So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot
Letzte Aktualisierung: 09.02.2026
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Lass Dir jetzt von unseren Experten in wenigen Minuten Dein ideales Wärmepumpen-Angebot zusammenstellen!Eine genaue Auslegung und Dimensionierung der benötigten Heizleistung einer Wärmepumpe ist entscheidend für einen effizienten und langlebigen Betrieb. Ist die Wärmepumpe zu groß berechnet oder eben zu klein dimensioniert, resultieren unnötig hohe Heizkosten und das Risiko von Betriebsstörungen.
Um eine Wärmepumpe richtig auszulegen, müssen Sie zunächst die Heizlast nach folgender Formel bestimmen:
\(\dot{Q}_{H,B} = \dot{Q}_{H,N} \cdot {\vartheta_{H,G} - \vartheta_{B} \over \vartheta_{H,G} - \vartheta_{N}}\)
Handelt es sich um eine bivalente Wärmepumpe, so wird die Heizlast H des Gebäudes im sogenannten Bivalenzpunkt B ermittelt. Typischerweise handelt es sich dabei um eine Luftwärmepumpe, die z.B. ab einer Außentemperatur von -5 Grad ein zweites Heizsystem wie einen Heizstab oder eine Gasbrennwerttherme benötigt, um die vollständige Heizlast zu decken.
Soll eine Erdwärmeheizung z. B. monovalent ausgelegt werden, so kann man diesen Auslegungsschritt überspringen und im zweiten Schritt mit der eigentlichen Gebäudeheizlast H im Normauslegungspunkt N weiterrechnen.
| Bauweise des Gebäudes | spezifischer Wärmebedarf pro m2 | 130m2 |
|---|---|---|
| Passivhaus | 0,015 kW/m2 | 1,95 kW |
| Neubau nach EnEV | 0,04 kW/m2 | 5,2 kW |
| Neubau mit Standardwärmedämmung | 0,06 kW/m2 | 7,8 kW |
| Sanierter Altbau mit oder Neubau ohne Wärmedämmung | 0,08 kW/m2 | 10,4 kW |
| Altbau ohne Wärmedämmung | 0,12 kW/m2 | 15,6 kW |
Um die Heizlast im Bivalenzpunkt zu ermitteln, wird dann zunächst die ermittelte Gebäudeheizlast QH,N in die Formel eingefügt, z. B. 10 kW, und mit einem Bruch aus Heizgrenztemperatur ϑH,G, Bivalenztemperatur ϑB und Normauslegungstemperatur ϑN multipliziert.
Um den Bruch zu berechnen, wird dann im Zähler von der Heizgrenztemperatur ϑH,G (z. B. 15°C) die Bivalenztemperatur ϑB von z.B. -5°C subtrahiert. Die Bivalenztemperatur hängt letztlich von der Leistungskurve der gewählten Wärmepumpe ab.
Im Nenner wird von der Heizgrenztemperatur die Normauslegungstemperatur ϑN von z. B. – 10°C abgezogen. Die Normauslegungstemperatur ist dabei stark vom Standort abhängig. Im Norden kann diese z. B. – 8°C betragen, im Süden sogar – 16°C.
Beispiel zur Berechnung der Heizlast des Gebäudes im Bivalenzpunkt von -5°C:
10 kW x (15°C – (-5°C)) / (15°C – (-10°C)) = 10 kW x 0,8 = 8 kW
Aber welche Leistung benötigt denn jetzt eigentlich die Wärmepumpe? Um jetzt die Größe der Wärmepumpe den Allgemeinen Regeln der Technik folgend auszulegen, wird die Wärmepumpengröße, wie auch bei anderen Wärmeerzeugern, anhand einer Heizleistungs- bzw. Heizlastberechnung gemäß der EN 12831 bestimmt.
Die erforderliche Heizleistung der Wärmepumpe wird dann – insbesondere für Ein- und Zweifamilienhäuser - nach folgender Formel berechnet:
\(\dot{Q}_{WP} = {d \cdot \dot{Q}_{H,B} + \dot{Q}_{WW} \over d - \sum{t}}\)
Die benötigte Heizleistung der Wärmepumpe QWP ist dann das Ergebnis folgender Faktoren:
Die benötigte Energiemenge pro Tag QTW, die man für die Warmwasserbereitung benötigt, kann für Ein- und Zweifamilienhäuser vereinfacht mit folgender Faustformel berechnet werden:
1,45 kWh pro Person und Tag x 2 (zum Ausgleich von Speicher- und Rohrleitungsverlusten)
Beispiel zur Berechnung der wirklich erforderlichen Heizleistung einer Wärmepumpe:
24 h x 8 kW + 5 kWh / 24h – 4h = 9,85 kW
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Unsere Experten erstellen Dir in wenigen Minuten ein Komplett-Angebot nach Deinen Wünschen. Digital & kostenlos.Für Mehrfamilienhäuser und andere Anwendungssituationen kann die folgende Auslegungsformel herangezogen werden. Hier wird z. B. der Leistungsbedarf für Sonderanwendungen QS berücksichtigt.
Der Sperrzeitfaktor fSperr ist in dieser Auslegungsformel bereits aus dem Quotienten aus der täglichen Nutzungsdauer (24 h) und der Differenz aus den täglichen Nutzungsstunden abzüglich der Sperrzeiten gebildet worden.
\(\dot{Q}_{WP} = (\dot{Q}_{H,B} + \dot{Q}_{WW} + \dot{Q}_{S}) \cdot f_{Sperr}\)
Beispiel-Rechnung:
(6 kW + 0,8 kW + 0,2 kW) x 1,2 = 8,16 kW
Mit dieser Leistung kann dann ein entsprechendes Modell ausgesucht werden, dass beim eingesetzten Bivalenzpunkt diese Wärmepumpen-Leistung erbringt.
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | Wärmeleistung bei A7/W35 (EN 14511) | Wärmeleistung bei A2/W35 (EN 14511) | Wärmeleistung bei A-7/W35 (EN 14511) |
|---|---|---|---|
| Stiebel Eltron WPL 25 AC | 7,84 kW | 8,33 kW | 12,86 kW |
| Viessmann Vitocal 250-A | 8,1 kW | 6,7 kW | 11,1 kW |
| Vaillant aroTHERM plus | 8,1 kW | 5,8 kW | 9,2 kW |
Wer grob wissen möchte, wie groß eine Wärmepumpe in seinem/ ihrem Haus ausfallen würde, kann dies aus dem Verbrauch entsprechend der Heizstunden am Standort berechnen:
10.000 kWh / 2.000 h = 5 kW
Liegt ein Energieausweis vor, so kann man für eine überschlägige Auslegung auch den spezifischen Energiebedarf des Gebäudes in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m2) und Jahr (a) heranziehen:
(120 kWh/m2*a x 130m2) / 1.900 h = 8,2 kW
Nun kann man sich entsprechend der technischen Anforderungen eine Wärmepumpe aussuchen. Da in der Regel nie genau ein Modell passen wird, muss man sich vielfach zwischen einer etwas größeren und einer etwas kleineren Wärmepumpe entscheiden.
Um nun anhand der Gebäudeheizlast die passende Wärmepumpe auszuwählen, sollte man die Heizleistungskurven des Herstellers nutzen, um die jeweilige Heizleistung bei verschiedenen Außentemperaturen der in Betracht kommenden Modelle zu beurteilen.
Dazu kann man z. B. eine Gerade einzeichnen von der benötigten Heizleistung im Normauslegungspunkt bis zu dem Punkt, an dem nicht mehr geheizt werden muss. Dann betrachtet man die Schnittpunkte der Gerade mit der minimalen und der maximalen Heizleistung der in Betracht kommenden Wärmepumpen.
In unserem Beispiel betrachten wir eine Buderus Luft-Wasser-Wärmepumpe WLW-7 MB AR mit 7 kW und die WLW-5 MB AR mit 5 kW für einen gedämmten Altbau mit einer Heizlast von 6 kW bei einer Normaußentemperatur von -13° und mit einer Vorlauftemperatur von 45°C.
Merke: Wählt man eine kleinere Wärmepumpe, so wird häufiger zugeheizt, aber weniger getaktet. Wählt man eine größere Wärmepumpe, wird entsprechend weniger hinzugeheizt, aber mehr getaktet. Die Entscheidung für oder gegen eine Wärmepumpengröße kann dann z.B. anhand der Wirtschaftlichkeit über die JAZ getroffen werden.
Ob die Leistung einer Wärmepumpe zu groß oder zu klein ausgelegt wurde, lässt sich anhand des Leistungsanteils der Wärmepumpe auf einer Bewertungsskala von 0 % bis 100 % beurteilen:
Leistungsanteil = Maximalleistung der Wärmepumpe bei Norm-Außentemperatur ÷ Norm-Heizlast des Gebäudes
Wärmepumpen reagieren auf Planungsmängel bei ihrer Auslegung besonders empfindlich:
können den Stromverbrauch im ungünstigsten Fall verdoppeln. Durch übermäßigen Einsatz des Heizstabs sind noch ungünstigere Verbräuche möglich.
| Fehler | Folgen | Maßnahmen |
|---|---|---|
| Fehlende Temperaturoptimierung der Heizflächen | Überhöhte Betriebstemperatur, dadurch geringe Effizienz und hoher Verbrauch | Berechnung nachholen |
| Kein hydraulischer Abgleich berechnet | Pumpen- und Ventileinstellung nicht möglich | Berechnung nachholen |
| Berechnung der Jahresarbeitszahl fehlt (z. B. VDI 4650 Blatt 1) | keine Effizienzprognose / Verbrauchsabschätzung möglich | Nachträgliche Berechnung für Wartung sinnvoll |
| Schall: Abstände zu Gebäuden nicht ausreichend (siehe hierzu TA Lärm, Leitfaden LAI) | Beschwerden über Lärmbelästigung | Versetzen der Wärmepumpe, Schallschutzhaube |
| Brennbare Kältemittel: Abstände zu Gebäudeöffnungen oder zur Entwässerung unzureichend | Schadensrisiko, Haftungsrisiko | Umbau des Umfeldes oder Versetzen der Wärmepumpe |
| Ausrichtung:Ausblasrichtung auf Fuß- oder Fahrwege | Rutsch- und Sturzgefahr durch Bildung von Eisflächen bereits deutlich über dem Gefrierpunkt (ab ca. 10°C Außentemperatur) | Ausrichtung der Wärmepumpe ändern |
| Unnötiger Einbau von Mischern | Mischer erhöhen die Vorlauftemperaturen der Wärmepumpe, dadurch geringere Effizienz und hoher Verbrauch | Mischer nur, wenn zwingend erforderlich, z. B.: Mehrkreisanlagen, Kühlung, Pufferspeicher mit Übertemperatur |
| Vorhandener Vierwegemischer nicht ausgebaut (in Standardkesseln zur Rücklauftemperaturanhebung) | Auch in Durchgangsstellung führt der innere Wärmeübergang zu einer Anhebung der Heizkurve, dadurch geringere Effizienz und hoher Verbrauch | Ausbau des Vierwegemischers |
Viele Hersteller, Beratungsfirmen oder wissenschaftliche Einrichtungen bieten kostenlose Wärmepumpen-Rechner zur überschlägigen als auch detaillierteren Auslegung von Wärmepumpen an.
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Eine Wärmepumpe ist "zu groß" dimensioniert, wenn ihre Leistung die Wärmebedürfnisse des Gebäudes deutlich übersteigt. Dies kann zu ineffizientem Betrieb, höheren Anschaffungskosten und unnötigem Energieverbrauch führen. Eine Wärmepumpe ist "zu klein" ausgelegt, wenn ihre Leistung nicht ausreicht, um den Wärmebedarf des Gebäudes zu decken. Dies kann dazu führen, dass die Heizung nicht ausreichend funktioniert und das Gebäude nicht angemessen beheizt werden kann.
Luftwärmepumpen werden im Gegensatz zu Erdwärmepumpen i.d.R. am Bivalenzpunkt ausgelegt. Dieser ist kleiner als der Normauslegungspunkt, an dem sich die Auslegung von monovalent betriebenen Erdwärmepumpen orientiert. Da die Luftwärmepumpe eine kleinere Heizlast abdecken muss, fällt auch ihre Leistung kleiner aus.