Letzte Aktualisierung: 06.02.2026

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Energetische Sanierung: Maßnahmen-Konzepte, Kosten und Förderung

  • Was ist eine energetische Sanierung? Eine energetische Sanierung umfasst alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines Altbaus deutlich reduzieren, etwa durch bessere Dämmung, moderne Heizungstechnik oder luftdichte Fenster. Ziel ist es, Heizkosten zu senken, den Wohnkomfort zu erhöhen, CO2-Emissionen zu reduzieren und die Energiewende voranzubringen - weil Gebäude einen großen Anteil am Gesamtenergieverbrauch haben.
  • Welche Maßnahmen gehören zur energetischen Sanierung im Altbau? Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke, der Austausch alter Fenster und Türen, die Modernisierung der Heizungsanlage sowie der Einsatz erneuerbarer Energien wie Wärmepumpen oder Solarthermie. Je nach Zustand des Hauses kann auch eine kontrollierte Wohnraumlüftung sinnvoll sein.
  • Wie hoch sind die Kosten einer energetischen Sanierung? Die Kosten variieren stark je nach Umfang der Maßnahmen und Gebäudetyp. Kleine Einzelmaßnahmen können einige Tausend Euro kosten, während eine umfassende Sanierung inklusive Dämmung, Fenstertausch und Heizungsmodernisierung oft im fünf- bis sechsstelligen Bereich liegt – allerdings amortisieren sich die Investitionen häufig durch deutlich geringere Energiekosten.
  • Welche Förderungen gibt es für energetische Sanierungen? Eigenheimbesitzer können zahlreiche Förderprogramme in Anspruch nehmen wie z.B. Zuschüsse und Kredite über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), z. B. durch BAFA und KfW. Oder eine steuerliche Absetzbarkeit der Kosten über die Einkommensteuer nach § 35c EStG. Diese Förderungen reduzieren die finanziellen Belastungen erheblich und machen Sanierungsprojekte wirtschaftlich attraktiver.
  • Ist eine energetische Sanierung Pflicht? Energetische Sanierungs-Pflichten ergeben sich insbesondere aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es verlangt unter anderem den Austausch alter, ineffizienter Heizkessel und bestimmte Mindeststandards bei Bauteilen. Es gibt jedoch Ausnahmen, z. B. für langjährig selbstbewohnte Häuser oder aus wirtschaftlichen Gründen nicht zumutbare Maßnahmen.
  • Wie läuft eine energetische Sanierung praktisch ab? Der Ablauf beginnt mit einer Energieberatung und Bestandsaufnahme, idealerweise durch einen zertifizierten Energieberater. Danach werden geeignete Maßnahmen geplant, Angebote eingeholt, ggf. Fördermittel beantragt und anschließend die Sanierungsarbeiten koordiniert und in einem Schritt oder aufeinander aufbauend einzeln über einen längeren Zeitraum umgesetzt.
  • Wie viel Energie und CO₂ lassen sich durch eine energetische Sanierung einsparen? Die Einsparpotenziale sind hoch: Mit einer umfassenden energetischen Sanierung lässt sich der Energiebedarf eines Bestandsgebäudes um deutlich über 50 % reduzieren, je nach Ausgangszustand sogar bis zu etwa 80 % - was gleichzeitig die CO2-Emissionen stark senkt.

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Warum die energetische Sanierung wichtig ist

Die Energiewende ist der Fahrplan in Richtung Klimawende. Sie umfasst neben einer Stromwende auch eine Wärmewende, also den Umstieg weg von fossilen Heizungen hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung aus Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse.

Die Wärmewende ist entscheidend für das Erreichen der deutschen Klimaziele: Noch entfallen hierzulande etwa 40 Prozent des Endenergieverbrauchs auf den Gebäudebereich. Aus diesem kommt demzufolge etwa ein Drittel unserer Treibhausgasemissionen.

Allein diese beiden Zahlen belegen das Einsparpotential an Energie im Gebäudesektor. Ursächlich sind eine veraltete Heizungstechnik und eine mangelnde Wärmedämmung der Gebäude selbst:

  • Deutsche Heizungen sind im Schnitt älter als 17 Jahre!
  • 75 Prozent der Altbauten hierzulande stammen aus Baujahren, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1979 liegen.
  • Die Häuser sind bislang Großteils gar nicht oder kaum energetisch saniert.

Ein guter Indikator, wie schnell bzw. langsam sich die Wärmewende vollzieht, ist die Sanierungsquote. Sie stellt die jährliche Sanierungsrate von Wohngebäuden in Deutschland dar, also der Anteil der innerhalb eines Jahres sanierten Gebäude des rund 19,5 Millionen Gebäude umfassenden Bestands wieder. Eine Sanierungsquote von 2% wären nötig, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen.

Tabelle: Entwicklung der Sanierungsquote in Deutschland
Jahr Sanierungsquote
2025 0,67%
2024 0,69%
2023 0,70%
2022 0,88%

Klimaneutrale Gebäude tragen einen beachtlichen Anteil zum Klimaschutz bei. Um sie entsprechend auf- und auszurüsten, braucht es eine energetische Sanierung. Dazu gehören Maßnahmen, die zum effizienten Verbrauch von Energie beitragen. Zum Beispiel:

Was die energetische Sanierung dem Verbraucher bringt

Verbraucher mit eigenem Dach über dem Kopf, sei es in Form eines eigenen Hauses oder einer Eigentumswohnung, fürchten noch oft die Kosten, die die energetische Sanierung verursacht. Doch sie sollten nicht vergessen, dass auch der Verzicht darauf ins Geld geht. Langfristig betrachtet müssen sie sogar tiefer in die Tasche greifen: Denn selbst dann, wenn die Preise für fossile Brennstoffe über kurz schwanken und dabei günstig ausfallen, steigen sie über lang doch stetig.

Und in Sachen Klimaschutz helfen auch neuste technische Errungenschaften wie die ach-so-sparsame Ölheizung des Herstellers X, Y oder Z uns nicht wirklich: Wer heute innerhalb einer energetischen Sanierung in eine moderne Ölheizung investiert, manifestiert den Verbrauch von fossilen Brennstoffen erneut und für die nächsten 20 bis 30 Jahre, selbst wenn er weniger davon verbraucht als mit der alten Heizungsanlage. Öl bleibt Öl. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien und damit die Energiewende wird so nicht nur verzögert, sondern ausgebremst.

Die Investition in Wärmeerzeugungstechnik, die mit erneuerbaren Energien heizt, Wärmedämmung und erneuerbare Wärmeenergiequellen zahlt sich für den Verbraucher aus:

Ökonomische Vorteile

  • Energetische Sanierungen können enorme Einsparpotenziale heben. Laut einer Dena-Studie zu Verbrauchskennwerten ergaben Sanierungsmaßnahmen Reduzierungen des Energieverbrauchskennwertes beim Endenergieverbrauch um etwa 70%, die durchschnittliche Reduktion des Primärenergieverbrauchs lag bei rund 80 Prozent!
  • Wer erneuerbare Energien nutzt, spart an deren Beschaffungskosten, denn Sonne, Wind und Wasser sind Energiequellen, die gratis genutzt werden können. Die Investition in die zur Nutzung nötige Technologie kann so als Geldanlage gewertet werden, die Rendite einbringt.
  • Das energetisch sanierte Gebäude gewinnt an Wert auf dem Immobilienmarkt.

Ökologische Vorteile

  • Dank der energetischen Sanierung produziert das Gebäude im Betrieb weniger Treibhausgasemissionen.
  • Betrachtet man die CO2-Bilanz des gesamten Lebenszyklus kann der energetisch sanierte Altbau bei Berücksichtigung der grauen Emissionen sogar insgesamt besser abschneiden als ein Niedrigenergie- oder Passivhaus-Neubau.

Weitere Vorteile

  • Die Wohnbehaglichkeit in einem energetisch sanierten Haus steigt, das Wohnklima verbessert sich. Eine fachmännisch ausgeführte Wärmedämmung bringt spürbare Nebeneffekte wie Schallschutz und Feuchtigkeitsschutz mit sich. Sie verbessert außerdem oft den Brandschutz und die Lebenszeit der Bausubstanz.

Selbstverständlich gibt’s die energetische Sanierung nicht für lau. Je nach Gebäudezustand, Größe, Beschaffenheit, erforderlichen Sanierungsmaßnahmen, dafür notwendigen Materialien und so weiter kommt man unter dem Strich auf eine andere Summe an Kosten für die energetische Sanierung.

Die gute Nachricht: Es lassen sich oft erhebliche Kosten für die energetische Sanierung sparen, wenn man sie mit Sanierungsmaßnahmen kombiniert, die sowieso auf dem Plan standen (Ohnehinmaßnahmen). Beispielsweise spart man sich bei einer Dachdämmung gemäß den Anforderungen des aktuell geltenden Gebäudeenergiegesetzes (GEG) (früher: Energieeinsparverordnung (EnEV)) die hohen Kosten für ein Gerüst, wenn man die Dämmmaßnahmen mit einer Neueindeckung des Daches verbindet. Zu zahlen ist dann nur das Ohnehin-Gerüst.

Experten-Wissen: Prognos habe laut der Deutschen Umwelthilfe im Auftrag der KfW berechnet, dass die Energieeinsparung bei einer mit einer energetischen Sanierung kombinierten Ohnehin-Sanierung oft so groß sei, dass damit die Hälfte der Ohnehin-Sanierungskosten gedeckt werden könne.

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Verbreitete Mythen zur energetischen Sanierung – und wie man ihnen faktisch begegnet

Betrachtet man die Bemühungen seitens des Staates, die Energiewende voranzutreiben, lassen sich Missverhältnisse ausmachen. Seit langem wird besonders die Stromwende buchstäblich gefördert, während Wärmewende und Rohstoffwende eher vernachlässigt werden. Entsprechend unaufgeklärt sind viele Verbraucher bezüglich der energetischen Sanierung im Gebäudebereich. Gegner der Energiewende sorgen sogar für bewusste Fehlinformation. Kein Wunder, das sich so mancher Mythos darüber verbreitet. Im Folgenden stellen wir den einen oder anderen davon vor und entlarven ihn als solchen.

Wärmedämmung erhöht die Brandgefahr

Immer wieder ist die Rede oder Schreibe davon, insbesondere in den Medien, dass wärmedämmende Maßnahmen an Gebäuden deren Brandschutz gefährden. Brände werden dabei auf Dämmmaterialien zurückgeführt, die bei der Dämmung des Gebäudes angebracht wurden, zum Beispiel in Form einer Fassadendämmung wie sie in einem WDVS, also einem Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz kommen. Leider lässt eine differenzierte Betrachtung solcher Brandbeispiele oft zu wünschen übrig, sodass auch die Fassadendämmung als energetische Sanierungsmaßnahme in Verruf geraten ist.

Fakt ist: Wärmedämmverbundsysteme sind streng genormte, geprüfte und - weil für normgemäß befunden - zugelassene Konstruktionen. Häufig kommt in ihnen der Dämmstoff Polystyrol (oft als BASF-Handelsmarke Styropor) zum Einsatz, der einfach ausgedrückt brennbar ist. Wird das WDVS fachgerecht installiert, geht von ihm keine Brandgefahr aus. Im Brandfall allerdings kann das Styropor den Brand fördern. Deshalb muss ein entsprechendes WDVS den deutschen Brandschutzgesetzen gerecht werden.

Außerdem legt man heute mehr und mehr Wert auf nicht brennbare Dämmmaterialien wie Mineralwolle in Form von Stein- oder Glaswolle und verbaut diese zunehmend in WDVS. Sie tragen zur Feuersicherheit bei.

Experten-Tipp: Wer auf zugelassene Dämmmaterialien bei einer energetischen Sanierung setzt und diese fachgerecht anbringen lässt, schließt Brandschutz weitgehend ein.

Wärmedämmung birgt ein Schimmelrisiko

Ein weiteres Argument, das häufig gegen Wärme dämmende Maßnahmen innerhalb energetischer Sanierungen gebracht wird, ist, dass sie Feuchtigkeitsprobleme und im Zuge dessen eine Schimmelbildung fördern.

Fakt ist, dass in bewohnten Räumen wie Wohnungsräumen, Arbeitsräumen oder Aufenthaltsräumen, Feuchtigkeit gebildet wird, die sich, wenn sie nicht abgeführt wird, im Raum niederschlagen kann. Zum Beispiel an kalten Wänden, in Ecken und im Fensterbereich. Dort fördert sie die Schimmelbildung und zerstört auf Dauer auch die Bausubstanz.

Alte, undichte Fenster sorgen oft für einen unkontrollierten Luftaustausch, der den positiven Nebeneffekt hat, dass die feuchte Luft aus dem Raum nach draußen verschwindet und die Raumluft so trockener wird. Der negative und energetisch schwerwiegendere Nebeneffekt ist aber der, dass auch die teuer erzeugte Wärme unkontrolliert aus dem Gebäude verschwindet und auch das Gebäude kälter wird.

Werden im Rahmen einer energetischen Sanierung Gegenmaßnahmen ergriffen, zum Beispiel neue Fenster eingebaut und die Außenwände gedämmt, setzt man dem unkontrollierten Energieverlust ein Ende. Die Fenster sind dicht, die gedämmten Wände wärmer. Beides mindert die Schimmelbildung, wenn man nach der energetischen Sanierung optimal lüftet und heizt.

Dämmstoffe sind nicht ökologisch

Wer sämtliche heute einsetzbaren Dämmstoffe über einen Kamm schert und ihnen eine schlechte Ökobilanz zuschreibt, urteilt fehl. Denn es gibt neben Dämmstoffen mit einer negativen Ökobilanz auch solche, deren Bilanz ausgeglichen ist. Differenzierte Betrachtung und entsprechender Einsatz der Dämmstoffe sind angesagt, wenn eine energetische Sanierung ansteht.

Weit verbreitete Dämmstoffklassiker aus fossilem Erdöl wie das bereits erwähnte Styropor haben eine schlechte Klimabilanz. Der fossile Rohstoff, dessen Gewinnung und Verarbeitung, beides energieintensiv und teuer, sind Gründe dafür. Doch das lange konkurrenzlose Dämmmaterial Styropor hat in jüngster Zeit ökologischere Dämmstof als Konkurrenz zu fürchten lernen müssen, darunter anorganische mineralische oder organische, nachwachsende. Deren Fertigung ist umwelttechnisch betrachtet noch nicht immer optimal, aber immerhin ökologischer als die des Schaumkunststoffes Styropor.

Bezieht man die Einsatzdauer der Dämmmaterialien und ihre Recyclingfähigkeit in die Rechnung mit ein, ergibt sich für manchen Dämmstoff als auch für eine energetische Sanierung eine ausgeglichene Klimabilanz. Zur Beurteilung der Ökologie eines Dämmstoffs kann man auch die energetische Amortisationszeit heranziehen. Damit meint man den Zeitraum, von dem an der Dämmstoff mehr an Energie einspart, als verbraucht wurde, um ihn zu fertigen.

Experten-Wissen: Laut einer Untersuchung des Karlsruher Instituts für Technologie und anderen betrage die energetische Amortisationszeit eines Dämmstoffs weniger als zwei Jahre. Das heißt, dass ein Dämmstoff im Laufe seines Einsatzes - und der ist bei moderner und fachgerechter Sanierung heutzutage eine Sache von Jahrzehnten – deutlich mehr Energie einspart, als er für seine Produktion benötigt wurde.

Nicht zu vergessen: Als Verbraucher hat man Macht. Die Macht der Kaufkraft. Man kann mit einer gezielten Nachfrage nach ökologischen Dämmstoffen Einfluss auf das Angebot nehmen. Und sein Interesse an ökologischen Dämmstoffen für die energetische Sanierung der eigenen vier Wände mit einer Kaufentscheidung untermauern, indem man besiegelte Öko-Qualität kauft.

Lebensdauer der Außendämmung ist zu kurz

Ein häufig genanntes Argument gegen die Fassadendämmung als eine Form der energetischen Sanierung ist ihre angeblich kurze Lebensdauer. Dem kann man mit Fakten begegnen, die das Gegenteil belegen: So habe das Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP) laut der Deutschen Umwelthilfe beispielsweise in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass Wärmedämmverbundsysteme hinsichtlich ihrer Lebensdauer nicht schadensanfälliger seien als ungedämmte Fassaden. Ebenso hätten demnach Tests widerlegt, unter anderem seitens des Instituts für Bauforschung e.V., dass gedämmte Fassaden bei mechanischer Einwirkung leichter Schaden nähmen als konventionell verputzte Außenwände.

Energetische Sanierung lohnt sich nur im Neubau

Wir haben es eingangs bereits erwähnt: Drei von vier Altbauten in Deutschland wurden vor 1979 gebaut – dem Jahr der ersten Wärmeschutzverordnung. Es geht hier um 75 Prozent der etwa 20 Millionen Bestandsgebäude! Der Großteil von ihnen braucht eine energetische Sanierung. Ihnen gegenüber steht die Zahl 130.000. Nicht mehr als 130.000 neue Gebäude werden jährlich hierzulande neu gebaut. Ganz klar, welches Potential die energetische Sanierung auf Seiten der Bestandsgebäude hat, oder?

Bis zu 85 Prozent beträgt die mögliche Energieeinsparung eines mit modernster Technik energetisch sanierten Altbaus. Wenn wir einerseits neue Gebäude energetisch optimiert errichten, müssen wir andererseits auch das energetische Einsparpotential der Bestandsbauten sehen und es mittels geeigneter energetischer Sanierung heben.

Experten-Wissen: Auch Mieter profitieren! Modellrechnungen des Projekts "Sozial-ökologische Wärmewende in Berlin" zeigen, dass die eingesparten Heizkosten die Modernisierungsumlage einer energetischen Sanierung auf die Miete übertreffen können, wenn ambitioniert saniert wird und Fördermittel eingesetzt werden. So könnten die Warmmieten sogar geringer ausfallen als in unsanierten Gebäuden, was insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen wichtig ist.

Energetische Sanierung ist Voraussetzung für nachhaltigen Gebäudebestand

Fazit: Die energetische Sanierung eines Gebäudes ist Voraussetzung für dessen ökologischen Betrieb und nachhaltigen Bestand. Sie ist eine Maßnahme, um die Energiewende im Gebäudebereich voranzubringen und als solche unerlässlich. Zu groß ist das Energiesparpotential in den vor Neubauten diesbezüglich in die Diskussion zu bringenden Bestandsbauten, als dass wir es ignorieren könnten.

Wer energetisch saniert, braucht anschließend weniger Rohstoffe, um zu heizen und sein Brauchwasser zu erwärmen. Er spart Brennstoffe und die dafür aufzuwendenden Kosten. Zugleich bedeutet die Abkehr von fossilen Brennstoffen eine Kostenersparnis, denn erneuerbare Energiequellen liefern ihre Energie gratis. Die Investition in Technik, um sie zu „ernten“, lohnt sich als Geldanlage, da sie Rendite verspricht – und ist eine Investition in eine nachhaltigere Zukunft.

Bei der Entscheidung für energetische Sanierungsmaßnahmen sollte der Bauherr von Politik und Wirtschaft mehr als bis dato unterstützt werden, damit das energetische Sanierungspotential bestmöglich gehoben werden kann. Da die energetische Sanierung gesamtgesellschaftliches Ziel und Aufgabe ist, müssen Staat und freie Wirtschaft hier noch stärker an einem Strang ziehen und den Sanierungsweg für private Hausbesitzer entsprechend ebnen. Dazu gehören eine sachliche Informationspolitik, eine zielführende Förderpolitik, eine unterstützende Finanzierungspolitik, eine hinsichtlich Rohstoffen und Energien transparente Produktion von Energietechnik, deren transparente Qualitätsprüfung und entsprechende Qualitäts-Label und vieles mehr.

Denn nur dann, wenn der Hausherr Kosten und Nutzen der Maßnahmen nachvollziehen kann und von ihrer Unabdingbarkeit überzeugt ist, wird er auch den persönlichen Aufwand einer energetischen Sanierung seines Eigenheimes in Kauf nehmen.

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Häufige Fragen

Was gehört zur energetischen Sanierung?

Eine energetische Sanierung umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, die darauf abzielen, den Energieverbrauch eines Gebäudes zu reduzieren und damit den Ausstoß von CO2 zu senken. Dazu gehören u. a. die Dämmung der Außenwände, des Dachs, der Kellerdecke, Erneuerung der Fenster, Erneuerung der Heizungsanlage oder der Einbau einer Lüftungsanlage.

Warum sollte man energetisch sanieren?

Mit einer stärkeren Wärmedämmung, wärmeisolierenden Fenstern oder einer effizienteren Heizung spart man nicht nur Heizkosten ein, sondern tut etwas für den Klimaschutz und reduziert die Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten. Außerdem steigert sich neben dem Wohlfühlcharakter auch der Wert einer Immobilie.

Was kostet eine energetische Sanierung?

So pauschal lässt sich das nicht sagen, weil die Kosten für eine energetische Sanierung von vielen Faktoren, wie beispielsweise Alter des Gebäudes, Umfang und Art der Maßnahmen, abhängen. Daher ist es sinnvoll, zunächst einen Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen, der alle wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen entsprechend der Kosten und Nutzen erfasst.

Ist eine energetische Sanierung Pflicht?

Ja, eine energetische Sanierung ist in Deutschland verpflichtend. Die energetischen Vorgaben für eine Immobilie regelt das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Das Gesetz enthält Vorgaben zur Heizungs- und Klimatechnik sowie zum Wärmedämmstandard und Hitzeschutz von Gebäuden. Die genauen Bedingungen und Voraussetzungen für die Sanierungspflicht können jedoch variieren.

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