Euro in den Neubau investieren.

Im Juli 2020 hat hanova mit der Ausführungsplanung begonnen. Der Baubeginn erfolgte im Ende 2020, der Rohbau konnte im Herbst 2022 fertiggestellt werden. Ende 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Nach dem Innenausbau können die enercity-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ihmezentrum (ehemaliges enercity-Hochhaus) in den Neubau umziehen.

Steckbrief
Projektnummer:
2419
Objekt:
Büro- und Verwaltungsgebäude
Ort:
Hannover
Beteiligte Unternehmen:
haascookzemmrich STUDIO2050, hanova
Elektrische Leistung:
42,00 kW
Größe/ Fläche Photovoltaik-Anlage:
200,00 m2
Produzierte kWh elektrisch pro Jahr:
38.000,00 kWh
Baujahr:
2022


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