Finden Sie jetzt Ihren Energie-Experten! 2916 registrierte Profis direkt erreichen und kostenlos vergleichen!
Jetzt lesen: So funktioniert energie-experten.org

Die wichtigsten Fenster-Tests im Vergleich

Was ist ein Fenstertest? Was wird dabei getestet? Welche Anforderungen werden überprüft? Wer prüft mit welchen Testverfahren?

Ein Fenstertest ist eine wertvolle Hilfe beim Kauf neuer Fenster. Mit ihm bewerten unabhängige Prüf-Institute die werkstoffliche und konstruktive Qualität des Fensters. Wir erklären hier, wie Ihnen Fenstertests nach CE, RAL oder der Stiftung Warentest beim Fensterkauf helfen.

Neue Fenster gesucht? Fordern Sie hier 5 kostenlose Experten-Angebote an!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

Was ist ein Fenstertest und was bringt er dem Verbraucher?

Fenstertests sind Qualitätsprüfungen für Fenster beziehungsweise einzelne Bestandteile davon. Sie geben Auskunft über Qualität der Fenster, darunter die Qualität der einzelnen Werkstoffe, die verbaut wurden, und die damit erzielten Eigenschaften sowie die Verbund-Qualität der gesamten Fenster-Konstruktion.

Jede Qualitätsprüfung ergibt ein Qualitätsurteil, anhand dessen sich der Verbraucher auf dem Fenstermarkt orientieren kann. Somit sind Fenstertests hilfreich, wenn es um die Wahl der für das eigene Bauvorhaben, Neubau wie Sanierung, passenden Fenster geht.

Um die Fenster-Qualität sicherzustellen, werden diese immer wieder auf ihre Belastbarkeit hin getestet. VELUX nutzt hierzu z. B. einen eigenen Windtunnel im dänischen Ostbirk, der Regen und Sturm simuliert. (Foto: VELUX Deutschland GmbH)
Um die Fenster-Qualität sicherzustellen, werden diese immer wieder auf ihre Belastbarkeit hin getestet. VELUX nutzt hierzu z. B. einen eigenen Windtunnel im dänischen Ostbirk, der Regen und Sturm simuliert. (Foto: VELUX Deutschland GmbH)

Experten-Rat: Informieren Sie sich mit Hilfe mindestens eines aktuellen Fenstertests über die angebotene Qualität, bevor Sie Ihre Fenster kaufen!

Was wird bei einem Fenstertest geprüft?

Moderne Fenster müssen einer Reihe von Ansprüchen gerecht werden. Sie sollen nicht mehr nur Licht einlassen, Durchblick gewähren und Mittel zum Lüften sein, sondern auch u.a. wärmedämmende, lärmdämmende und einbruchhemmende Eigenschaften besitzen. Entsprechend lassen sich Fenster auf eben diese Anforderungen hin prüfen.

Die folgende Liste zählt die derzeit am häufigsten geprüften Eigenschaften von Fenstern auf:

  • Prüfung der Gebrauchstauglichkeit der Bauelemente des Fensters
  • Glasprüfungen
  • Fensterprüfungen
  • Prüfung der Isolierung
  • Brandschutzprüfungen
  • Schallschutzprüfungen
  • Prüfung der Wärmedämmeigenschaften
  • Einschätzung der Energieeffizienz
  • Test der Bautiefe und Fugendichte
  • Bewertung des Preis-Leistungsverhältnisses
  • Bewertung der Nachhaltigkeit
Übersicht der vielfältigen Einflüsse und Belastungen, denen ein Fenster standhalten muss. (Grafik: energie-experten.org)
Übersicht der vielfältigen Einflüsse und Belastungen, denen ein Fenster standhalten muss. (Grafik: energie-experten.org)

Fenstertest gemäß CE-Prüfung und CE-Kennzeichen

Seit dem Jahr 2009 ist EU-weit bei Fenstern die CE-Kennzeichnung Pflicht. Das heißt: Fensterhersteller dürfen nur noch Fenster mit dem CE-Kennzeichen in Verkehr bringen. Andernfalls drohen Bußgelder sowie Haftung aus Vertragsverletzungen.

Über das CE-Kennzeichen

Das CE-Kennzeichen ist ein sogenanntes Konformitätszeichen der EU. Der Fensterhersteller erklärt in einer sogenannten Konformitätserklärung, dass sein Fenster die Mindestanforderungen der harmonisierten Norm erfüllt. Damit ist das CE-Kennzeichen kein Qualitätssiegel oder Prüfzeichen wie zum Beispiel das RAL-Gütesiegel. Denn das CE-Kennzeichen bestätigt dem Verbraucher lediglich die Verwendbarkeit des Fensters in Bezug auf dessen Leistungseigenschaften in den Bereichen

  • Wärme- und Schallschutz,
  • Luftdurchlässigkeit,
  • Schlagregendichtigkeit und
  • Widerstandsfähigkeit gegen Windbeanspruchung.

Wie ein Fenster das CE-Kennzeichen bekommt

Dem Hersteller obliegt es, für die CE-Kennzeichnung seiner Fenster zu sorgen. Dazu muss er das Fenster in der Regel einer unabhängigen Prüfung (Ersttypprüfung) in einem als solches ausgewiesenen und anerkannten Prüfinstitut unterziehen. Besteht das Fenster den Test, erhält es das Recht, für eine bestimmte Dauer das CE-Kennzeichen zu tragen.

Die folgenden drei Möglichkeiten hat der Hersteller, sein Fenster auf CE-Konformität testen zu lassen:

  • Standard ist es, dass der Hersteller selbst seine verschiedenen Fensterkonstruktionen von einem Prüfinstitut prüfen lassen. Hierzu zählt u.a. das ift Rosenheim, das u.a. Fensterprüfungen nach EN 14351-1 und Glasprüfungen durchführt und den Herstellern für die CE-Kennzeichnung Prüf- und Klassifizierungsberichte sowie Bescheinigungen der Leistungsbeständigkeit erstellt.
  • Oder er nutzt die Möglichkeit, die die RAL Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V. ihren Mitgliedern in den Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 695 bietet, um gütegesicherte Produkte herzustellen. Zur Gütesicherung werden Fremdüberwachungen des Herstellers und Validitierungsprüfungen auf firmeneigenen Prüfständen durchgeführt, die mit den Grundlagen der Produktnorm EN 14351-1 harmonieren. Dabei berücksichtigt man auch bestehende Prüfnachweise bei der Erstellung des Eignungsnachweises. Der Eignungsnachweis der RAL Gütegemeinschaft klassifiziert sämtliche Eigenschaften des Fensters gemäß der CE-Kennzeichnung sowie qualitative Merkmale. Er gilt als Ersttypprüfung für den Hersteller.
  • Außerdem kann der Fensterhersteller auf einen sogenannten Systemgeber zurückgreifen. Der stellt ihm eine Systembeschreibung (Bauanleitung mit allen Konstruktions-, Verarbeitungs-, Verwendungs- und Montagehinweisen sowie Vorgaben für die werkseigene Produktionskontrolle) zur Verfügung. Außerdem bekommt der Hersteller vom Systemgeber die nötigen Prüfzeugnisse einer notifizierten Stelle. Das heißt: Der Fensterhersteller nutzt bei dieser Möglichkeit die Prüfnachweise zur CE-Kennzeichnung seiner Produkte, ohne sie eigenen Fenster-Tests und Prüfungen unterziehen zu müssen.

Fenstertests zur Prüfung der visuellen Glasqualität

Zur Glasprüfung zähle laut dem Bundesverband Flachglas Großhandel, Isolierglasherstellung Veredlung e.V. die Beurteilung der visuellen Qualität von Fenstern für das Bauwesen nach der gleichnamigen Richtlinie. Bewertet werde danach die im eingebauten Zustand verbleibende lichte Glasfläche. Generell sei bei der Prüfung die Durchsicht durch die Verglasung, sprich: die Betrachtung des Hintergrundes und nicht die Aufsicht maßgebend.

Glaserzeugnisse in der Ausführung mit beschichteten Gläsern, in der Masse eingefärbten Gläsern, Verbundgläsern oder vorgespannten Gläsern (Einscheiben-Sicherheitsglas ESG, teilvorgespanntes Glas) könnten ebenfalls getestet werden. Die Richtlinie gelte nicht für Glas in Sonderausführungen, wie Glas mit eingebauten Elementen im Scheibenzwischenraum (SZR) oder im Verbund, Glaserzeugnisse unter Verwendung von Ornamentglas, Drahtglas, Sicherheits-Sonderverglasungen (angriffhemmende Verglasungen), Brandschutzverglasungen und nicht transparenten Glaserzeugnissen. Diese Glaserzeugnisse seien in Abhängigkeit der verwendeten Materialien, der Produktionsverfahren und der entsprechenden Herstellerhinweise zu prüfen und zu beurteilen.

Die folgende Tabelle zeigt Zulässigkeiten für die visuelle Qualität von Glaserzeugnissen für das Bauwesen:

Tabelle 1: Zulässigkeiten der visuellen Qualität von Isolierglas für das Bauwesen nach Zonen*
Zone Zulässig pro Einheit sind:
F Außenliegende flache Randbeschädigungen bzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glases nicht beeinträchtigen und die Randverbundbreite nicht überschreiten.
F Innenliegende Muscheln ohne lose Scherben, F die durch Dichtungsmasse ausgefüllt sind.
F Punkt- und flächenförmige Rückstände sowie Kratzer uneingeschränkt.
R Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc.:
R Scheibenfläche ≤ 1 m2: max. 4 Stück à ≤ 3 mm ∅;
R Scheibenfläche > 1 m2: max. 1 Stück à ≤ 3 mm ∅ je umlaufenden m Kantenlänge
R Rückstände (punktförmig) im Scheibenzwischenraum (SZR):
R Scheibenfläche ≤ 1 m2: max. 4 Stück à ≤ 3 mm ∅;
R Scheibenfläche > 1 m2: max. 1 Stück à ≤ 3 mm ∅ je umlaufenden m Kantenlänge
R Rückstände (flächenförmig) im SZR: weißlich grau bzw. transparent – max. 1 Stück ≤ 3 cm2
R Kratzer: Summe der Einzellängen: max. 90 mm – Einzellänge: max. 30 mm
R Haarkratzer: nicht gehäuft erlaubt
H Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc.:
H Scheibenfläche ≤ 1 m2: max. 2 Stück à ≤ 2 mm ∅
H 1 m2 > Scheibenfläche ≤ 2 m2: max. 3 Stück à ≤ 2 mm ∅
H Scheibenfläche > 2 m2: max. 5 Stück à ≤ 2 mm ∅
H Kratzer: Summe der Einzellängen: max. 45 mm – Einzellänge: max. 15 mm
H Haarkratzer: nicht gehäuft erlaubt
R+H max. Anzahl der Zulässigkeiten wie in Zone R
R+H Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. von 0,5 < 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen, außer
R+H bei Anhäufungen. Eine Anhäufung liegt vor, wenn mindestens 4 Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc.
R+H innerhalb einer Kreisfläche mit einem Durchmesser von ≤ 20 cm vorhanden sind.

* F = Falzzone, R = Randzone, H = Hauptzone

Fensterpreise hier vergleichen und 5 kostenlose Experten-Angebote anfordern!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

Fensterglas-Test zur Prüfung der Wärmedämmung

Für ein paar Euro oder gar kostenlos können Sie sich bei dem Fensterbauer Ihres Vertrauens beziehungsweise direkt beim Anbieter sogenannte Fensterglas-Test-Sets für Daheim besorgen. Ein solches Testset klärt Sie über den Zustand, insbesondere den energetischen, Ihrer Fensterscheiben auf. Sie erfahren, ob diese den heutigen energetischen Ansprüchen genügen. Das Fensterglas-Test-Set besteht in der Regel aus

  • einem sogenannten Kälteindikator für außen, vorderseitig versehen mit Klebepads zur leichten Montage am Fenster von außen,
  • sowie einem Wärmeindikator für innen, rückseitig versehen mit Klebepads zur leichten Montage am Fenster von innen,

so dass Sie beide Indikatoren bequem von innen ablesen können.

Fenstertest zur Schalldämmung

Angemessene Maßnahmen des baulichen Schallschutzes gegen Außenlärm enthalten die

  • VDI-Richtlinie 2719 "Schalldämmung von Fenstern" und
  • die DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau"

Wer den Eindruck habe, dass seine (neuen) Fenster dem Schall (zu) wenig Widerstand böten und möglicherweise der Einbau nicht mit Sorgfalt vorgenommen wurde, könne die Funktionstüchtigkeit der für die Schalldämmung wichtigen Komponenten in einfacher Weise und mit einfachen Hilfsmitteln selber testen.

Das Bundesumweltamt stellt auf seinen Seiten dafür einen Aufsatz "Wissenswertes über die Schalldämmung von Fenstern" zur Verfügung, demnach es eine Reihe einfacher Tests gebe, die es ermöglichten, grobe schalltechnische Fehler am Fenster rasch zu erkennen.

Bei Einfachfenstern und sogenannten Verbundfenstern mit einem bewerteten Schalldämm-Maß bis ca. Rw = 37 dB könne, so schreibt der Autor des Berichts, Dipl.-Ing. Wolf-Dietrich Kötz aus Berlin, davon ausgegangen werden, dass eine Überprüfung des Fensters mit den unten genannten Kontrollen möglich sei. Zu testen seien demnach:

  • die Übereinstimmung des Fensters mit der Beschreibung,
  • das Fugenprofils,
  • die Funktion der Verriegelungen,
  • die Funktion der Dichtung(en) zwischen Blend- und Flügelrahmen,
  • die Glasabdichtung,
  • die Glasdicken und der Scheibenabstand und
  • die Überdeckung des Blendrahmens durch den Flügelüberschlag.

Diese einfachen Kontrollen lieferten Kötz zufolge jedoch keine quantitativen Aussagen. Das heißt, Sie können damit nicht feststellen, um wieviel dB das bewertete Schalldämm-Maß Rw durch einen Mangel verschlechtert werde. Bei Einfachfenstern mit Schalldämmwerten zwischen 37 dB und 40 dB seien die aufgelisteten mechanischen Kontrollen daher mit akustischen Test-Messungen zu ergänzen.

Tabelle 2: Schallschutzklassen von Fenstern nach VDI 2719 [8]
Spalte 1 2 3
Zeile Schallschutzklasse bewertetes Schalldämmmaß R'W* erforderliches bewertetes Schalldämmmaß RW**
1 1 25 bis 29 ≥ 27
2 2 30 bis 34 ≥ 32
3 3 35 bis 39 ≥ 37
4 4 40 bis 44 ≥ 42
5 5 45 bis 49 ≥ 47
6 6 ≥ 50 ≥ 52

* bewertetes Schalldämmmaß R'W des am Bau funktionsfähig eingebauten Fensters, gemessen nach DIN 52210 Teil 5 in dB

** erforderliches bewertetes Schalldämmmaß RW des im Prüfstand (P-F) nach DIN 52210 Teil 2 eingebauten funktionsfähigen Fensters in dB

Testen von Windlasten und Schlagregen

Moderne Fenster halten selbst orkanartigen Winden stand. Die Klassifizierungen setzen sich aus den Werten der Windlast 1 bis 5 und der frontalen Durchbiegung A bis C zusammen. So sind viele Fenster heutzutage für eine Windlast bis Klasse B4 ausgelegt. Hoch wärmegedämmte Fenster-Systeme erreichen aufgrund ihrer 3-fach-Verglasung häufig die Widerstandsfähigkeitsklasse A4 für Windlast. Bei der Schlagregendichtheit wird die Dichtheit des Fensters gegen eintretendes Wasser bei unterschiedlichen Windstärken getestet.

Tests zur Prüfung der Bruchsicherheit

Um zu testen, ob ein Verbundsicherheitsglas bei einem Glasbruch ein Sicherheitsrisiko birgt, führt man den sogenannten Pummeltest durch. Bei diesem Test (aus dem Englischen von to pummel = schlagen) wird das Verbundglas zerschlagen und anschließend visuell geprüft, wie die Glasbruchstücke an der Verbundfolie haften geblieben sind. Derlei Tests werden auf automatischen „Pummel-Test“ Maschinen durchgeführt. Je nach freigelegter Folienfläche bzw. anhaftenden Glassplittern wird das Haftungsniveau in Pummelwerten von 0 bis 10 beschrieben. Je höher der Pummelwert, desto besser ist das Haftungsverhalten der Glassplitter und desto sicherer ist das Verbundglas.

Um die Biegefestigkeit von Glas zu testen, wann es zerspringt, werden auf speziellen Maschinen Zug- und Druckkräfte auf das Glas ausgeübt. Beim Biegen einer Verglasung wird dann die eine Seite verdichtet und die andere Seite gedehnt. Der ausgeübte Druck zum Zeitpunkt des Glasbruches beschreibt dann die Biegebruchfestigkeit in MPa (N/mm2).

Fenstertests zum Ein- und Ausbruchschutz

Ein Test der Einbruchschutz-Qualität eines Fensters wird je nach Anwendung und Zielsetzung nach

  • DIN 18104 – Teil 1 oder 2,
  • nach den Richtlinien des VdS (VdS Schadenverhütung GmbH ist ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.),
  • gemäß den Vorgaben der Verbraucherorganisation Stiftung Warentest,
  • nach DIN EN 356 oder
  • nach DIN EN 1627-1630 ausgeführt.

Einbruchschutz im Fenstertest nach DIN 18104

Der Fenstertest nach DIN 18104 ist in zwei Teile gegliedert. Er wurde auf Initiative der Polizei entwickelt. Der erste Teil befasst sich mit aufschraubbaren Nachrüstprodukten. In Teil 2 geht es um einbruchhemmende Produkte zum Einlassen in den Fensterfalz.

Bei den aufschraubbaren Nachrüstprodukten handelt es sich um Zusatzsicherungen und Zusatzschlösser, die auf den Rahmen bzw. Flügel eines Fensters sichtbar montiert werden. Die Prüfer attestieren beispielsweise, dass der Widerstand gegen Einbruch mit einem Griffschloss erhöht und somit das Überwinden eines Fensters mit einfachem Werkzeug erschwert wird.

Einbruchschutz im Fenstertest nach VdS 2536

Auch die VdS-Prüfer testen im Testlabor die Tauglichkeit von Zusatzsicherungen. Die Prüfung für Nachrüstprodukte erfolgt entsprechend der VdS Richtlinie 2536, die die Mindestanforderungen für Zusatzsicherungen festlegt. Damit soll der Widerstand gegen Einbruch soweit erhöht werden, dass die Überwindung mit einfachem Werkzeug erschwert beziehungsweise Einbrechern der „schelle Zugriff“ erschwert wird.

Einbruchschutz im Fenstertest nach Stiftung Warentest

Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest testen regelmäßig Produkte zum Einbruchschutz Das hausgeschriebene „Spezial Einbruchschutz“ ist auf 112 Seiten die aktuellste Ausgabe (erschienen 2016). Gegen eine Schutzgebühr von 8,50 Euro können Sie sie diese bei Stiftung Warentest erwerben.

Sicherheitsfolie / Einbruchschutzfolie für Glasscheiben im Fenstertest nach EN 356

Durchwurfshemmende Einbruchschutzfolien werden nach EN 356 mit P2A (früher A1 nach DIN 52290) geprüft. Die Sicherheitsfolien klebt man nachträglich in der Regel von innen auf glatte Fensterscheiben, um so deren Einbruchschutz zu erhöhen.

Tests von ausbruchhemmenden Fenstern

Der Schutz vor Angriffen von außen (Einbruchschutz) ist ebenso wie die Ausbruchverhinderung erforderlich, um die Befreiung oder den Angriff auf verwahrte Personen sowie die Ausschaltung oder Geiselnahme von Personal zu verhindern. Da es für ausbruchhemmende Fenster und Türen keine eigenständige Norm gibt, greifen Hersteller bei den Tests von ausbruchhemmenden Fenstern auf die Europäische Norm für Einbruchhemmung DIN EN 1627-1630 zurück. So werden solche gegen Ausbruchversuche von innen (RC3) sowie Befreiungsversuche von außen (RC4) bei speziellen Testinstituten geprüft und zertifiziert.

Das Fenster der Serie METAS von SÄLZER ist ein ausbruchhemmendes Fenster. Im Test mit einem Kuhfuß hielt das Fenster den massiven Einbruch- bzw. Ausbruchversuchen von innen und von außen stand. (Foto: SÄLZER GmbH)
Das Fenster der Serie METAS von SÄLZER ist ein ausbruchhemmendes Fenster. Im Test mit einem Kuhfuß hielt das Fenster den massiven Einbruch- bzw. Ausbruchversuchen von innen und von außen stand. (Foto: SÄLZER GmbH)

Tests auf herstellereigenen Prüfständen

Einige Fensterhersteller betreiben auch eigene Prüfstände, um ihre Fenster "auf Herz und Nieren" zu testen. So werden z. B. VELUX Dachfenster in unternehmenseigenen Laboren getestet und extremen klimatischen Bedingungen von sehr heiß bis sehr kalt ausgesetzt. In einem Windkanal simuliert das Unternehmen innerhalb von 15 Minuten die Regenbelastung eines ganzen Jahres und die auf das Fenster wirkenden Kräfte bei Sturmstärke. Auch langfristige Nutzung soll sichergestellt sein. Dafür wird jedes neue Fenstermodell 25.000-mal geöffnet und geschlossen. Die Haltbarkeit der Scheiben prüft VELUX mit einem 50 Kilogramm schweren Pendel.

Vergleichen Sie hier aktuelle Fensterpreise und holen Sie sich 5 kostenlose Experten-Angebote!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

"Die wichtigsten Fenster-Tests im Vergleich" wurde am 27.01.2017 das letzte Mal aktualisiert.