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Richtlinien und Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014

Welche Auflagen sieht die EnEV 2014 vor?

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Anforderungen der neuen EnEV 2014

Die Bundesregierung hat am 16.10.2013 die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV). Kernelement der Novelle ist eine Anhebung der Effizienzanforderungen für Neubauten um einmalig 25 Prozent. Bestandsgebäude sind von diesen Verschärfungen ausgenommen. Zudem stärkt die EnEV 2014 die Bedeutung des Energieausweises als Informationsinstrument für die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Zur Umsetzung der Richtlinien und Anforderungen der neuen Einsparverordnung erhalten die Betroffenen, insbesondere in der Bauwirtschaft, ausreichend Zeit, um sich auf die neuen Vorgaben der EnEV einzustellen. Sie treten im Wesentlichen erst sechs Monate nach der Verkündung in Kraft, das heißt, voraussichtlich im Frühsommer 2014. Die Anforderungen an Neubauten gelten erst ab 1. Januar 2016.

Der Vollzug der EnEV soll zudem mit der Einführung unabhängiger Stichprobenkontrollen durch die Länder für Energieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen gemäß der EU-Vorgabe verstärkt werden.

EnEV-Vorgaben für Neu- und Altbauten

Die energetischen Anforderungen an Neubauten sollen ab dem 1. Januar 2016 angemessen und wirtschaftlich vertretbar um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 Prozent des zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle angehoben werden.

Bei der Sanierung bestehender Gebäude sieht die EnEV 2014 keine Verschärfung vor. Die Anforderungen bei der Modernisierung der Außenhülle seien hier bereits sehr anspruchsvoll, sodass das hier zu erwartende Energieeinsparpotenzial bei einer zusätzlichen Verschärfung im Vergleich zur EnEV 2009 nur gering wäre.

Pflicht zum Austausch von Heizkesseln

Im Zuge der EnEV 2014 wurde die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel, die vor 1985 installiert wurden bzw. älter als 30 Jahre sind, erweitert. Bisher galt diese Regelung für Kessel, die vor 1978 eingebaut wurden. Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Erfasst werden demnach nur sogenannte Konstanttemperaturheizkessel.

Ausgenommen von dieser Austauschpflicht sind jedoch Ein- und Zweifamilienhäuser, in denen vor dem 1. Februar 2002 mindestens eine Wohnung selbst genutzt wurde. Für diese Häuser gelten weiterhin die Regelungen der EnEV 2002. Im Falle eines Eigentümerwechsels ist die EnEV-Austauschpflicht vom neuen Eigentümer innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.

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EnEV-Regelungen bei Verkauf und Vermietung

Mit der neuen EnEV 2014 wird die Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung eingeführt. Dabei müssen die Energieeffizienzklasse von A+ bis H angegeben werden. Diese EnEV-Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Liegt für das zum Verkauf oder zur Vermietung anstehende Wohngebäude ein gültiger Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse, vor, besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige.

Zudem schrieb die EnEV 2009 vor, dass Energieausweise potenziellen Käufern und Mietern lediglich "zugänglich" gemacht werden müssen. Nun legt die EnEV 2014 präzisierend fest, dass der Energieausweis zum Zeitpunkt der Besichtigung vorgelegt werden muss. Darüber hinaus muss der Energieausweis nun auch an den Käufer oder neuen Mieter als Kopie oder Original ausgehändigt werden.

Pflicht zum Aushang von Energieausweisen

In bestimmten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht, muss der Energieausweis ausgehängt werden, wenn bereits ein Energieausweis vorliegt. Davon betroffen sind z.B. größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants oder Banken. Die Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr wurde überdies auf kleinere Gebäude (mehr als 500 qm, bzw. ab Juli 2015 mehr als 250 qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr) ausgeweitet.

Ausblick auf zukünftige EnEV-Änderungen

Ab dem Jahr 2021 müssen nach europäischen Vorgaben alle Neubauten im Niedrigstenergiegebäudestandard errichtet werden. Für Neubauten von Behördengebäuden gilt dies bereits ab 2019. Das sieht im Wege einer Grundpflicht das bereits geänderte Energieeinsparungsgesetz, das im Juli 2013 bereits in Kraft getreten ist, vor. Die konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität von Niedrigstenergiegebäuden werden rechtzeitig bis spätestens Ende 2016 für Behördengebäude bzw. Ende 2018 für alle Neubauten festgelegt.

Weitere Informationen zur EnEV

"Energieeinsparverordnung EnEV 2014" wurde am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.