Letzte Aktualisierung: 07.08.2024

Tipps zur Perimeterdämmung des Kellers im Überblick

  • Wann sollte man den Keller dämmen? Eine Kellerdämmung ist besonders bei Altbausanierungen sinnvoll, um Energieverluste zu reduzieren und das Raumklima zu verbessern. Sie hilft, Feuchtigkeitsprobleme und Schimmelbildung zu verhindern und trägt zur allgemeinen Behaglichkeit des Gebäudes bei. Ein ungedämmter Keller trägt mit bis zu 25% zu den Wärmeverlusten eines Gebäudes bei.
  • Dämmmethoden im Keller: Für unbeheizte Keller, die als Lagerraum dienen, empfiehlt sich die Dämmung der Kellerdecke. Bei beheizten und bewohnten Kellern ist eine Außendämmung der Außenwände ideal, um den Taupunkt nach außen zu verlagern. Eine Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten sollte nur als letzte Option gewählt werden, da sie das Risiko von Feuchtigkeit und Schimmel erhöht.
  • Perimeterdämmung der Außenwände und Bodenplatte erfordert sorgfältige Analyse der bauphysikalischen Bedingungen im Keller. Die erdberührenden Wände müssen freigelegt werden, was kostenintensive Erdarbeiten mit sich bringt. Eine Perimeterdämmung des Kellers lohnt sich insbesondere dann, wenn sowieso die Kellerabdichtung erneuert werden soll.
  • Anforderungen an Dämmstoffe: Keller-Dämmstoffe, die den Keller von außen langfristig dämmen sollen, müssen die Feuchtigkeits- und Druckbelastungen durch das Erdreich dauerhaft standhalten und auch Frost aushalten, ohne an Dämmwirkung zu verlieren. Daher werden häufig Dämmplatten aus XPS oder Schaumglas zur Perimeterdämmung des Kellers eingesetzt.
  • Bei der professionellen Kellerdämmung von außen ermöglichen Bitumen-Kleber eine dichte Montage, wobei der Druck des Erdreichs die Platten zusätzlich fixiert. Dämmplatten werden im Verband mit versetzten Fugen verlegt, Stufenfalzplatten verhindern Wärmebrücken. Selber machen ist nur Fachleuten empfohlen.
  • Bei der Perimeterdämmung im Keller fallen Kosten unterschiedlich aus: Eine Außendämmung kostet ca. 150 bis 250 Euro/m2, bei einer Innendämmung kann man mit rund 75 bis 125 Euro/m2 und die Kellerdeckendämmung, wenn man sie selber macht, fällt mit Preisen ab 25 Euro/m2 am günstigsten aus.

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Maßnahmenüberblick einer Kellerdämmmung im Altbau

Im Gegensatz zum Neubau wird bei Altbauten primär das Dach gedämmt und ebenso die Fassaden. Häufig jedoch wird der Keller beim Dämmen außen vor gelassen. Zu Unrecht, denn über den ungedämmten Keller geht nicht nur eine Menge Wärmeenergie verloren, er ist auch maßgeblich für das Klima im Gebäude verantwortlich:

Dank eines gedämmten Kellers verbessern sich Behaglichkeit und Wohnatmosphäre des gesamten Gebäudes und typische Probleme von Altbauten wie eindringende Feuchtigkeit oder Schimmelbefall können minimiert beziehungsweise ausgeschlossen werden.

Welche Dämmung im Keller zum Einsatz kommt, hängt davon ab, welchem Nutzungszweck der Keller dienen soll:

  • Für einen Keller, der lediglich als Lagerraum dient und nicht beheizt wird, empfiehlt sich eine Dämmung der Kellerdecke / Dämmung der Geschossdecke zum Erdgeschoss, um den Energieverlust zu bremsen. Sie sorgt dafür, dass der Fußboden des Erdgeschosses wärmer bleibt. Hier greifen die Landesbauordnungen für Aufenthaltsräume im Keller.
  • Für einen Keller, der bewohnt und deshalb auch beheizt werden soll, kommt eine Innen- oder Außendämmung infrage. Hier greift das Gebäudeenergiegesetz (kurz: GEG).

Risiken einer nachträglichen Innendämmung des Kellers

Dabei sollte die Innendämmung möglichst die letzte Wahl sein, denn mit dem Dämmen der Außenwände von innen verschiebt man auch den Taupunkt weiter nach innen. Das kann dazu führen, dass Feuchtigkeit zwischen der Kellerwand und der Dämmschicht kondensiert (Tauwasser).

Dies bildet dann einen idealen Lebensraum für Schimmelsporen, die sich schlimmstenfalls in der Dämmschicht und auf der Innenwand breit machen, wenn keine aufwändig installierte Dampfbremse vorhanden ist oder die Innenwände mit Kalziumsilikatplatten gedämmt werden.

Ein Umstand, der sich sogar noch verschlimmern kann, wenn nämlich die Teile der Außenwand des Kellers, die Kontakt zum Erdreich haben (erdberührender Bereich), Undichten aufweisen, durch die hindurch auch Grundwasser oder Sickerwasser in das Mauerwerk und die Dämmschicht eindringen können.

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Vor- und Nachteile der Bodenplatten- und Perimeterdämmung

Bei einer Außendämmung ist klar, dass die Perimeterdämmung unter der Bodenplatte bei einem Altbau im Nachhinein nicht möglich ist. Die Bodenplatte kann in Bestandsgebäuden also nur von innen gedämmt werden. Das ist nicht weiter problematisch, vorausgesetzt, die angrenzenden Wände sind trocken. Andernfalls muss der Bauherr zunächst geeignete Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit vom Keller aus in den Wänden aufsteigt.

Das Perimeterdämmen der Außenwände des Kellers des Gebäudes, also der Bereich, der Kontakt zum Erdreich hat, ist mit großem Aufwand und daraus resultierenden Kosten verbunden. Denn die erdberührenden Kellerwände müssen zum Perimeterdämmen zunächst einmal freigelegt werden – auf den Bauherren kommen also kostenintensive Erdarbeiten zu, die sich auf der Rechnung des gesamten Dämmprojekts niederschlagen.

Dennoch hat die Perimeterdämmung des Kellers gegenüber dessen Innendämmung einen entscheidenden Vorteil, nämlich den, dass der Taupunkt günstiger im Raum liegt, als wenn dieser von innen gedämmt werden würde.

Anforderungen an Kellerdämmstoffe zur Perimeterdämmung

Die Perimeterdämmung vom Keller erfordert jedoch ein hohes Maß an Sorgfalt, an handwerklichen Fachkenntnissen und an Erfahrung. Die Vergabe des Dämmprojekts an einen Fachbetrieb ist deshalb zwingend notwendig. Allein die Wahl des optimalen Dämmstoffs zum Dämmen der Außenwände vom Keller ist angesichts der vielen unterschiedlichen Angebote im Fachhandel nicht leicht. Gut zu wissen: Dämmmaterialien für die Perimeterdämmung vom Keller müssen höheren Ansprüchen genügen als Dämmstoffe für Dach und Fassade.

  • Das Erdreich drückt an die Außenseite der Wände vom Keller mit sehr großem Druck, dem die Dämmstoffe Stand halten müssen.
  • Gefährlich kann der Perimeterdämmung vom Keller auch die Feuchtigkeit werden, die durch Undichten eindringt. Sie stammt vom Sickerwasser von Regen und Schnee, von Stauwasser sowie vom Grundwasser. Letzteres stellt die höchste "feuchte" Beanspruchung dar, nicht selten ist diese eine äußerst "druckvolle" (hydrostatischer Druck).
  • Nahe der Erdoberfläche muss die Perimeterdämmung vom Keller zudem den Wechsel der Spannung ertragen, der bei einsetzendem und anhaltendem Frost beziehungsweise Tauwetter auftritt (Frost-Tau-Wechsel).

Auswahl von Perimeterdämmstoffen für Kellerdämmungen

Aus den speziellen Anforderungen an die Dämmstoffe zur Perimeterdämmung vom Keller resultiert, welcher Dämmstoff geeignet ist. Bewährt haben sich:

Dabei kommt es jedoch immer auf die buchstäblich äußeren Umstände an. EPS-Hartschaumplatten beispielsweise sind nicht für den Einsatz zur Perimeterdämmung vom Keller zugelassen, wenn auf diesen Wasser drückt. Platten aus XPS hingegen schon, ebenso Schaumglas-Platten. Sämtliche Kunststoffplatten, die zur Sockeldämmung genutzt werden, also teilweise über dem Erdboden angebracht werden, müssen vor schädlichem UV-Licht geschützt werden. Schaumglas-Platten hingegen nicht.

Zum Anbringen der Perimeterdämmung müssen diese dicht verklebt werden. Bewährt haben sich bituminöse Kleber. Wobei das verkleben quasi eine Montagehilfe ist, denn der Druck des anschließend wieder aufgefüllten und somit angrenzenden Erdreichs sorgt an sich schon für eine rutschfeste Lage der Dämmplatten. Verlegt wird im Verband mit versetzten Fugen. Platten mit Stufenfalz verhindern unerwünschte Wärmebrücken.

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