So finden Sie die beste Dämmung
Letzte Aktualisierung: 30.09.2024
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Mit einer Hausdämmung können Sie Ihre Heizkosten - vielfach schon mit einfachsten Maßnahmen - um mehr als 30% reduzieren!Perlite-Dämmplatten bestehen aus geblähtem Perlit, das auch Blähperlit genannt wird. Perlit ist ein glasartiges Gestein, das aus unterseeischer Vulkanaktivität stammt. Es wird schockartig auf mehr als 1.000 Grad Celsius erhitzt, wobei die feingemahlenen Perlitkörner expandieren: Das Wasser im Stein dehnt sich aus und bläht dessen Struktur auf, so dass sich sein ursprüngliches Volumen um etwa das 20-fache erhöht.
Auf diese Weise entsteht Schüttperlit (Perlitgranulat), das zur sogenannten Schüttdämmung benutzt werden kann, zum Beispiel als Dämmung der obersten Geschossdecke oder als Kerndämmung. Die Korngöße und Schüttdichte des Granulats beeinflusst dabei der Blähprozess. Für spezifische Anwendungen kann man das Granulat mit Latexemulsion hydrophobieren oder bituminieren.
Zur Herstellung von Perlite-Dämmplatten mischt man üblicherweise das Blähperlit mit anorganischen und/oder organischen Fasern und gibt dem Mix geeignete Bindemittel hinzu. Weiter unten stellen wir Ihnen auch eine Perlite-Dämmplatte ohne Fasernbeimischung vor. Das Ganze erfolgt im sogenannten Nassverfahren. Anschließend wird die Masse in Form gebracht, getrocknet und geschnitten.
Experten-Wissen: Dämmplatten aus dem Dämmstoff Perlit finden Sie im Handel unter den Bezeichnungen Perlit-Dämmplatten und Perlite-Dämmplatten, wobei die zweitgenannte Schreibweise mit „e“ den englischen Fachbegriff „perlite“ nutzt. Mitunter werden sie auch als Perlit- bzw. Perlite-Platten gehandelt. Perlit-Dämmplatten haben Quadratmeter-Preise zwischen 20 und 45 Euro.
Dämmplatten aus Perlit sind temperaturbeständig, zähelastisch, druckfest und hochbelastbar. Sie brennen nicht, so dass sie in Dämmprojekten zum Einsatz kommen können, wo es auf einen guten Brandschutz ankommt.
Perlit-Dämmplatten sind darüber hinaus wasserabweisend, ungezieferbeständig und sie verrotten nicht. Entsprechend imprägnierte Perlitplatten können sogar das Klima eines Raumes beeinflussen, weil sie fähig sind, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben.
Allerdings steht den vorgenannten und durchaus als positiv zu bewertenden Eigenschaften von Perlite-Dämmplatten ihre nur mäßige Dämmfähigkeit gegenüber: Perlit besitzt eine Wärmeleitfähigkeit von 0,04 bis 0,07 Watt pro Meter und Kelvin (W/(mK)).
Damit liegt der Dämmstoff im Mittelfeld. Wollte man mit Perlit den vom Gebäudeenergiegesetz (GEG) in §48 Anlage 7 für die Dämmung geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m2K) erzielen, müsste die Dämmschicht eine Dicke von 20 Zentimetern aufweisen.
Grundsätzlich lassen sich Perlite-Dämmplatten jedoch als vielseitiger Dämmstoff bewerten, woraus die verschiedensten Anwendungen für die Platten resultieren. Die folgende Tabelle zeigt alle wichtigen Eigenschaften von Perlite-Dämmplatten auf einen Blick:
Eigenschaften | Dämm- & Baustoffwerte |
---|---|
Wärmeleitfähigkeit | 0,04 - 0,07 W/(m K) |
Dämmdicke (U-Wert gem. aktuellem GEG) | 0,24 W/(m2K) bei ~ 20 cm |
Baustoffklasse gemäß DIN 4102-1 | A1, A2 (nicht brennbar) |
Baustoffklasse DIN EN-13501-1 | A1, A2 s1 d0 (nicht brennbar) |
Vakuumdämmplatten, sogenannte Vakuum-Isolations-Paneele (VIP), sind ein äußerst effektives und platzsparendes System und werden zur Vakuumdämmung im Außenbereich eingesetzt. Sie bestehen aus einem von einer luftdichten Folie umhüllten porösen Kernmaterial. Aus diesem Verbund wird die vorhandene Luft abgepumpt und die Folie anschließend verschweißt. Das Kernmaterial verhindert beim Abpumpen der Luft das Zusammenschrumpfen der Dämmplatte. Derzeit erhältliche Vakuumdämmplatten bestehen in der Regel aus einem Kern aus gepresster pyrogener Kieselsäure oder Mineralfasern.
Die Verwendung eines losen Pulvers aus pyrogener Kieselsäure lässt eine geringere Dichte für den Füllstoff im Vergleich zu gepressten Platten zu, was sich direkt in einer Material- und Produktionskostenersparnis bemerkbar macht. Darüber hinaus wird durch die geringere Dichte sogar die Wärmeleitung im Stützkern verringert. Im Forschungsprojekt INNOVIP wird hierzu aufgeblähtes Perlit-Pulver als Alternative untersucht.
Vakuumdämmplatten mit Perlit weisen zwar eine um rund ein Drittel höhere Wärmeleitfähigkeit auf als Paneele mit Kieselsäurekernen, lassen sich allerdings deutlich kostengünstiger produzieren. Auch die Lebensdauer von perlitbasierten Vakuum-Dämmplatten kann durch eine geringe Menge Trockenmittel auf bis zu 50 Jahre ausgedehnt werden.
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So nutzt man Perlite-Dämmplatten unter anderem als
Hier besteht die Flachdachdämmung aus druckfesten Perlite-Dämmplatten des Anwendungstyps DAA ds nach DINV 4108-10 in einer Dicke ab 40 Millimetern, die auf einer auf den Profilblechen angebrachten Dampfsperrschicht fachgerecht verlegt und mechanisch befestigt werden.
Die entsprechende Dachabdichtung besteht aus mindestens zwei Lagen Bitumenbahnen, verlegt/verklebt gemäß Flachdachrichtlinien/Herstellervorschrift.
Hier besteht die Flachdachdämmung aus einem bituminös verklebten System aus Perlite-Dämmplatten und dem Dämmstoff PIR für energieeffizienten baulichen Wärmeschutz nach GEG.
Eine solche Dämmschicht punktet als Kompaktlösung mit geringer Aufbauhöhe und hoher Trittfestigkeit.
Bleiben im Zuge von Flachdachabdichtungen noch funktionstüchtige Mineralfaser-Dämmschichten auf der Tragkonstruktion, kann man mit Hilfe verwindungssteifer und biegefester Perlite-Abdeckplatten die Begehbarkeit der Dämmung verbessern. Die Platten verringern die vorbereitenden Reparaturarbeiten und machen das Aufbringen einer neuen Abdichtung einfacher. Perlite-Dämmplatten fungieren so als Abdeck- beziehungsweise Unterlegplatte für Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten.
Im Falle eines Brandes im Inneren des Gebäudes begünstigen Stahltrapezdächer wegen der hohen Wärmeleitfähigkeit von Stahl den raschen Temperaturanstieg im Flachdach. Damit erhöht sich das Risiko für eine sogenannte Brandweiterleitung, für den Dachdurchbrand und schließlich für den Einsturz der gesamten Dachkonstruktion. Als untere Schutzschicht haben sich Perlite-Dämmplatten in Verbunddämmplatten mit oberen Schichten aus EPS bewährt: Die Verbund-Dämmplatten bestehen aus untenliegend Perlite-Dämmplatten des Anwendungstyps DAA ds nach DINV 4108-10 in einer Dicke ab 40 Millimetern mit umlaufendem Stufenfalz (20 mm) und oben liegend Polystyrol-Hartschaum (mindestens DAA dm) – ohne Trennlage. Sie werden auf einer auf den Profilblechen angebrachten Dampfsperrschicht fachgerecht verlegt und mechanisch befestigt. Wichtig: Für spezielle Anwendungen kann vom Bahnenhersteller eine Trennlage gefordert werden.
Lärmintensive Industrie- und Gewerbebauten brauchen einen entsprechenden Luftschallschutz. Der richtet sich zum einen nach dem im Gebäudeinneren zu erwartenden Schallpegel und zum anderen nach den in der Umgebung einzuhaltenden Immissionsrichtwerten. Perlite-Dämmplatten haben dank ihrer hohen Rohdichte und zähharten Materialstruktur sehr gute schalldämmende Eigenschaften. Zudem erfüllen sie die Anforderungen an den Wärmeschutz und den Brandschutz. Die Dachfläche wird von ihnen wird versteift, infolgedessen werden Schwingungen reduziert.
Eine solche Wärme- und Schalldämmung wird mit einer unteren Schicht Mineralwolle-Dämmplatten (MW) des Anwendungstyps DAA in einer Dicke ab 55 mm und einer Abdecklage aus Perlite-Dämmplatten des Anwendungstyps DAA ds gemäß DINV 4108-10 in einer Mindestdicke von 30 mm realisiert, die auf einer auf den Profilblechen angebrachten Dampfsperrschicht verlegt und mechanisch befestigt werden. Die Dachabdichtung wird mit wenigstens zwei Lagen Bitumenbahnen, die nach Flachdachrichtlinien/Herstellervorschriften zu verlegen sind, umgesetzt.
Auch als mechanisch befestigte Anschlussdämmung mit Passstücken aus Perlite-Dämmplatten und im Übergang vom Dach eingeklebten Perlite-Randkeilen kommt Perlit in der Flachdachdämmung zum Einsatz. Es bildet hier eine druckfeste Anschlussdämmung an aufgehenden Bauteilen zur Aufnahme von Bitumen- oder Kunststoffdachbahnen. Ein Perlite-Randkeil verbessert die Fügetechnik mehrlagiger Bitumendachbahnen beim Absetzen und Einbinden am Übergang. Solche Passstücke werden im Abstand von fünfzig Zentimetern mit mindestens drei Befestigungsmitteln pro Platte an den aufgehenden Bauteilen mechanisch befestigt.
Im Innenbereich gibt es ebenfalls vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Perlite-Dämmplatten. So werden Perlite-Innendämmplatten damit beworben, dass sie rein mineralisch sind und gerade bei hoher Luftfeuchtigkeit diese aufnehmen, speichern und wieder abgeben kann, sobald sich die Feuchtigkeit im Raum verringert habe. Auch Kondensat, das sich im Winter an der Schicht zur kühlen Außenwand bilden könne, nehme die Platte demnach auf und gebe es großflächig verteilt an die Luft im Raum ab.
Die Perlite-Innendämmplatten haben eine verhältnismäßig niedrige Wärmeleitfähigkeit (0,045 W/mK) und gleichzeitig das kapillaraktive Verhalten von Kalziumsilikatplatten. Die formstabilen Dämmplatten aus natürlichem Perlite und Zuschlagsstoffen haben zudem ein geringes Gewicht, sind faserfrei und baubiologisch unbedenklich. Sie sind außerdem absolut schimmelresistent und nicht brennbar (Baustoffklasse A1 nach DIN EN 13501-1).
Laut Dämmplatten-Herstellern sind Perlite-Platten für die Innendämmung von Gebäuden entwickelt worden, deren Fassade nicht verändert werden soll, darunter Bauten mit denkmalgeschützten Fassaden, Häuser mit Holz- und Klinkerfassaden, einzelne Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, Versammlungsstätten sowie Kellerdecken und -wände.
Format (L x B) | 625 x 416 mm |
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Dicke | 50 - 200 mm |
Trockenrohdichte | 90 - 105 kg/m3 |
Zugfestigkeit | ≥ 80 kPa |
Druckfestigkeit | ≥ 200 kPa |
Biegefestigkeit | ≥ 130 kPa |
Wärmeleitfahigkeit λ | 0,045 W/mK |
Wasserdampfdiffusionswiderstand µ | 5 bis 6 |
Wasseraufnahmekoeffizient AW | ca. 1,98 kg/(m2s0,5) |
Baustoffklasse nach DIN EN 13501-1 | A1, nicht brennbar |
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