Letzte Aktualisierung: 20.11.2020

Stromspeicher-Förderung: Kredite und Zuschüsse 2020/ 2021 im Überblick

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Wie werden Solarspeicher gefördert? Welche Förderungen können beantragt werden? Wie hoch ist der Förderzuschuss?

In Zeiten sinkender EEG-Umlage macht es im privaten PV-Bereich Sinn, auf Stromspeicherlösungen zu setzen. Statt nicht benötigten Strom an die Energieversorger zu verkaufen, speichert man diesen in entsprechenden Akkus, aus denen man diesen bei Bedarf abrufen kann.

Seit Anfang 2013 war es möglich, Solarspeicher über einen KfW-Förderkredit zu finanzieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bot hierzu zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss an. Das KfW-Förder-Programm "Erneuerbare Energien Speicher" wurde jedoch zum 31.12.2018 eingestellt.

Der Kauf eines PV-Stromspeichers wird aber weiterhin über einzelne Bundesländer und auch Städte gefördert. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um in den Vorzug einer Stromspeicher-Förderung zu kommen, verrät unser Special zum Thema "Stromspeicher-Förderung".

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Die wichtigsten Infos zur Stromspeicher-Förderung

Die Kosten für Solarstromspeicher - etwa 1.100 € zahlten Verbraucher 2020 pro kWh Speicherkapazität - sind in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. Und viele Förderprogramme locken mit Zuschüssen oder günstigen Krediten. Auch deswegen wird nahezu jede zweite neue Photovoltaik-Anlage in Deutschland wird inzwischen mit einem Stromspeicher installiert.

Zuschuss oder Darlehen?

Förderungen für Solarakkus werden in der Regel als Zuschuss oder Darlehen gewährt. Zuschüsse haben für die Antragsteller den Vorteil, nicht zurückgezahlt werden zu müssen. Interessierte können sie meist online bei der Förderstelle beantragen, die Auszahlung erfolgt zügig nach der Bewilligung.

Bei Förderdarlehen für Batteriespeicher handelt es sich um rückzahlpflichtige Kredite. Die Konditionen für Laufzeiten und Jahreszinsen sind jedoch attraktiver als bei herkömmlichen Bankkrediten. Beantragt wird das Förderdarlehen bei speziell ausgewiesenen Banken oder der Hausbank des Antragstellers. Letzteres gilt beispielsweise für Kredite der KfW, die selbst keine Bankfilialen führt.

Was muss man grundsätzlich beachten?

Wichtig ist, die gewählte Förderung frühzeitig zu beantragen. Zum einen dürfen Stromspeicher meist noch nicht installiert sein, wenn der Förderantrag gestellt wird. Bereits in Betrieb genommene Solarbatterien sind in diesem Fall nicht mehr förderfähig. Zum anderen ist das Interesse an Zuschüssen oft so hoch, dass die Fördertöpfe nach einigen Monaten aufgebraucht sind.

Viele Fördermaßnahmen stellen zur Bedingung, dass keine anderen Fördermittel mit derselben Zuwendung bezogen werden. Hauseigentümer können also häufig nicht mehrere Förderungen kombinieren. Grundsätzlich sollten Antragsteller im Vorfeld genau prüfen, welche Bedingungen an den gewünschten Kredit oder Zuschuss gestellt werden.

Manche Stellen fördern beispielsweise nur Stromspeicher, die eine bestimmte Speicherkapazität haben. Oft ist nur antragsberechtigt, wer den Speicher gemeinsam mit einer neuen netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage installiert.

Welche KfW-Förderkredite gibt es?

Die KfW bietet unterschiedliche Darlehen an, die sich nach der Gesamtenergieeffizienz des Hauses richten. Dazu gehört auch der KfW Kredit 153 mit bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit und einem Tilgungszuschuss von bis zu 25 Prozent. Damit lässt sich der Bau eines KfW-Effizienzhaus 40 Plus finanzieren, bei dem stromerzeugende Anlagen, wie eine PV-Anlage oder ein BHKW, sowie ein Stromspeicher installiert werden müssen.

Die KfW bietet einen weiteren zinsgünstigen Kredit an, den Speicherinteressierte kennen sollten: den Kredit 270. Damit fördert die KfW bis zu 100 Prozent der Nettokosten beim Erwerb oder der Erweiterung einer Erneuerbare-Energien-Anlage. Solarstrom-Speicher können mitfinanziert werden. Wichtig ist, dass die Anlage zur Stromerzeugung, wie eine Photovoltaik-Anlage, neu installiert oder nicht älter als 12 Monate ist und ein Teil der Energie eingespeist oder verkauft wird.

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Förderprogramme der Bundesländer

Neben den bundesweit geltenden Krediten der KfW gewähren viele Bundesländer eine PV-Batterie-Förderung. Bei all diesen Länder-Förderungen handelt es sich um Zuschüsse – sie müssen nicht zurückgezahlt werden und lohnen sich für Hauseigentümer deshalb besonders.

Je nach Bundesland bemisst sich die Förderhöhe durch einen gewissen Prozentsatz der Speicherinvestition oder durch einen bestimmten Geldbetrag pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Einige Bundesländer wie Sachsen und Sachsen-Anhalt fördern zusätzlich die Anschaffung von Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge. Welche Förderbedingungen gelten und wie hoch der Zuschuss ausfällt, stellen wir für Sie im Folgenden detailliert vor.

Baden-Württemberg: Förderung netzdienlicher Photovoltaik-Batteriespeicher

Das Land Baden-Württemberg hat ab 1. März 2018 ein Stromspeicher Förderprogramm aufgelegt. Wer in Baden-Württemberg eine Photovoltaikanlage mit einem netzdienlichen Speicher errichtet, erhält für die Batterie einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Die Förderhöhe für Heimspeicher an kleineren und mittleren Anlagen betrug anfänglich 300 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Batteriekapazität. Pro Vorhaben sind maximal 7.500 Euro Förderung möglich, mindestens jedoch 600 Euro.

Bereits im Januar 2019 sank die Förderhöhe bei Heimspeichern wie vorgesehen um 33 Prozent, bei Gewerbespeichern um 25 Prozent. Die Förderhöhe für Speicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung bis zu 30 Kilowatt sank wie geplant von 300 auf 200 Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Batteriekapazität gesunken. Bei einer typischen Hausdach-Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 10 Kilowatt gibt es nun einen Zuschuss bis zu 1.660 Euro für die Solarbatterien. Für Speicher an größeren Solaranlagen sinkt der Zuschuss weniger stark, von 400 auf 300 Euro.

Neu ist ein Förder-Bonus für Stromspeicher an größeren Hausdachanlagen. Neue Photovoltaikanlagen zwischen 10 und 14 Kilowatt installierter Leistung in Verbindung mit einem Speicher werden einmalig mit 400 Euro zusätzlich gefördert.

Künftig können auch landwirtschaftliche Betriebe die Unterstützung beantragen. Eine weitere Änderung betrifft das Mindestinstallationsverhältnis: Bislang musste das Leistungsverhältnis von Solaranlage zu Solarspeicher mindestens 1,2:1 betragen, um überhaupt Fördergeld zu erhalten. Diese Förderbedingung wurde nun abgeschwächt: Künftig können die Speicher auch größer sein – die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität wird jedoch nicht gefördert.

Auch prognosebasierte Batteriemanagementsysteme sind von Änderungen betroffen: Der Bonus für sie entfällt, da sie künftig ohnehin eine Fördervoraussetzung für kleinere Photovoltaikanlagen mit Speicher sind.

Im Zuge einer Anschaffung werden künftig auch Ladepunkte für Elektroautos gefördert. Wer sich seit dem 1. Februar 2019 einen netzdienlichen Ladepunkt für Elektroautos anschafft, erhält einen Zuschuss von 500 Euro.

Wer die Stromspeicher-Förderung erhalten möchte, muss den Antrag vor dem Kauf des Solarspeichers stellen. Danach gibt es kein Geld vom Land Baden-Württemberg mehr. Für die Batterien des Speichersystems bedarf es außerdem einer Zeitwertersatzgarantie des Händlers oder Herstellers für einen Zeitraum von zehn Jahren. Mit dieser Regelung sollen nur qualitativ hochwertige Systeme gefördert werden. Bei einer Zeitwertersatzgarantie wird im Fall eines Defekts der Wert des Stromspeichers zum Zeitpunkt des Ausfalls ersetzt.

Die Antragstellung erfolgt bei der L-Bank. Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen des Landes ist nicht zulässig. Wer noch von der Förderung profitieren will, sollte sich beeilen. Denn die Mittel in dem stark nachgefragten Förderprogramm könnten jedoch schon vor dem offiziellen Programmende am 31. Dezember 2019 erschöpft sein.

Bayern: 10.000-Häuser-Programm Bayern

Bayern hat im Juli 2019 im Förderprogramm "10.000-Häuser-Programm Bayern – EnergieBonusBayern" den Programmteil PV-Speicher-Programm für die Förderung von Solarstromspeichern aufgelegt. Wer in Bayern eine neue Photovoltaikanlage mit Heimspeicher errichten möchte, kann ab dem 01. August 2019 einen Kaufzuschuss beantragen.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Kapazität der Solarbatterie. Für die kleinste Speicherkapazität von 3 Kilowattstunden soll es den Basiszuschuss von 500 Euro geben. Jede weitere volle Kilowattstunde Speicherkapazität (3,0 bis 3,9 kWh / 4,0 bis 4,9 kWh usw.) soll mit weiteren 100 Euro gefördert werden. Die Höchstförderung für den Solarstromspeicher liegt bei 3.200 Euro für Batterien mit 30 Kilowatt nutzbarer Kapazität.

Die Förderhöhe richtet sich jeweils nach dem geringeren Wert, d.h. wenn der Batteriespeicher eine geringere Kapazität (in kWh) hat, als die PV-Anlage Leistung (in kWp) aufweist, dann wird der Wert des Batteriespeichers als Berechnungsgrundlage verwendet und umgekehrt. Wer zuhause außerdem einen Ladepunkt für ein Elektroauto installiert, erhält weitere 200 Euro.

Weitere Informationen zur bayerischen Stromspeicher-Förderung: Download des Merkblatt S – PV-Speicher-Programm

Berlin: Förderprogramm für Solarstromspeicher EnergiespeicherPLUS

Seit Oktober 2019 können Berliner Haushalte Zuschüsse für Solarenergiespeicher, die zusammen mit dem Kauf einer Photovoltaikanlage angeschafft werden, erhalten. Das Berliner Speicher-Förderprogramm bezuschusst Speicheranlagen wie Batteriespeicher, Salzwasserbatterien, Redox-Flow-Systeme oder Wasserstoffspeichersysteme mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle.

EnergiespeicherPLUS bezuschusst die Anschaffung und Inbetriebnahme von Solarenergiespeichern pro kWh nutzbarer Speicherkapazität mit 300 Euro. Die Gesamtfördersumme ist dabei je System auf maximal 15.000 Euro begrenzt. Für Solarstromspeicher mit Erzeugungs- oder Verbrauchsprognosen wird ein Bonus i. H. v. 300 Euro gewährt.

Antragsberechtigte des Förderprogramms EnergiespeicherPLUS sind Privatpersonen, Unternehmen, gesellschaftliche, staatliche oder kirchliche Institutionen, Genossenschaften oder Wohnbaugesellschaften, die eine Photovoltaikanlage in Berlin errichten wollen. Die Berliner Bezirke sind ebenfalls antragsberechtigt.

Das Förderprogramm EnergiespeicherPLUS wird von der IBB Business Team GmbH der Investitionsbank Berlin (IBB) umgesetzt.

Alle Informationen zur EnergiespeicherPLUS-Förderung finden Sie auf » der Website energiespeicherplus.de

Brandenburg: Kleinspeicher-Programm

Seit Juli 2018 förderte das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg mit dem 1.000-Speicher-Programm (Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung von Maßnahmen zur Energiespeicherung im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg für natürliche Personen (Adobe Acrobat Document - 48 KB) und Kurzinformation „Förderprogramm 1000-Speicher“ (Adobe Acrobat Document - 44 KB)) private Hausbesitzer den Kauf eines Batteriespeichers ab einer Nutzkapazität von 2,0 kWh für das selbst genutzte private Wohnhaus mit bis zu 50 Prozent der Investitionskosten, höchstens jedoch 7.000 Euro. Im September 2018 wurde bekanntgegeben, dass das Brandenburger 1000-Speicher Programm aufgrund hoher Nachfrage geschlossen wurde. Innerhalb von nur sechs Wochen wurden 1.026 Anträge gestellt. Es wurden Förderungen von über 5,3 Millionen Euro bewilligt.

Am 01. November 2019 startete Brandenburg das neue Kleinspeicherprogramm für Privathaushalte, das eine Förderung von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten, jedoch höchstens 3.000 Euro für die Anschaffung eines Batteriespeichers für eine selbst genutzte Wohnimmobilie vorsieht. Das Kleinspeicherprogramm schließt an das erfolgreiche 1000-Speicher-Programm an, im ersten Aufruf sind jedoch nur 500 Förderungen möglich. Bewilligungsbehörde für das Kleinspeicherprogramm ist die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB).

Weitere Informationen: Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung von Maßnahmen zur Energiespeicherung im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg vom 10. September 2019 (Adobe Acrobat Document - 142 KB) und Kurzinformation zum Brandenburger Kleinspeicher-Programm (Adobe Acrobat Document - 46 KB)

Speicher-Förderung in Niedersachsen

Niedersachsen bietet zunächst bis zum 30.09.2022 einen Zuschuss von bis zu 40 % der Nettoinvestitionskosten eines PV-Batteriespeichersystems in Verbindung mit dem Neubau einer an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von mindestens 4 kWp. Als gleichwertig gilt auch die Erweiterung einer bestehenden PV-Anlage um ebenfalls mindestens 4 kWp. Bezuschusst werden je 1,2 kWp Leistung der PV-Anlage 1 kWh Speicherkapazität. Darüber hinausgehende Speicherkapazität wird nicht gefördert.

Dazu kann ein E-Mobilität-Zuschuss von 500 € je Vorhaben gewährt werden, sofern zur PV-Anlage ein neuer lastmanagementfähiger Ladepunkt für Elektrofahrzeuge installiert wird. Zusätzlich zu der Förderung können weitere Boni gewährt werden PV-Anlagen über 10 kWp und die Überdachung von Parkflächen bzw. sonstigen baulichen Anlagen mit aufgeständerten PV-Anlagen.

Weitere Informationen unter "Photovoltaik (PV) - Batteriespeicher für Privathaushalte" auf der Internetseite der NBank.

Nordrhein-Westfalen: Stromspeicher-Förderung über progres.nrw

Ab Oktober 2016 fördert Nordrhein-Westfalen im „Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen“ (progres.nrw) – Programmbereich Markteinführung stationäre Batteriespeicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung größer 30 kWp. Dabei kann es sich sowohl um eine Neuanlage als auch um die Nachrüstung einer bestehenden Anlage handeln, die nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde. Weiterhin werden die Ausgaben für Mess- und Steuerungseinrichtungen sowie Informations- und Kommunikationsmaßnahmen zum Betreiben des geförderten Stromspeichers gefördert. Es werden 50 Prozent der Ausgaben bezuschusst, wobei die Obergrenze der Förderung pro Speicher bei 75 000 Euro liegt. Pro Anlage kann nur ein Speichersystem gefördert werden. Hersteller von Batteriespeichern und Eigenbauanlagen, Prototypen und gebrauchte Anlagen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Weitere Informationen: Runderlass „Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen“ (progres.nrw) - Programmbereich Markteinführung (Adobe Acrobat Document - 13 KB)

Solarspeicherprogramm Rheinland-Pfalz

Seit dem 31.10.2019 werden mit dem Speicher-Förderprogramm Rheinland-Pfalz Privathaushalte, Schulen und andere kommunale Liegenschaften dabei unterstützt, Photovoltaik-Anlagen in Zusammenhang mit Batteriespeichern zu installieren. Gefördert wird die Investition in einen festinstallierten Batteriespeicher, der in Verbindung mit einer neuen, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage errichtet wird. Batteriespeicher für bereits existierende PV-Anlagen werden nicht gefördert. Die Förderhöhe des Solarspeicherprogramms liegt bei 100 Euro pro Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität.

Unterstützt werden Heimspeicher in Privathaushalten mit bis zu 1.000 Euro sowie Gemeindespeicher in Kommunen mit bis zu 10.000 Euro. Für den Erhalt der Förderung müssen Privathaushalte eine neue Photovoltaik-Anlage mit mindestens 5 kWp Nennleistung und einen Batteriespeicher mit mindestens 5 kWh Speicherkapazität installieren. Kommunen sollten neue Photovoltaik-Module mit einer Nennleistung von mindestens 10 kWp und mindestens 10 kWh Speicherkapazität einbauen. Auch Förderkombinationen sind möglich.

Aufgrund der hohen Nachfrage nach der Speicher-Förderung hat Rheinland-Pfalz im Juli 2020 die Fördersumme für Privathaushalte um 840.000 Euro auf insgesamt rund 2,5 Mio. Euro aufgestockt und den Kreis der Zuwendungsempfänger auf Unternehmen, Anstalten öffentlichen Rechts, Vereine und karitative Einrichtungen ausgeweitet. Auch sie erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro pro kWh Speicherkapazität, der auf 10.000 Euro begrenzt ist.

Weitere Informationen zur Solarspeicher-Förderung in Rheinland-Pfalz finden Sie unter Solar-Speicher-Programm bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz oder im Info-Flyer "Das Solar-Speicher-Programm des Landes Rheinland-Pfalz" (Adobe Acrobat Document - 1,46 MB)

Saarland: Energiespeicher-Programm Saarland

Das Saarland förderte die Installation und Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen sowie deren bessere Marktdurchdringung. Eine Zuwendung konnten alle natürlichen und juristischen Personen erhalten. Gefördert wurden Lithium-Ionen und Vanadium-Redox-Fluss-Speicher oder höherwertige Speichertechnologien mit einer Speicherkapazität von 3 bis 30 Kilowattstunden, die einen Autarkiegrad von mindestens 50% pro Jahr ermöglichen. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung bestand jedoch nicht, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) entschied im Einzelfall über eine Förderung. Das Stromspeicher-Förderprogramm des Saarlandes wurde bereits abgewickelt und ist beendet.

Weitere Informationen: Energiespeicher-Programm Saarland: Richtlinie zur Förderung von elektrischen Speichersystemen (Adobe Acrobat Document - 329 KB)

Sachsen: Förderung der sächsischen Aufbaubank

Innerhalb des Förderprogramms "Innovative dezentrale Stromerzeugung und –speicherung" fördert der Freistaat Sachsen seit 2013 über die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB) dezentrale Stromspeicher. Die Förderhöhe muss mindestens 2.000 Euro betragen und richtet sich nach der Höhe der aus der Investition resultierenden CO2-Einsparungen. Pro Tonne eingesparter CO2-Emissionen vergütet die SAB 500 Euro, wobei hier noch ein Korrekturfaktor angesetzt wird. Mit einem Stromspeicher müssen demnach mindestens 20 Tonnen CO2 eingespart werden, um die Basisförderhöhe zu überschreiten. Zudem muss das Stromspeichersystem in der Lage sein, auch am Regelenergiemarkt teilzunehmen.

Die sächsische Speicherförderung kann alternativ zum Bundesprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen werden und richtet sich auch an Interessenten, die bereits eine Photovoltaikanlage besitzen und diese um einen Speicher erweitern wollen. Auch die Förderung von Modellprojekten, die nicht auf Blei- oder Lithium-Ionen-Technologie basieren, ist möglich. Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH berät potentielle Antragsteller bei diesen Projekten und erhebt deren Leistungsdaten. Die Förderquote beträgt für Standardanlagen bis zu 40 Prozent, bei Modellvorhaben bis zu 50 Prozent, maximal 20.000 Euro pro Vorhaben.

Sachsen-Anhalts Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher

Sachsen-Anhalt fördert mit der "Richtlinie Speicherförderprogramm" vom 25.09.2019 Stromspeicher in Kombination mit kleinen bis mittelgroßen Photovoltaikanlagen auf Dachflächen von Privatpersonen und Unternehmen sowie Stromspeicher für Mieterstrommodelle in Kombination mit Photovoltaikdachanlagen.

Sachsen-Anhalts Speicherförderung umfasst einen Investitionszuschuss von bis zu 30 Prozent, gedeckelt bei 5000 Euro. Zusätzliche 1000 Euro gibt es für die Installation eines Ladepunktes mit mindestens 3,7 Kilowatt für die Elektromobilität. Antragsberechtigt sind Privatpersonen und Unternehmen sowie Teilnehmende an Mieterstrommodellen.

Eine Förderung des Speichersystems kann nur erfolgen, wenn in Kombination mit dem Speichersystem eine neue Photovoltaikdachanlage installiert und in Betrieb genommen wird oder eine bestehende Photovoltaikdachanlage in Bezug auf die installierte Leistung um mindestens 100 v.H. erweitert wird. Die Photovoltaik-Anlage selbst ist nicht Bestandteil des Förderprogramms von Sachsen-Anhalt. Zudem darf die Photovoltaik-Anlage eine installierte Leistung von 30 kWp nicht überschreiten. Bei Mieterstrommodellen liegt das Leistungslimit bei 100 kWp.

Weitere Informationen: Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Stromspeichern für Photovoltaik-Dachanlagen (Richtlinie Speicherförderprogramm) (Adobe Acrobat Document - 349 KB)

Klimaschutz-Förderprogramm Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein unterstützt das Bundesland Privatpersonen mit Erstwohnsitz unter anderem beim Kauf eines Speichers, einer Ladestation für Elektrofahrzeuge oder einer PV-Balkonanlange.

Das Klimaschutz-Förderprogramm fördert 800 Euro für Stromspeicher und 200 Euro für Installations- und Anschlusskosten. Maximal werden 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. Dabei muss der Speicher eine Kapazität von mindestens drei Kilowattstunden aufweisen, zudem muss bereits eine Gebäude-Photovoltaik-Anlage vorhanden sein oder neu eingerichtet werden. Bei einer zusätzlichen Neuinstallation einer Photovoltaik-Anlage kann der Förderbetrag auf 1200 Euro steigen, wobei maximal 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen werden.

Weitere Informationen zum Stromspeicher-Förderprogramm von Schleswig-Holstein

Thüringen: Speicherförderprogramm „Solar Invest“

Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz fördert über das Landesförderprogramm „Solar Invest“ neben Mieterstrommodellen auch stationäre Stromspeicher. Dazu werden Investitionen in Photovoltaikanlagen und Energiespeicher bezuschusst, sofern der Strom für den Eigenverbrauch genutzt wird. Investitionen in Photovoltaikanlagen mit stationären Energiespeichersystemen, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen (nur Batteriespeicher) werden mit bis 40 zu Prozent gefördert, wenn der Strom selbst verbraucht wird. Darüber hinaus sind Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen in oder die Erweiterung von Stromspeichern und Wärmespeichern (Warmwasser-, Kältespeicher, Power to heat-Anlagen) förderfähig.

Weitere Informationen: Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung des Eigenstromverbrauchs „Solar Invest“ (Adobe Acrobat Document - 104 KB)

Stromspeicher-Förderung von Gemeinden, Stadtwerken und Energieversorgern

Aber auch einzelne Kommunen und Städte fördern oder förderten den Kauf von Stromspeichern. Bei all diesen Förderungen handelt es sich um nicht-rückzahlpflichtige Zuschüsse. Bitte fragen Sie jeweils bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung direkt nach, ob diese PV-Stromspeicher fördert. Nachfolgende Nennung ist nur als Beispiel gedacht:

  • München: In München sind jetzt alle Lithium-Ionen-Batterietypen zur Förderung zugelassen, ebenso Salzbatterien. Ausgeschlossen bleiben nach wie vor Bleibatterien und Prototypen. Voraussetzung ist außerdem eine Notstrom-Funktion. Die Förderung beträgt 300 Euro pro Kilowattstunde Nutzkapazität, jedoch maximal die Hälfte der förderfähigen Investitionskosten. Es werden maximal ein Batteriespeicher pro Photovoltaikanlage und 15.000 Euro gefördert. Für die „Insel- bzw. Autarkiefähigkeit“ der Anlage gibt es einen Bonuszuschlag von 500 Euro.
  • Münster: Die Stadt Münster unterstützt die Neuinstallation eines stationären Batteriespeichersystems mit Lithium-Eisen-Phosphat-Technologie (LiFePO4) in Verbindung mit der Neuerrichtung einer festinstallierten netzverbundenen PV-Anlage mit einer installierten Leistung von mindestens 5 bis maximal 30 Kilowattpeak (kWp). Der Zuschuss beträgt pauschal 1.000 Euro.
  • Friedrichshafen: In Friedrichshafen zielt die Förderung auf den Speichereinsatz in Bestandsgebäuden bis zum Bauantragsjahr 2016. 250 Euro pro kWh bis maximal 2250 Euro gibt es für die Ergänzung bestehender oder neuer PV-Anlagen um einen „intelligenten Batteriespeicher“ mit einer Mindest-Nutzkapazität von 3 kWh. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Antragsteller mithilfe der Speicherung mindestens 50 % seines Solarstromes selbst nutzt.

Weitere Beispiele für kommunale Stromspeicher-Förderungen:

  • Elmshorn: Die Stadt bietet einen Zuschuss von bis zu bis zu 1.000€ für einen Stromspeicher in Kombination mit einer neuen PV-Anlage.
  • Winsen (Luhe): Die Stadt fördert den Einbau von Speichern mit neuen PV-Anlagen auf Neu- und Altbauten mit 7,5 % der Kosten, maximal 1.000€.
  • Bocholt: Speichersysteme für neue und bestehende PV-Anlagen werden mit bis zu 75€ pro kWh und maximal 600€ bezuschusst.
  • Harsewinkel: Stromspeicher in Verbindung mit Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien werden mit 100€ pro kWh gefördert.
  • Düsseldorf: Hier wird die Installation eines Lithium-Speichers für neue oder bestehende PV- Anlagen mit 20% der anrechenbaren Brutto-Investitionskosten gefördert.
  • Mörfelden-Walldorf: Die Stadt fördert den Kauf eines Stromspeichers mit bis zu 750€. Der Zuschuss gilt in Kombination mit neuen PV-Anlagen auf Bestandsgebäuden.
  • Bensheim: Stromspeicher, die in Kombination mit neuen oder bestehenden PV-Anlagen verbunden werden werden, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100€ pro kWh.

Fast schon als Geheimtipp gelten Förderungen, die Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke gewähren. Immer mehr Energieversorger bieten lohnende Fördermittel als Anreiz dazu, die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort zu erhöhen. Auch Photovoltaik-Anlagen und Energiespeicher werden bezuschusst, die Förderhöhe entspricht oft dem, was staatliche Förderstellen bieten.

  • Stadtwerke Marburg: Die Stadtwerke Marburg bieten ihren Stromkunden bei der Anschaffung eines Speichers einen Zuschuss in Höhe von 250€.
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg: Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH unterstützt ihre Stromkunden bei der Anschaffung eines Stromspeichers mit 200€.
  • Region Freiburg: Die Badenova AG fördert bei ihren Stromkunden die Installation eines Lithium-Speichers mit 10% der Netto-Investitionskosten.
  • ESWE Versorgungs AG: Der Wiesbadener Energieversorger fördert im Programm "Solar-Speicherbatterie" Strom- oder Heizgas-Kunden, die einen Batteriespeicher mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installieren wollen, mit einem Zuschuss von bis zu 1000 Euro.

Es gibt jedoch einen Unterschied: Im Regelfall müssen Hauseigentümer Kunde beim Stadtwerk oder Energieversorger sein, um dort einen Antrag auf Förderung einzureichen. Fachbetriebe und Energieberater vor Ort können häufig Auskunft darüber geben, welche Stellen in der Region Fördermittel zu Photovoltaik-Speichern anbieten.

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