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Stromspeicher-Förderung: Kredite und Zuschüsse 2019/2020 im Überblick

Wie werden Solarspeicher gefördert? Welche Förderungen können beantragt werden? Wie hoch ist der Förderzuschuss?

In Zeiten sinkender EEG-Umlage macht es im privaten PV-Bereich Sinn, auf Stromspeicherlösungen zu setzen. Statt nicht benötigten Strom an die Energieversorger zu verkaufen, speichert man diesen in entsprechenden Akkus, aus denen man diesen bei Bedarf abrufen kann.

Seit Anfang 2013 war es möglich, Solarspeicher über einen KfW-Förderkredit zu finanzieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bot hierzu zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss an. Das KfW-Förder-Programm "Erneuerbare Energien Speicher" wurde jedoch zum 31.12.2018 eingestellt.

Der Kauf eines PV-Stromspeichers wird aber weiterhin über einzelne Bundesländer und auch Städte gefördert. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um in den Vorzug einer Stromspeicher-Förderung zu kommen, verrät unser Special zum Thema "Stromspeicher-Förderung".

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Förderprogramme der Bundesländer

Neben der KfW gibt es auch Programme der Bundesländer zur Förderung von Stromspeichern:

Baden-Württemberg: Förderung netzdienlicher Photovoltaik-Batteriespeicher

Das Land Baden-Württemberg hat ab 1. März 2018 ein Stromspeicher Förderprogramm aufgelegt. Wer in Baden-Württemberg eine Photovoltaikanlage mit einem netzdienlichen Speicher errichtet, erhält für die Batterie einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Die Förderhöhe für Heimspeicher an kleineren und mittleren Anlagen betrug anfänglich 300 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Batteriekapazität. Pro Vorhaben sind maximal 7.500 Euro Förderung möglich, mindestens jedoch 600 Euro.

Bereits im Januar 2019 sank die Förderhöhe bei Heimspeichern wie vorgesehen um 33 Prozent, bei Gewerbespeichern um 25 Prozent. Die Förderhöhe für Speicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung bis zu 30 Kilowatt sank wie geplant von 300 auf 200 Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Batteriekapazität gesunken. Bei einer typischen Hausdach-Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 10 Kilowatt gibt es nun einen Zuschuss bis zu 1.660 Euro für die Solarbatterien. Für Speicher an größeren Solaranlagen sinkt der Zuschuss weniger stark, von 400 auf 300 Euro.

Neu ist ein Förder-Bonus für Stromspeicher an größeren Hausdachanlagen. Neue Photovoltaikanlagen zwischen 10 und 14 Kilowatt installierter Leistung in Verbindung mit einem Speicher werden einmalig mit 400 Euro zusätzlich gefördert.

Künftig können auch landwirtschaftliche Betriebe die Unterstützung beantragen. Eine weitere Änderung betrifft das Mindestinstallationsverhältnis: Bislang musste das Leistungsverhältnis von Solaranlage zu Solarspeicher mindestens 1,2:1 betragen, um überhaupt Fördergeld zu erhalten. Diese Förderbedingung wurde nun abgeschwächt: Künftig können die Speicher auch größer sein – die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität wird jedoch nicht gefördert.

Auch prognosebasierte Batteriemanagementsysteme sind von Änderungen betroffen: Der Bonus für sie entfällt, da sie künftig ohnehin eine Fördervoraussetzung für kleinere Photovoltaikanlagen mit Speicher sind.

Im Zuge einer Anschaffung werden künftig auch Ladepunkte für Elektroautos gefördert. Wer sich seit dem 1. Februar 2019 einen netzdienlichen Ladepunkt für Elektroautos anschafft, erhält einen Zuschuss von 500 Euro.

Wer die Stromspeicher-Förderung erhalten möchte, muss den Antrag vor dem Kauf des Solarspeichers stellen. Danach gibt es kein Geld vom Land Baden-Württemberg mehr. Für die Batterien des Speichersystems bedarf es außerdem einer Zeitwertersatzgarantie des Händlers oder Herstellers für einen Zeitraum von zehn Jahren. Mit dieser Regelung sollen nur qualitativ hochwertige Systeme gefördert werden. Bei einer Zeitwertersatzgarantie wird im Fall eines Defekts der Wert des Stromspeichers zum Zeitpunkt des Ausfalls ersetzt.

Die Antragstellung erfolgt bei der L-Bank. Eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen des Landes ist nicht zulässig. Wer noch von der Förderung profitieren will, sollte sich beeilen. Denn die Mittel in dem stark nachgefragten Förderprogramm könnten jedoch schon vor dem offiziellen Programmende am 31. Dezember 2019 erschöpft sein.

Bayern: 10.000-Häuser-Programm Bayern

Bayern hat im Juli 2019 im Förderprogramm "10.000-Häuser-Programm Bayern – EnergieBonusBayern" den Programmteil PV-Speicher-Programm für die Förderung von Solarstromspeichern aufgelegt. Wer in Bayern eine neue Photovoltaikanlage mit Heimspeicher errichten möchte, kann ab dem 01. August 2019 einen Kaufzuschuss beantragen.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Kapazität der Solarbatterie. Für die kleinste Speicherkapazität von 3 Kilowattstunden soll es den Basiszuschuss von 500 Euro geben. Jede weitere volle Kilowattstunde Speicherkapazität (3,0 bis 3,9 kWh / 4,0 bis 4,9 kWh usw.) soll mit weiteren 100 Euro gefördert werden. Die Höchstförderung für den Solarstromspeicher liegt bei 3.200 Euro für Batterien mit 30 Kilowatt nutzbarer Kapazität.

Die Förderhöhe richtet sich jeweils nach dem geringeren Wert, d.h. wenn der Batteriespeicher eine geringere Kapazität (in kWh) hat, als die PV-Anlage Leistung (in kWp) aufweist, dann wird der Wert des Batteriespeichers als Berechnungsgrundlage verwendet und umgekehrt. Wer zuhause außerdem einen Ladepunkt für ein Elektroauto installiert, erhält weitere 200 Euro.

Weitere Informationen zur bayerischen Stromspeicher-Förderung: Download des Merkblatt S – PV-Speicher-Programm

Berlin: 300 Euro je kWh Förderung

Das Land Berlin will im Herbst 2019 eine Stromspeicher-Förderung einführen. In Kombination mit einer neuen Photovoltaik-Anlage soll dann ein Stromspeicher mit 300 Euro je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität bezuschusst werden. Maximal sollen demnach 15.000 Euro pro Stromspeichersystem gewährt werden. Verfüge der Speicher beziehungsweise das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, komme zusätzlich ein Bonus von 300 Euro hinzu. Antragsberechtigt seien Berliner Privatpersonen, Unternehmen und Vereine sowie die Berliner Bezirke.

Brandenburg: 1.000-Speicher-Programm

Seit Juli 2018 unterstützt das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg private Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach selbst Strom zum Eigenverbrauch erzeugen wollen. Das Programm läuft bis zum 31.12.2022.

Die Förderung aus dem 1.000-Speicher-Programm bezieht sich auf die Beschaffung des Batteriespeichers für das selbst genutzte private Wohnhaus und kann bis zu 50 Prozent dieser Investitionskosten, höchstens jedoch 7.000 Euro betragen. Förderungsberechtigt sind Privatpersonen, die Eigentümer eines ausschließlich zu Wohnzwecken Wohnhauses mit Solaranlage mit Hauptwohnsitz in Brandenburg sind (im Grundbuch eingetragen) oder zukünftig sein werden (notarieller Kaufvertrag liegt vor). Gefördert werden Stromspeicher ab einer Nutzkapazität von 2,0 kWh sowie deren Lieferung und Installation.

Bewilligungsbehörde ist die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Anträge auf Förderung einschließlich der erforderlichen Unterlagen können über das Kundenportal der ILB unter www.ilb.de oder schriftlich bei der ILB eingereicht werden. Nach Erhalt des Bescheides kann die Installation des Speichers beauftragt und die Rechnung und Kontoauszug als Zahlungsnachweis bei der ILB eingereicht werden (Erstattungsprinzip).

Weitere Informationen: Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung von Maßnahmen zur Energiespeicherung im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg für natürliche Personen (Adobe Acrobat Document - 48 KB) und Kurzinformation „Förderprogramm 1000-Speicher“ (Adobe Acrobat Document - 44 KB)

Nordrhein-Westfalen: Stromspeicher-Förderung über progres.nrw

Ab Oktober 2016 fördert Nordrhein-Westfalen im „Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen“ (progres.nrw) – Programmbereich Markteinführung stationäre Batteriespeicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung größer 30 kWp. Dabei kann es sich sowohl um eine Neuanlage als auch um die Nachrüstung einer bestehenden Anlage handeln, die nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde. Weiterhin werden die Ausgaben für Mess- und Steuerungseinrichtungen sowie Informations- und Kommunikationsmaßnahmen zum Betreiben des geförderten Stromspeichers gefördert. Es werden 50 Prozent der Ausgaben bezuschusst, wobei die Obergrenze der Förderung pro Speicher bei 75 000 Euro liegt. Pro Anlage kann nur ein Speichersystem gefördert werden. Hersteller von Batteriespeichern und Eigenbauanlagen, Prototypen und gebrauchte Anlagen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Weitere Informationen: Runderlass „Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen“ (progres.nrw) - Programmbereich Markteinführung (Adobe Acrobat Document - 13 KB)

Saarland: Energiespeicher-Programm Saarland

Das Saarland förderte die Installation und Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen sowie deren bessere Marktdurchdringung. Eine Zuwendung konnten alle natürlichen und juristischen Personen erhalten. Gefördert wurden Lithium-Ionen und Vanadium-Redox-Fluss-Speicher oder höherwertige Speichertechnologien mit einer Speicherkapazität von 3 bis 30 Kilowattstunden, die einen Autarkiegrad von mindestens 50% pro Jahr ermöglichen. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung bestand jedoch nicht, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV) entschied im Einzelfall über eine Förderung. Das Stromspeicher-Förderprogramm des Saarlandes wurde bereits abgewickelt und ist beendet.

Weitere Informationen: Energiespeicher-Programm Saarland: Richtlinie zur Förderung von elektrischen Speichersystemen (Adobe Acrobat Document - 329 KB)

Sachsen: Förderung der sächsischen Aufbaubank

Innerhalb des Förderprogramms "Innovative dezentrale Stromerzeugung und –speicherung" fördert der Freistaat Sachsen seit 2013 über die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB) dezentrale Stromspeicher. Die Förderhöhe muss mindestens 2.000 Euro betragen und richtet sich nach der Höhe der aus der Investition resultierenden CO2-Einsparungen. Pro Tonne eingesparter CO2-Emissionen vergütet die SAB 500 Euro, wobei hier noch ein Korrekturfaktor angesetzt wird. Mit einem Stromspeicher müssen demnach mindestens 20 Tonnen CO2 eingespart werden, um die Basisförderhöhe zu überschreiten. Zudem muss das Stromspeichersystem in der Lage sein, auch am Regelenergiemarkt teilzunehmen.

Die sächsische Speicherförderung kann alternativ zum Bundesprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen werden und richtet sich auch an Interessenten, die bereits eine Photovoltaikanlage besitzen und diese um einen Speicher erweitern wollen. Auch die Förderung von Modellprojekten, die nicht auf Blei- oder Lithium-Ionen-Technologie basieren, ist möglich. Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH berät potentielle Antragsteller bei diesen Projekten und erhebt deren Leistungsdaten. Die Förderquote beträgt für Standardanlagen bis zu 40 Prozent, bei Modellvorhaben bis zu 50 Prozent, maximal 20.000 Euro pro Vorhaben.

Thüringen: Speicherförderprogramm „Solar Invest“

Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz fördert über das Landesförderprogramm „Solar Invest“ neben Mieterstrommodellen auch stationäre Stromspeicher. Dazu werden Investitionen in Photovoltaikanlagen und Energiespeicher bezuschusst, sofern der Strom für den Eigenverbrauch genutzt wird. Investitionen in Photovoltaikanlagen mit stationären Energiespeichersystemen, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen (nur Batteriespeicher) werden mit bis 40 zu Prozent gefördert, wenn der Strom selbst verbraucht wird. Darüber hinaus sind Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen in oder die Erweiterung von Stromspeichern und Wärmespeichern (Warmwasser-, Kältespeicher, Power to heat-Anlagen) förderfähig.

Weitere Informationen: Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung des Eigenstromverbrauchs „Solar Invest“ (Adobe Acrobat Document - 104 KB)

Speicher-Förderprogramme von Städten

Aber auch einzelne Kommunen und Städte fördern den Kauf von Stromspeichern (Stand: September 2016):

  • Elmshorn: Die Stadt bietet einen Zuschuss von bis zu bis zu 1.000€ für einen Stromspeicher in Kombination mit einer neuen PV-Anlage.
  • Winsen (Luhe): Die Stadt fördert den Einbau von Speichern mit neuen PV-Anlagen auf Neu- und Altbauten mit 7,5 % der Kosten, maximal 1.000€.
  • Bocholt: Speichersysteme für neue und bestehende PV-Anlagen werden mit bis zu 75€ pro kWh und maximal 600€ bezuschusst.
  • Harsewinkel: Stromspeicher in Verbindung mit Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien werden mit 100€ pro kWh gefördert.
  • Düsseldorf: Hier wird die Installation eines Lithium-Speichers für neue oder bestehende PV- Anlagen mit 20% der anrechenbaren Brutto-Investitionskosten gefördert.
  • Mörfelden-Walldorf: Die Stadt fördert den Kauf eines Stromspeichers mit bis zu 750€. Der Zuschuss gilt in Kombination mit neuen PV-Anlagen auf Bestandsgebäuden.
  • Bensheim: Stromspeicher, die in Kombination mit neuen oder bestehenden PV-Anlagen verbunden werden werden, erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100€ pro kWh.
  • Stadtwerke Marburg: Die Stadtwerke Marburg bieten ihren Stromkunden bei der Anschaffung eines Speichers einen Zuschuss in Höhe von 250€.
  • Landkreis Waldeck-Frankenberg: Die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH unterstützt ihre Stromkunden bei der Anschaffung eines Stromspeichers mit 200€.
  • Region Freiburg: Die Badenova AG fördert bei ihren Stromkunden die Installation eines Lithium-Speichers mit 10% der Netto-Investitionskosten.

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"Stromspeicher-Förderung: Kredite & Zuschüsse 2019/2020" wurde am 31.01.2019 das letzte Mal aktualisiert.