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Die elektrische Fliesenheizung: Funktion, Stromverbrauch und Verlegung

Wie funktioniert eine elektrische Fliesenheizung? Wie wird eine elektrische Fliesenheizung verlegt?

Die elektrische Fliesenheizung gehört zu den Fußbodenheizungen, die unter den Fliesen verlegt wird. Typische Einsatzgebiete der Fliesenheizung sind Teilbereiche im Badezimmer, aber auch in Fluren und im sonstigen Wohnbereich sorgt die ganz spezielle Elektroheizung für angenehme Fußwärme.

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Funktionsweise der elektrischen Fliesenheizung

Die elektrische Fliesenheizung ist eine Sonderform der elektrischen Fußbodenheizungen und kommt speziell nur unter Fliesen wie z. B. im Badezimmer zum Einsatz. Wie alle elektrisch betriebenen Heizungen, heizt auch die elektrische Fliesenheizung, in dem sie elektrische Energie direkt in Wärme umwandelt.

Die erzeugte Wärme wird mittels Heizleiter, auch Wärmeleiter genannt, abgegeben. Dazu sind die Heizleiter z. B. gleichmäßig in S-Form auf Gewebebahnen (z. B. Glasgittergewebe) fixiert. In der Regel handelt es sich dabei um Meterware auf Rollen oder fertige Zuschnitte bzw. um Netz-Heizmatten, die sich entweder passgenau zuschneiden oder als fertiger Zuschnitt oder fertige Heizelemente einfach verlegen lassen.

Eine weitere Möglichkeit können Dünnbettheizmatten bieten. Sie können mit einem geringen Bodenaufbau auskommen, wenn die Netzheizmatten oberflächennah verlegt werden. Diese Art der elektrischen Fußbodenheizung ist nicht nur zur Verlegung unter Fliesenboden geeignet, sondern auch für Teppichbelag etc.

Im Gegensatz zur Warmwasser-Fliesenheizung, müssen Besitzer der elektrischen Fliesenheizung keine Wasserschäden befürchten, wohl aber auf Aspekte Rund um Elektro-Installationen und den möglichen erhöhten Stromverbrauch achten.

Schichtaufbau der elektrischen Fliesenheizung zur Fußbodentemperierung "thermofloor FTT S twin" von Stiebel Eltron. (Foto: Stiebel Eltron)
Schichtaufbau der elektrischen Fliesenheizung zur Fußbodentemperierung "thermofloor FTT S twin" von Stiebel Eltron. (Foto: Stiebel Eltron)

Elektrische Fußbodenheizungen erzeugen angenehme Bodenwärme

Wer davon träumt, im z. B. Badezimmer nie mehr kalte Füße zu haben, der landet schnell bei einer elektrischen Fußbodenheizung für Fliesenbeläge. Grundsätzlich wärmt sie aber nicht nur die Füße angenehm, sondern sie sorgt zum Beispiel auch als Beiheizung für wohlige Raumwärme, die vom Boden her besonders angenehm ihre Wärme abstrahlt. Für viele Interessierte stellt sich dann jedoch die Frage: Welche Fußbodenheizung ist die richtige oder passende Fliesenheizung für das Bad?

Fliesen aus

  • Feinsteinzeug,
  • Terrakotta oder
  • Steingut, wie Marmor, Karara, Granit etc.,

speichern die Wärme länger als Laminat-, Kork- oder Parkettböden. Fliesen geben ihre Wärme auch dann noch ab, wenn die Elektroheizung bereits außer Betrieb ist. Ein Vorteil, der in der Trägheit der Bodenfliese aufgrund der höheren Wärmespeicherfähigkeit begründet liegt. Dies bringt allerdings auch einen Nachteil mit sich, denn für die Aufheizphase ist der Energieaufwand auch höher, weil es länger dauert, bis die Fliese sich erwärmt.

Elektrische Fliesenheizungen geben länger die Wärme gleichmäßig ab, benötigen jedoch auch anfänglich mehr Zeit, um Wärme zu erzeugen. (Grafik: energie-experten.org)
Elektrische Fliesenheizungen geben länger die Wärme gleichmäßig ab, benötigen jedoch auch anfänglich mehr Zeit, um Wärme zu erzeugen. (Grafik: energie-experten.org)

Einsatzgebiete der elektrischen Fliesenheizungen

Ein typisches Einsatzgebiet der elektrischen Fliesenheizung ist das Badezimmer. Aber nicht nur das Bad, sonder überall dort, wo sich Fliesen als Bodenbelag eignen oder finden, können die elektrischen Fußbodenheizungen genutzt werden.

Weitere Einsatzgebiete der Fliesenheizung finden sich neben dem Badezimmer beispielsweise im:

  • Flur und Eingangsbereich von Wohngebäuden
  • Kinderzimmer
  • Büros
  • Wellness- und Hobbyraum etc.
Elektrische Fliesenheizungen sind beliebte Fußbodenheizungen in Bädern, da sie schnell und bedarsfgerecht Wärme liefern. (Foto: ETHERMA)
Elektrische Fliesenheizungen sind beliebte Fußbodenheizungen in Bädern, da sie schnell und bedarsfgerecht Wärme liefern. (Foto: ETHERMA)

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Quadratmeter: Bezugsgröße für Leistung, Auslegung und Stromverbrauch

Ein großer Vorteil der Elektro-Fliesenheizung ist die Flexibilität in Bezug auf die Größe. Passt nicht - gibt es fast nicht, denn die Größe der Fliesenheizung kann entsprechend dem Raum zugeschnitten und/ oder angepasst werden. Zudem ist sie auch für verwinkelte Bereiche leicht auf die jeweiligen Raumanforderungen zu trimmen.

Quadratmeter bilden die Bezugsgröße für:

  • das Ermitteln des Wärmebedarfs
  • das Abschätzen und Berechnen von Stromverbrauch und Stromkosten
  • das Planen zum Verlegen
  • die Leistung (Watt)

In der Praxis, also für das Verlegen der Fliesenheizung, bezieht sich der Handwerker auf Quadratmeter (m2). Auch bezüglich ihrer Leistung (Watt), wird die Fliesenheizung pro Quadratmeter (W/m2) angegeben. Und ebenfalls bei Auslegung und Stromverbrauch der elektrischen Fußbodenheizung, dienen Quadratmeter als Bezugsgröße.

Elektrische Heizmatte BVF H-MAT von BVF Heating Solutions für z. B. die Beheizung von Badezimmern unter den Fliesen. (Foto: BVF Heating Solutions Ltd.)
Elektrische Heizmatte BVF H-MAT von BVF Heating Solutions für z. B. die Beheizung von Badezimmern unter den Fliesen. (Foto: BVF Heating Solutions Ltd.)

Stromverbrauch elektrischer Fliesenheizungen berechnen

Der Stromverbrauch der elektrischen Fliesenheizung hängt von der jeweiligen Leistung ab. Die Wattleistung ist abhängig vom individuellen Wärmebedarf, welche sich auf den Quadratmeter beziehen. Gängige Leistungsbereiche der Heizung bewegen sich zwischen 160 und 220 Watt (W) pro Quadratmeter.

Für die Ermittlung des Stromverbrauchs, ist die Gesamtleistung der Fliesenheizung maßgebend:

Wattleistung x Summe der verlegten Quadratmeter = Gesamtleistung in Watt

Mit der Gesamtleistung kann dann der Stromverbrauch ermittelt werden:

Gesamtleistung in Watt x Heizdauer in Stunden = Stromverbrauch in Wh oder kWh

Mit dem entsprechenden Strompreis (Euro/kWh) multipliziert, lassen sich die Stromkosten ermitteln.

Die elektrische Fußbodentemperierung THERMO BODEN Comfort TURBO ist mit einer hohen Heizleistung von 200 W/m2 speziell für dickere Fliesen und Natursteinböden konzipiert. (Foto: AEG Haustechnik)
Die elektrische Fußbodentemperierung THERMO BODEN Comfort TURBO ist mit einer hohen Heizleistung von 200 W/m2 speziell für dickere Fliesen und Natursteinböden konzipiert. (Foto: AEG Haustechnik)

Steuern und Regeln der elektrischen Heizung für Fliesen

Geregelt und gesteuert wird die elektrische Fliesenheizung über Thermostate. Beim Verlegen der Fliesenheizung werden Sensoren in separaten Isolationsrohren mit verlegt, über die dann die Bodentemperatur geregelt wird. Bei den meisten Fliesenheizungen kann zusätzlich die Raumtemperatur über Raumfühler reguliert werden.

Neben einfachen Thermostaten, welche die Fliesenheizungen nach Temperaturvorgabe steuern, gibt es auch komfortablere Varianten, die zeitliche Intervalle, wie Tages- oder Wochenrhythmen, steuern. Besonders moderne Technik arbeitet mit selbstlernenden Systemen, die sich anhand bestimmter Heizprogramme an der Heizkurven orientieren. Neben höchstem Komfort, wirkt sich das positiv auf den Stromverbrauch der Fliesenheizung aus.

Fliesenheizung verlegen, nachrüsten und elektrisch anschließen

Die spezielle Form der elektrischen Fußbodenheizung wird unter den Fliesen verlegt. Für die Verlegung ist nicht nur bei größeren Flächen ein Verlegungsplan sinnvoll. Das Verlegen an sich erfolgt dann auf ebenen und sauberen Böden. Bei Neubauten ist die Verlegung der Fliesenheizung ein kleiner Nebenakt, der als Arbeitsschritt vor dem Fliesenlegen einzuplanen ist.

Die Fliesenheizung lässt sich ebenso nachträglich meist gut einbauen. Beim Nachrüsten oder im Rahmen einer umfänglichen Sanierung, Modernisierung etc. kann, je nach Untergrund eine Vorbehandlung des Bodens notwendig werden.

Typische Arbeitsschritte vor der Verlegung der Fliesenheizung sind dann beispielsweise:

  • Verfugen (offene Fugen von Holzböden etc.)
  • Versiegeln
  • Trittschalldämmung verlegen

Im Anschluss wird dann eine Wärmedämm-Schicht und eine Ausgleichsmasse, Flexmörtel oder Fliesenkleber auf den Boden aufgebracht und die Fliesenheizung samt Fühler (in Installationsrohre eingebettet) darin verlegt. Bei Nassräumen, wie Badezimmern, ist nach der Verlegung und Austrocknung zusätzlich eine Sperrschicht gegen Feuchtigkeit aufzutragen, um die Elektrik vor Nässe zu schützen.

Verbraucher sind gut beraten, wenn sie sie die Elektro-Installation und Inbetriebnahme der Fliesenheizung von Fachbetrieben ausführen lassen, denn Hersteller von Fliesenheizungen gewähren nur dann Garantie und Gewährleistung für ihre Produkte.

Eine elektrische Fliesenheizung lässt sich beim Verlegen individuell an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. (Foto: ETHERMA)
Eine elektrische Fliesenheizung lässt sich beim Verlegen individuell an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen. (Foto: ETHERMA)

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"Fliesenheizung: Funktion, Verbrauch und Verlegen" wurde am 17.07.2018 das letzte Mal aktualisiert.