Letzte Aktualisierung: 20.01.2026

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Stromspeicher-Vergleich: Hersteller-Überblick 2026 & Test-Sieger

  • Wer einen Solarstromspeicher für eine PV-Anlage kaufen möchte, dem stehen heute eine Vielzahl an Anbietern, Speichertechniken und auch Speicherkonzepte zur Auswahl.
  • Für einen Vergleich von Stromspeichern sollten grundsätzlich die wichtigsten technischen Angaben wie die Kapazität und Entladetiefe ermittelt und gegenübergestellt werden.
  • Daneben spielt natürlich die Anwendung selbst eine wichtige Rolle. Je nachdem, welche Verbraucher vorhanden sind oder ob eine Notstromversorgung benötigt wird, variieren die Modelle.
  • Und letztlich muss der Stromspeicher auch einem wirtschaftlichen Vergleich standhalten. Nur, wenn sich auch ein finanzieller Vorteil ergibt, sollte man sich für einen Stromspeicher entscheiden.

Wir zeigen hier die wichtigsten Hersteller & Testergebnisse 2026 und erklären, welche Kriterien Sie bei einem Vergleich von Solarstromspeichern unbedingt berücksichtigen sollten.

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Was macht einen guten Stromspeicher aus?

2026 sind mittlerweile bereits einige Gigawattstunden an stationären Batteriespeichern in Deutschland gemeldet. Der größte Anteil entfällt dabei auf die Heimspeicher bis 30 kWh Speicherkapazität. In Deutschland werden diese Speicher im Schnitt um 8,5 kWh dimensioniert und etwa 80 % aller neuen PV-Anlagen werden direkt mit Speicher gebaut

Ein guter Heimstromspeicher muss 2026 allerdings mehr leisten als nur „Solarstrom in den Abend schieben“. Bei einem Vergleich moderner Stromspeicher-Systeme für Eigenheime mit PV-Anlage zählen vor allem:

  • Intelligentes Energiemanagement: Prognosebasiertes Laden (Wetter/Last), sinnvolle Prioritäten (Eigenverbrauch, Wärmepumpe, Wallbox), und netzdienliches Verhalten werden wichtiger.
  • Ausreichende Leistung (kW) und gute Skalierbarkeit: Nicht nur kWh, sondern auch Entladeleistung für Haushaltsspitzen; ideal sind modulare Systeme.
  • Sicherheit & Lebensdauer: LFP-Chemie (LiFePO₄) ist in vielen Heimspeichern Standard; plus klare Garantie/Servicekette.
  • Hohe Systemeffizienz statt nur Kapazität: Entscheidend ist, wie effizient das Gesamtsystem lädt/entlädt (Umwandlungsverluste, Regelung) – genau darauf zielt der HTW-System Performance Index (SPI) ab.
  • Zusatzfunktionen: Notstrom/Backup (einphasig/dreiphasig), Ersatzstromumschaltung, „Black-Start“, Integration von EV-Laden/Wärmepumpe und dynamischen Stromtarifen.

Zu den beliebtesten Stromspeichern zählten 2025 BYD, Huawei und Sungrow. Im Vergleich zu anderen Herstellern haben sie frühzeitig frühzeitig skalierbare Systeme mit hohem Funktionsumfang angeboten, die mit vielen Wechselrichtern kompatibel sind und auch von vielen Installateuren unterstützt werden.

  • BYD ist vor allem wegen seiner modularen Battery-Box, der hohen Kompatibilität und der großen Marktpräsenz stark nachgefragt
  • Huawei überzeugt durch ein umfangreiches Geräte-System mit starkem Energiemanagement und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sungrow konnte sich durch wettbewerbsfähige Preise, solide Technik und eine schnelle Ausweitung seines Installateurnetzes etablieren

Ein hoher Marktanteil bedeutet aber nicht automatisch den besten Stromspeicher, sondern vor allem eine solide Grundlage für eine sinnvolle Vorauswahl. Wichtig ist im zweiten Schritt, den zu den individuellen Anforderungen passenden Stromspeicher nach Effizienz, Preis-Leistung, Notstromfähigkeit und Energiemanagement zu vergleichen.

Tabelle: Die meistverkauften Stromspeicher in 2025
Hersteller geschätzter Marktanteil 2025
BYD 21,60%
Huawei 12,40%
Sungrow 11,50%
Sonnen 4,70%
E3/DC 4,30%
LG 3,40%
Fenecon 2,80%
Growatt 2,30%
Varta 1,30%
Senec 1,20%

Energiemanagementsysteme für Stromspeicher im Vergleich

Ein gutes Energiemanagementsystem (EMS) zeichnet sich ganz konkret dadurch aus, dass es Ihren Stromverbrauch, die PV-Erzeugung und den Stromspeicher intelligent miteinander verknüpft und automatisch so steuert, dass Sie möglichst wenig Strom zukaufen müssen und Ihr Speicher geschont wird.

Dazu gehören prognosebasiertes Laden (Wetter- und Ertragsvorhersage), klare Prioritäten (zuerst Haushalt, dann Speicher, dann E-Auto/Wärmepumpe) sowie eine transparente App, in der Sie jederzeit sehen und eingreifen können.

Beispiele:

  • Huawei FusionSolar lädt den Speicher gezielt vor Schlechtwetterphasen und koordiniert Speicher, Wechselrichter und Wallbox aus einem System.
  • Sonnen EMS nutzt Last- und Wetterprognosen und kann zusätzliche Verbraucher wie Wärmepumpen aktiv einbinden.
  • E3/DC-Energiemanagement priorisiert kritische Verbraucher im Notstromfall und ist besonders für komplexe Hausenergiesysteme geeignet.
Tabelle: Energiemanagementsysteme von Stromspeichern von 5 bis 15 kWh im Vergleich
Stromspeicher Energiemanagement & Steuerung Kompatibilität (Wechselrichter/EMS)
BYD Battery-Box Premium HVS (5,1 – 12,8 kWh) Externes BMS steuert Lade/Entladevorgänge, SOC Funktioniert mit vielen Hybrid-WRs (z. B. SMA, Fronius); Kommunikation meist über CAN/RS485.
BYD Battery-Box Premium LVL (z. B. 15,4 kWh) Analog HVS, skalierbares BMS-System Ebenfalls Hybrid-WR-kompatibel – starke Integration mit Installateurnetz (SMA, Fronius, GoodWe etc.).
Huawei LUNA2000-5/10/15-S0 Integriertes Power Control Unit (PCU)-BMS, Smart Energy Management Huawei SUN2000 Hybridwechselrichter & App-basiertes EMS (FusionSolar) zur Lade-/Entlade-Optimierung, PV-Optimierer möglich.
Sungrow SBR096 V13 BMS mit Energiemanagement für Eigenverbrauchsoptimierung Häufig kompatibel mit Sungrow-Hybrid-WRs; auch AC-gekoppelte Systeme denkbar, je nach WR.
GoodWe Lynx Home F Plus / D-Serie (z. B. Lynx Home D) Integriertes BMS, häufig in Hybrid-Solar-Systemen mit EMS Gute Integration mit GoodWe Hybrid-wechselrichtern und EMS-Funktionen für Eigenverbrauch/Notstrom.
Varta Pulse / Neo (kleine Modelle ~5–8 kWh) BMS mit Standard-Energiemanagement Funktioniert häufig mit AC-gekoppelten Wechselrichtern (SMA, Fronius etc.).
SonnenBatterie (je nach Modell 7–15 kWh) integriertes EMS + Cloud-Optimierung, Last-/PV-Vorhersage Nahezu systemeigene EMS-Steuerung, kompatibel mit verschiedenen DC/Hybrid-WR über Gateway.
E3/DC S10 / Home / S10 E Integriertes EMS des E3/DC-Systems mit Last- und PV-Steuerung E3/DC-Inverter/WR und EMS, Notstrom vollständig integriert.
Growatt Speicher-Serie (~5–15 kWh) BMS mit Energiemanagementoption Gute Kompatibilität zu Growatt-WRs und EMS über App.
LG RESU/ESS (5–15 kWh je nach Serie) BMS mit Standardsteuerung Meist AC-gekoppelt, arbeitet z. B. mit SMA/Fronius/other WR + EMS-Gateway.

Stromspeicher im Effizienz-Vergleich mit dem SPI-Test

Der System Performance Index (SPI) ist eine von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin entwickelte simulationsbasierte Effizienzkennzahl, die den ökonomischen Systemnutzen bewertet und die Energieeffizienz von Photovoltaik-Stromspeichern mit unterschiedlicher Batterieanbindung (Systemtopologie) und unterschiedlicher Batteriegröße vergleichbar macht.

Der System Performance Index berücksichtigt neben den Regelungs-, Dimensionierungs- und Umwandlungsverlusten auch die Einflüsse des Energiemanagements und des Bereitschaftsbetriebs.

Tabelle: Meta-Ranking der Stromspeicher-Testsieger von 2020 - 2025
Rang Stromspeicher-System Begründung  
1 RCT Power – DC-gekoppelte Systeme Seit 2020 nahezu durchgehend Testsieger, insbesondere dominant in der 10-kWp-Klasse; höchste SPI-Werte über viele Jahre, sehr geringe Umwandlungsverluste  
2 Fronius GEN24 + BYD Battery-Box Sehr konstante Spitzenplätze seit 2020, mehrfach Testsieger oder Gleichstand bei 5 kWp; technologisch ausgereiftes Hybrid-Design  
3 GoodWe Hybrid + BYD Battery-Box Testsieger 2022 (5 kWp), weitere sehr gute Platzierungen; etwas geringere Langzeit-Konstanz als Fronius  
4 KOSTAL PLENTICORE plus + BYD Spitzenreiter 2019, danach weiterhin gut, aber selten absolute Spitze ab 2021  
5 SMA Sunny Boy Storage / Hybrid + BYD Gute Wirkungsgrade, regelmäßig obere Mittelklasse, jedoch kaum Testsiege  
6 E3/DC + BYD (bzw. vergleichbare DC-Systeme) Einzelne sehr gute SPI-Ergebnisse, jedoch keine durchgehende Präsenz in der Spitzengruppe  
7 SENEC (neuere Generationen) Deutliche Effizienzsteigerung in neueren Tests, jedoch klar hinter den Spitzenreitern  
8 sonstige Hybrid-Systeme (z. B. Sungrow, Huawei) Gute Systemintegration, aber SPI-Werte meist unter Top-Niveau  

Die Effizienzunterschiede zwischen den Systemen sind insgesamt größer als bislang vermutet. Allein in den ersten zehn Jahren beträgt der finanzielle Vorteil eines hocheffizienten Speichersystems bis zu 1000 Euro, erklärt Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie.

Jedoch können mit dem SPI nicht alle Stromspeicher gleichermaßen verglichen werden. So stellen u. a. Hochvoltbatterien eine Ausnahme dar, da deren Effizienz mit der Anzahl der in Reihe geschalteten Hochvolt-Batteriemodule steigt. Größere Stromspeicher weisen daher im Vergleich einen höheren Wirkungsgrad als kleine auf.

Zudem legt der SPI-Vergleich einen Beispielhaushalt mit einer fünf Kilowatt PV-Anlage mit einem Strombedarf von 5.000 Kilowattstunden pro Jahr zugrunde. Zum einen werden heute jedoch auch häufig größere Anlagen im EFH-Bereich errichtet.

Zum anderen liegt vielfach der Strom(Eigen-)verbrauch durch Wärmepumpen oder Elektroautos über dem Stromverbrauch des angenommenen Haushalts. Während bei "normalem" Eigenverbrauch ein guter Schwachlastwirkungsgrad wichtig sind, verschiebt sich aber beim Laden eines Elektroautos der für die Effizienz wichtige Leistungsbereich zu größeren Werten. Ein wirklich realistischer Stromspeicher-Vergleich ist so nicht möglich.

Notstromfunktionen im Vergleich

Eine Notstromfunktion sorgt dafür, dass Ihr Speicher bei einem Netzausfall automatisch Energie liefert und Ihr Haus weiter mit Strom versorgt – z. B. Kühlschrank, Licht, Router oder sogar Wärmepumpe/Wallbox (je nach Leistung). Entscheidend sind dabei:

Wenn Sie ein 5 - 10 kWh-System mit echter Notstromfunktion suchen, achten Sie darauf, dass:

  • die Umschaltung automatisch und schnell erfolgt,
  • der Wechselrichter/das EMS mit der Notstromfunktion arbeitet, sodass auch PV-Strom beladen werden kann, und
  • die Leistung für Ihre kritischen Verbraucher ausreichend ist (siehe: Leistung von Stromspeichern)

Auf dieser Grundlage sind z. B. Systeme von Sonnen, E3/DC, Huawei LUNA2000, Anker Solix E10, BYD Battery-Box sowie SolarEdge mit Backup-Interface besonders relevant – weil sie Notstrom nicht nur „irgendwie“ anbieten, sondern im Alltag auch praktikabel implementieren lassen.

Tabelle: Ausgewählte Heimstromspeicher-Modelle (5 - 10 kWh) mit Notstrom-/Backup-Funktion
Modell / System Kapazität (kWh) Entladeleistung (kW) Notstrom-/Backup-Fähigkeit
Anker Solix E10 Smart Hybrid ca. 7,6 - 10 kWh 7,6 kW Hybrid-Backup-System mit automatischer Umschaltung bei Stromausfall; kann Haushaltslasten auch größere Verbraucher versorgen.
BYD Battery-Box Premium HVS/HVM (mit WR-Backup) 5,1 - 10,2 kWh 10 kW In Kombination mit einem Hybrid-Wechselrichter Backup-Funktion möglich (Inselbetrieb, Umschaltung bei Netzausfall).
sonnenBatterie 10 ca. 10 kWh 5 - 10 kW Integrierte Notstromversorgung für Haushaltsverbrauch bei Ausfall (automatische Umschaltung zum Inselnetz).
E3/DC S10 / Home 7 - 10 kWh 11 kW Vollwertige Backup-Funktion mit automatischem Inselnetz und hoher Lastversorgung (z. B. für Licht, Kühlschrank, Pumpe).
Growatt (APX/AXE) mit Backup-Box 8 - 10 kWh 5 - 8 kW Notstrom-Fähigkeit über separate Backup-Box/Hybrid-Wechselrichter möglich (kritische Lastkreise).

Vergleich der Kosten von Stromspeichern

Anschaffungskosten pro Kilowattstunde (kWh)

Zur besseren Vergleichbarkeit von Akkusystemen lassen sich die Kosten in der Anschaffung auch auf die Kapazität (Euro/kWh) beziehen. Der Preis ist je nach verwendeter Technologie und Zellchemie sehr unterschiedlich.

Im Heimspeicher-Bereich bis 10 kWh sind die weit verbreiteten Lithium-Ionen-Systeme 2025 je nach Hersteller schon zwischen 340 bis 750 Euro/kWh erhältlich.

Tabelle: Preise Stromspeicher 10 kWh (Stand: 2025)
Hersteller/Modell Speicherkapazität Preis (ohne Installation) Preis pro kWh
GoodWe Lynx Home F Plus - LX F9.8-H 9,8 kWh 3.300 € 337 €
HUAWEI LUNA2000-10-S0 10 kWh 3.600 € 360 €
Sungrow SBH100 10 kWh 3.800 € 380 €
Varta Element 9 9 kWh 5.500 € 611 €
LG Chem RESU 10 9,8 kWh 6.000 € 612 €
BYD Battery-Box Premium HVS 10.2 10,2 kWh 6.500 € 637 €
SonnenBatterie 10 10 kWh 7.000 € 700 €
E3/DC S10 E10 10 kWh 7.500 € 750 €

Betriebskosten pro Kilowattstunde (kWh)

Wie wirtschaftlich ein Batteriespeicher ist, lässt sich aber besser daran festmachen, was eine gespeicherte Kilowattstunde umgerechnet letztlich kostet.

Der Betriebs- bzw. Speicherpreis pro kWh errechnet sich aus dem Gesamtpreis bezogen auf die Anzahl der möglichen kWh, welche der Akku unter Berücksichtigung der Zyklenzahl und der Lebensdauer insgesamt abgeben kann. In Fachkreisen nennt man diese Kosten auch LCOS ("Levelized Cost of Storage").

Die Speicherkosten pro kWh sollten bei einem Vergleich immer individuell und auf Basis der aktuellen Preise und Angaben der Hersteller berechnet werden.

Vergleich Stromspeicher-Kosten nach Zellchemie

Beim Vergleich der Anschaffungskosten scheinen Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien geringfügig günstiger als Lithium-Inonen-Akkus. Auf dem Markt für Stromspeicher ist deshalb einige Bewegung zu spüren. Dennoch wichtig: Es geht nicht nur um den Preis, sondern auch um andere wichtige Punkte, die bestimmen, ob sich ein Batteriespeicher dieser oder jener Zelltechnologie lohnt:

  • Wie viel Strom kann gespeichert werden
  • Wie oft kann die Batterie voll geladen und entladen werden
  • Wie tief kann sie entladen werden, bevor sie aufgeladen werden muss
  • Wie effizient ist die Batterie und das Gesamtsystem

Moderne PV-Speicher kommen auf 5.000 bis 10.000 Ladevorgänge. Viele Hersteller versprechen, dass ihre Produkte mindestens 10 Jahre halten, und bei Lithium-Ionen-Akkus kann die Lebensdauer sogar bis zu 20 Jahre betragen.

Wenn man jeden Tag einen kompletten Ladezyklus hat, bedeutet das eine Lebensdauer von 14 bis 27 Jahren. Deshalb sollten wir eher darauf schauen, wie viel die gespeicherte Energie über die Zeit kostet, anstatt nur auf den Kaufpreis zu achten.

Tabelle: Stromspeicher Vergleich Kosten pro gespeicherte kWh nach Zellchemie (Stand: 2025)
Lithium-Ionen-Akku Lithium-Eisen-Phosphat
Anschaffungspreis  3.000 Euro 3.000 Euro
Speicherkapazität  6 kWh 5,12 kWh
Entladetiefe 90% 95%
Ladezyklen 8.000 Vollzyklen 6000 Vollzyklen
Systemwirkungsgrad 95% 96%
Preis pro gespeicherter kWh 7,3 Cent/ kWh 10,7 Cent/kWh

Kriterien zum Vergleich der Technik von PV-Stromspeichern

Ladewirkungsgrad und Systemwirkungsgrad

Stromspeicher lassen sich grundsätzlich nach ihrem Wirkungsgrad vergleichen, der das Verhältnis zwischen der abrufbaren Energie einer geladenen Batterie und der zuvor zugeführten Energie in Prozent angibt. Vom Ladewirkungsgrad wird der energetische Wirkungsgrad abgegrenzt, der als Quotient aus entnommener und eingeladener Energie angegeben wird.

Bei einem Solarstromspeicher-Vergleich sollte der Gesamt- bzw. Systemwirkungsgrad herangezogen werden. Dieser umfasst die Teilwirkungsgrade der verschiedenen elektronischen Komponenten der PV-Anlage und zeigt einen realistischen Praxiswert.

Vollzyklus und Kleinstzyklus

Stromspeicher für Solaranlagen werden vor allem nach den Voll- und Kleinzyklen unterschieden. Ein Vollzyklus umfasst dabei das Entladen einer Solarbatterie bis zur Entladetiefe und das anschließende vollständige Beladen. Dieser Wert wird jedoch nur theoretisch zum Vergleich einer Solarbatterie herangezogen.

Ein Kleinstzyklus beschreibt hingegen das geringfügige Entladen und anschließende Wiederbeladen, wie es auch im Praxisbetrieb stattfinden würde. Solarstromspeicher sollten daher anhand der Kleinstzyklen in einem Vergleich gegenübergestellt werden.

Zyklenzahl und Zyklenlebensdauer

Aussagekräftiger ist noch der Vergleich der Zyklenzahl bzw. Zyklenlebensdauer. Die Zyklenzahl ist eine technische Angabe des Stromspeicher-Herstellers, wie viele Vollzyklen der Solarstromspeicher schafft – sie gibt also Aufschluss über die Lebensdauer des Akkus.

Heutige Batteriespeicher haben eine Zyklenlebensdauer von bis zu 7.000 Vollzyklen. Die Zyklenanzahl ist abhängig von der Entladetiefe, dem Entladestrom sowie der Temperatur bei Betrieb des Solarstromspeichers.

Lebens- und Gebrauchsdauer

Die Lebens- bzw. Gebrauchsdauer basiert wiederum auf der Anzahl der Vollzyklen, die ein Batteriespeicher pro Jahr im Praxisbetrieb durchlaufen kann. Sie bezieht dies unter Berücksichtigung der Zyklenlebensdauer auf die Gebrauchsdauer in Jahren. Im Gegensatz zur erreichbaren Zyklenzahl sagt die kalendarische Lebensdauer, nach welcher Zeit noch mindestens 80 % der ursprünglichen Kapazität verfügbar sind, sofern die vorgesehene Zyklenzahl nicht schon überschritten ist.

Ein moderner Heimspeicher kann 5.000 - 10.000-mal vollständig be- und entladen werden, bevor seine Kapazität deutlich nachlässt. Bei täglicher Nutzung entspricht das einer Lebensdauer von ca. 13 bis 25 Jahren, je nach Qualität und Nutzungsprofil.

Entladetiefe und Tiefentladung

In der Regel werden Akkus nicht vollständig entladen, da sie sonst beschädigt werden. Die Entladetiefe (Depth of Discharge, DoD) gibt an, wie viel Prozent der Nennkapazität dem Akku entnommen werden kann, ohne dabei die Lebensdauer negativ zu beeinflussen bzw. den Stromspeicher zu beschädigen.

Tabelle: Typische Werte für DoD bei Heimspeichern (2024/2025)
Technologie Typische DoD-Werte
Lithium-Eisenphosphat (LiFePO₄) 90 % - 100 %
Lithium-NMC (Nickel-Mangan-Cobalt) 80 % - 95 %
Bleigel / Blei-Säure (veraltet) 50 % - 70 %

Nennkapazität und nutzbare Speicherkapazität

Die (Nenn-)Kapazität wird im Akku- und Batteriebereich als die maximale Ladungsmenge verstanden, die in den Akkus gespeichert werden kann. Sie bezeichnet die Ladung, die aus einem Akku theoretisch entnommen werden kann, bis er "leer" ist und wird als elektrische Arbeit in Wattstunden (Wh) angegeben. Die Nennkapazität ist eine vom Hersteller angegebene Kapazität, die innerhalb bestimmter Entladezeiten und Betriebstemperaturen ermittelt wird.

Die nutzbare Speicherkapazität gibt hingegen die Kapazität an, die der Solaranlage zum Speichern tatsächlich zur Verfügung steht und sollte daher auch bei einem Vergleich herangezogen werden. Hat ein Solarstromspeicher z. B. eine Speicherkapazität von 10 kWh und eine Entladetiefe von 80 %, so kann die Solarbatterie praktisch nur 8 kWh speichern.

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Vergleich von Solarstromspeichern je nach Einsatzsituation

Energiedichte und Leistungsdichte

Ein grundsätzliches Kriterium zu Vergleich und Unterscheidung von Solarstromspeichern ist die Energie- und die Leistungsdichte. Die Energiedichte ist dabei ein Maß für die in einem Solarakku gespeicherte Energie, bezogen auf seine Masse bzw. sein Volumen. In der Regel wird die sogenannte spezifische Energiedichte massebezogen in Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg) angegeben.

Die Leistungsdichte gemessen in Watt pro Kilogramm (W/kg) gibt hingegen an, wie viel elektrische Leistung (Energie pro Zeit) einem Akku entnommen werden kann, wiederum bezogen auf seine Masse. Die Energie- und Leistungsdichte sind insbesondere beim Vergleich von Akkus für Elektroautos interessant, da diese sehr leicht sein müssen und sehr schnell ihre Leistung zur Beschleunigung des E-Autos abgeben müssen.

Maximale Lade- und Entladeleistung

Wichtige Unterscheidungen sind:

  • Größere Haushaltsgeräte benötigen häufig kurzzeitig viel Strom und erzeugen damit sogenannte Lastspitzen.
  • Ob diese Lastspitzen mit dem Batteriespeicher vollständig abgedeckt werden können, wird mit der maximalen Entladeleistung (gemessen in kW) angegeben.
  • Wie schnell der Solarstromspeicher dabei im Verhältnis zur Speicherkapazität entladen wird, gibt die sogenannte C-Rate an.
  • Entlädt sich ein Batteriespeicher binnen einer Stunde völlig, so liegt die C-Rate bei 1.
  • Wie schnell der Batteriespeicher anschließend wieder aufgeladen werden kann, gibt im Umkehrschluss die maximale Ladeleistung an.

Werden Solarstromspeicher in einem Vergleich betrachtet und liegen Lastspitzen vor, sollten insbesondere die C-Raten der Stromspeicher verglichen werden.

Eigenverbrauchsanteil und Autarkiegrad

Soll ein Solarstromspeicher zum Eigenverbrauch des Solarstroms dienen, sollte beim Vergleich zunächst der Eigenverbrauchsanteil bestimmt werden. Dieser sagt aus, wie viel Solarstrom aus der PV-Anlage selbst verbraucht werden kann.

Der Autarkiegrad benennt im Unterschied zum Eigenverbrauchsanteil, wie viel des tatsächlichen Strombedarfs durch einen Photovoltaik-Stromspeicher gedeckt werden kann. Deshalb sollte beim Solarstromspeicher-Vergleich der Autarkiegrad der nutzbaren Speicherkapazität entsprechen.

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