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Die Kinderkrippe in Waltenhofen überzeugt mit Holzbauweise und solarer Eigenstromnutzung (Foto: Rainer Retzlaff)

Waltenhofen: Kinderkrippe setzt auf Holzbau und Solarstrom

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Im bayerischen Waltenhofen wurde die Kinderkrippe mit dem Bundespreis UMWELT & BAUEN 2021 in der Kategorie „Nichtwohngebäude“ ausgezeichnet. Das Gebäude entspricht dem ⁠KfW⁠-55-Standard und wurde mit einer Gebäudehülle nach Passivhausstandard geplant und errichtet.

Die mit den Photovoltaik-Anlagen erzeugte Energie dient nicht der Eigennutzung, sondern auch der Versorgung der benachbarten Schule mit dazugehöriger Mehrzweckhalle. Der Betrieb ohne fossile Brennstoffe leistet einen wichtigen Beitrag zur Waltenhofener Ökobilanz.

Heizenergie erhält die 1.390 m2 große Kinderkrippe über eine Fußbodenheizung, deren Wärme anhand einer Holz-Hackschnitzelheizung erzeugt wird. Die Kühlung erfolgt über Verschattung und ein Nachtlüftungskonzept. Die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ergänzt die natürlichen Lüftungsmöglichkeiten über die südlich ausgerichteten Fenster. Beleuchtet wird die Kinderkrippe durch LED mit Präsenzmelder-Technik.

Holz als wegweisender Baustoff

Der Einsatz CO2-neutraler Baustoffe ließ sich durch die Holzkonstruktion umsetzten, bei der bewusst von Leimkonstruktionen und lösemittelhaltigen Produkten abgesehen wurde. Für den Holzmassivbau mit A/Ve-Verhältnis 0,40 1/m (A/V-Verhältnis beschreibt die Relation von Gebäudehüllfläche zu umschlossenem Volumen) wurde das sogenannte Mondholz verwendet, also ein Holz von Bäumen, welche unter Berücksichtigung des Mondkalenders gefällt werden. Dieses Material ist bekannt für seine Qualitäten hinsichtlich der Stabilität, Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit.

Die Sicherstellung einer umweltfreundlichen Holzbeschaffung und Verarbeitung war ein bedeutsames Ziel im Projekt und erforderte eine umfangreiche Planung der Beschaffung sowie eine intensive Begleitung der Herstellungs- und Produktionsprozesse. Die hierfür unabdingbaren Mehraufwendungen wurden durch die Gemeinde als Bauherr vorzeitig einkalkuliert. Regionale Wertschöpfung und kurze Transportwege zählten zu den relevanten Kriterien.

Umwelt und Kinder fühlen sich wohl

Der Werkstoff Holz unterstützt die „wohngesunde“ Materialwahl und bewirkt eine warme Raumatmosphäre. Die Auszeichnung durch das Bundesumweltamt erfolgte aufgrund der konsequenten Umsetzung der Holzbauweise und dem realisierten Energiekonzept, welches ein nahezu CO2-neutrales Gebäude hervorbringt.

Die Solaranlage zur Eigenstromnutzung, eine vorteilhafte Wärmedämmung sowie die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung rücken den Bau in die Nähe eines Passivhauses. Was die Bilanz der Primärenergie betrifft, ist man auch vom Plusenergiehaus nicht mehr weit entfernt.

Der Neubau in Waltenhofen bietet Platz für 60 Kinder, aufgeteilt in fünf Krippengruppen. Die Grundrissgestaltung ermöglicht den Kindern das Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrer jeweiligen Gruppe – doch auf den Spielfluren darf mit allen gemeinsam getobt werden!

Steckbrief
Projektnummer:
2736
Objekt:
Kinderkrippe
Ort:
Waltenhofen
Beteiligte Unternehmen:
Gemeinde Waltenhofen Bauamt, F64 Architekten und Stadtplaner, Bund deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), merz kley partner, Wohlfahrt EPW, Ingenieurbüro IBDG, Ingenieurbüro Anwander, Ingenieurbüro Herz & Lang
Quelle:
Krippe Waltenhofen


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2736
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Kinderkrippe
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Quelle:
Krippe Waltenhofen
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