Letzte Aktualisierung: 21.10.2020

Der Energieberater als Projektplaner & -manager

Ein Energieberater berät Private, Gewerbetreibende und Industrie in allen Energiefragen und weist dabei Einsparpotenziale auf. Der Beruf des Energieberaters ist nicht genau definiert. Um wichtige Förderprogramme des BAFA und der KfW für die Energieberatung selbst oder auch für weitergehende Maßnahmen beantragen zu können, muss der Energieberater jedoch einen bestimmten Aus- und Weiterbildungsumfang nachweisen.

Der Energieberater ein wichtiger Partner, wenn es um das Energiesparen geht. Er berät, zeigt Einsparpotenziale auf und kann ebenfalls bei der Planung, Durchführung und Überwachung einer energetischen Sanierung mitwirken. Ohne energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen Sachverständigen gibt es seit 2014 zudem kein Geld vom Staat: Die KfW macht die initiale Beratung durch einen gelisteten Energieeffizienz-Experten vor Baubeginn zur zwingenden Voraussetzung für Fördergelder – sowohl für die Komplettsanierung als auch für einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen.

Beruf Energieberater

Eine allgemeingültige Qualifikation eines Energieberaters gibt es nicht. Der Begriff des Energieberaters ist in diesem Sinne nicht geschützt, sodass sich jeder grundsätzlich Energieberater als Berufsbezeichnung nennen darf. Energieberater, die berechtigt sind, einen Energieausweis auszustellen oder Fördermittel insbesondere bei dem BAFA oder der KfW zu beantragen, müssen jedoch eine qualifizierte Energieberater Ausbildung besitzen.

Qualifikation Energieberater

Viele Bildungsträger insbesondere Hochschulen und Ingenieur-, Architekten-, Handwerks-, Industrie- und Handelskammern bieten eine Weiterbildung Energieberater an. Eine Prüfung zum Energieberater berechtigt dann zur geförderten Energieberatung und dem Ausstellen von Energieausweisen. Staatlich anerkannte Abschlüsse sind z.B. der Gebäudeenergieberater oder der staatlich anerkannte Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz.

Berechtigungen von Energieberatern

Energieberater, die eine Fortbildung nach den Kriterien des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) abgeschlossen haben, sind berechtigt, eine "Vor-Ort-Beratung" durchzuführen und einen Energieausweis als öffentlich-rechtlichen Nachweis auszustellen. Hierzu sind auch Energieberater berechtigt, die hierzu vom Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. zugelassen wurden oder Energieberater, die eine Fortbildung nach § 21 Energieeinsparverordnung (EnEV) absolviert haben.

Weitere Beratungsleistungen eines Energieberaters

Neben der typischen Energieberatung eines Energieberaters besitzen Energieberater häufig weitergehende Fachkenntnisse und Kompetenzen, die es ermöglichen einen Neubau oder eine Altbausanierung von der Planung bis zur Bauabnahme beratend zu begleiten. Diese weitergehenden Beratungsleistungen beziehen sich dann vielfach auf eine Bauvorlageberechtigung, die Vergabe von Bauleistungen, eine Bauüberwachung und Kostenkontrolle.

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